Nachrichten | Studie zeigt engen Zusammenhang zwischen primärer Ovarialinsuffizienz und Autoimmunerkrankungen
Eine neue Studie zeigt, dass Frauen mit primärer Ovarialinsuffizienz (POI) häufiger schwere Autoimmunerkrankungen entwickeln, darunter Typ-1-Diabetes, Morbus Addison, Lupus und entzündliche Darmerkrankungen. Ihr Risiko ist zwei- bis dreimal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Die heute in Human Reproduction veröffentlichte Studie ist bislang die größte Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und POI. Sie begleitete fast 20,000 Frauen und verglich sie erstmals mit gleichaltrigen Frauen aus der Allgemeinbevölkerung.
Die Studie wurde von Dr. Susanna Savukoski geleitet, einer Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie am Universitätsklinikum Oulu in Finnland. Die Ergebnisse stützen weiter die Hypothese, dass Autoimmunprozesse eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer POI spielen.
Eine POI tritt auf, wenn die Eierstöcke vor dem Alter von 40 nicht mehr normal funktionieren. Dadurch wird die Eizellproduktion verringert und die Menstruation unregelmäßig und bleibt schließlich aus. Bei manchen Frauen treten zudem wechseljahresähnliche Symptome auf.
Bei Frauen mit diagnostizierter POI war die Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen in den ersten Jahren nach der Diagnose deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung, und das erhöhte Risiko blieb auch 10 Jahre später bestehen. Die Forscher stellten fest, dass POI zwar stark mit bestimmten Autoimmunerkrankungen verbunden ist, aber nicht jede Frau mit POI eine schwere Autoimmunerkrankung entwickelt und nicht jede Person mit einer Autoimmunerkrankung eine POI entwickelt. Angehörige der Gesundheitsberufe sollten aufmerksam bleiben und Patientinnen über dieses mögliche Risiko informieren.
Die Studie stellte bei Patientinnen mit POI außerdem höhere Risiken für ein autoimmunes polyglanduläres Syndrom, Morbus Addison und Vaskulitis fest, während die Risiken für rheumatoide Arthritis und Hyperthyreose vergleichsweise niedriger waren. Sie legt nahe, dass Frauen mit POI-Risiko frühzeitig eine Familienplanung erwägen und zugleich die Auswirkungen bestimmter Autoimmunerkrankungen auf Schwangerschaftskomplikationen berücksichtigen sollten.
Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung, die POI oder Autoimmunerkrankungen verhindert. Die Forscher forderten weitere Studien, um die Mechanismen zu untersuchen, die POI mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen verbinden, und gezielte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.
Nachrichten | Studie zeigt engen Zusammenhang zwischen primärer Ovarialinsuffizienz und Autoimmunerkrankungen
Nachrichten | Studie zeigt engen Zusammenhang zwischen primärer Ovarialinsuffizienz und Autoimmunerkrankungen
Eine neue Studie zeigt, dass Frauen mit primärer Ovarialinsuffizienz (POI) häufiger schwere Autoimmunerkrankungen entwickeln, darunter Typ-1-Diabetes, Morbus Addison, Lupus und entzündliche Darmerkrankungen. Ihr Risiko ist zwei- bis dreimal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Die heute in Human Reproduction veröffentlichte Studie ist bislang die größte Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und POI. Sie begleitete fast 20,000 Frauen und verglich sie erstmals mit gleichaltrigen Frauen aus der Allgemeinbevölkerung.
Die Studie wurde von Dr. Susanna Savukoski geleitet, einer Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie am Universitätsklinikum Oulu in Finnland. Die Ergebnisse stützen weiter die Hypothese, dass Autoimmunprozesse eine zentrale Rolle bei der Entwicklung einer POI spielen.
Eine POI tritt auf, wenn die Eierstöcke vor dem Alter von 40 nicht mehr normal funktionieren. Dadurch wird die Eizellproduktion verringert und die Menstruation unregelmäßig und bleibt schließlich aus. Bei manchen Frauen treten zudem wechseljahresähnliche Symptome auf.
Bei Frauen mit diagnostizierter POI war die Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen in den ersten Jahren nach der Diagnose deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung, und das erhöhte Risiko blieb auch 10 Jahre später bestehen. Die Forscher stellten fest, dass POI zwar stark mit bestimmten Autoimmunerkrankungen verbunden ist, aber nicht jede Frau mit POI eine schwere Autoimmunerkrankung entwickelt und nicht jede Person mit einer Autoimmunerkrankung eine POI entwickelt. Angehörige der Gesundheitsberufe sollten aufmerksam bleiben und Patientinnen über dieses mögliche Risiko informieren.
Die Studie stellte bei Patientinnen mit POI außerdem höhere Risiken für ein autoimmunes polyglanduläres Syndrom, Morbus Addison und Vaskulitis fest, während die Risiken für rheumatoide Arthritis und Hyperthyreose vergleichsweise niedriger waren. Sie legt nahe, dass Frauen mit POI-Risiko frühzeitig eine Familienplanung erwägen und zugleich die Auswirkungen bestimmter Autoimmunerkrankungen auf Schwangerschaftskomplikationen berücksichtigen sollten.
Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung, die POI oder Autoimmunerkrankungen verhindert. Die Forscher forderten weitere Studien, um die Mechanismen zu untersuchen, die POI mit verschiedenen Autoimmunerkrankungen verbinden, und gezielte Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.
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