Nachrichten | Studie zeigt den besonderen Bedarf von trans Männern an Schwangerschaftsbetreuung
Die Schwangerschaftserfahrungen trans Männer zeigen Lücken in einer geschlechterinklusiven Versorgung
Am 1. 2023 veröffentlichte Amsterdam UMC die erste qualitative Studie zu den Erfahrungen trans Menschen mit der Schwangerschaftsbetreuung in den Niederlanden. Die als Preprint in Midwifery verfügbare Studie untersuchte den gesamten Weg trans Männer von der Zeit vor der Empfängnis über die Geburt bis zur postpartalen Erholung und identifizierte besondere Bedürfnisse und Herausforderungen.
Schwangerschaftsmöglichkeiten für trans Männer Medizinische Maßnahmen zur Angleichung des Körpers an eine männliche Geschlechtsidentität können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Einige trans Männer lehnen eine Behandlung daher ab, verschieben sie oder unterbrechen sie vorübergehend, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhalten. Diese Entscheidung umfasst sowohl medizinische Erwägungen als auch gesellschaftliche Wahrnehmungen.
Fehlende soziale und umgebungsbezogene Unterstützung Das Team, zu dem die Assistenzärztin Jojanneke van Amesfoort und die Gynäkologin Norah van Mello gehörten, befragte fünf niederländische trans Männer, die eine oder mehrere Schwangerschaften abgeschlossen hatten. Ihre Erfahrungen unterschieden sich deutlich von denen schwangerer Frauen.
Trans Männer hatten oft Schwierigkeiten, Verständnis zu finden, weil die Gesellschaft Schwangerschaft im Allgemeinen als etwas Weibliches betrachtet. Auch die Suche nach geeigneten medizinischen Fachkräften war schwierig und veranlasste einige, ihre Schwangerschaftspläne aufzugeben. Zu den Sorgen gehörten die Auswirkungen einer Schwangerschaft auf die geschlechtliche Transition und die Angst vor negativen Reaktionen von medizinischem Personal.
Diese Ergebnisse stimmten mit internationalen Forschungsergebnissen überein, wonach schwangere trans Männer häufig Isolation und eine verstärkte Geschlechtsdysphorie erleben, also den durch die Nichtübereinstimmung der Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht verursachten Leidensdruck.
Begrenztes medizinisches Wissen und institutionelle Unterstützung Diese Probleme zeigten sich besonders nach der Geburt. Viele Teilnehmende sagten, dass biologische Eltern, die sich nicht als Frauen identifizieren, unzureichende medizinische und rechtliche Unterstützung erhalten. Sie hatten den Eindruck, dass medizinischen Fachkräften ausreichendes Wissen und Verständnis fehlten, um trans und geschlechtlich vielfältige Menschen anzuleiten.
Dringender Bedarf an geschlechterinklusiven klinischen Leitlinien Die Ergebnisse verdeutlichen erhebliche Lücken in der geschlechterinklusiven Versorgung in den Niederlanden und international. Klare Leitlinien sind erforderlich, damit trans und geschlechtlich vielfältige Menschen geeignete Überweisungen und Unterstützung erhalten.
Nachrichten | Studie zeigt den besonderen Bedarf von trans Männern an Schwangerschaftsbetreuung
Nachrichten | Studie zeigt den besonderen Bedarf von trans Männern an Schwangerschaftsbetreuung
Die Schwangerschaftserfahrungen trans Männer zeigen Lücken in einer geschlechterinklusiven Versorgung
Am 1. 2023 veröffentlichte Amsterdam UMC die erste qualitative Studie zu den Erfahrungen trans Menschen mit der Schwangerschaftsbetreuung in den Niederlanden. Die als Preprint in Midwifery verfügbare Studie untersuchte den gesamten Weg trans Männer von der Zeit vor der Empfängnis über die Geburt bis zur postpartalen Erholung und identifizierte besondere Bedürfnisse und Herausforderungen.
Schwangerschaftsmöglichkeiten für trans Männer
Medizinische Maßnahmen zur Angleichung des Körpers an eine männliche Geschlechtsidentität können die Fruchtbarkeit beeinflussen. Einige trans Männer lehnen eine Behandlung daher ab, verschieben sie oder unterbrechen sie vorübergehend, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhalten. Diese Entscheidung umfasst sowohl medizinische Erwägungen als auch gesellschaftliche Wahrnehmungen.
Fehlende soziale und umgebungsbezogene Unterstützung
Das Team, zu dem die Assistenzärztin Jojanneke van Amesfoort und die Gynäkologin Norah van Mello gehörten, befragte fünf niederländische trans Männer, die eine oder mehrere Schwangerschaften abgeschlossen hatten. Ihre Erfahrungen unterschieden sich deutlich von denen schwangerer Frauen.
Trans Männer hatten oft Schwierigkeiten, Verständnis zu finden, weil die Gesellschaft Schwangerschaft im Allgemeinen als etwas Weibliches betrachtet. Auch die Suche nach geeigneten medizinischen Fachkräften war schwierig und veranlasste einige, ihre Schwangerschaftspläne aufzugeben. Zu den Sorgen gehörten die Auswirkungen einer Schwangerschaft auf die geschlechtliche Transition und die Angst vor negativen Reaktionen von medizinischem Personal.
Diese Ergebnisse stimmten mit internationalen Forschungsergebnissen überein, wonach schwangere trans Männer häufig Isolation und eine verstärkte Geschlechtsdysphorie erleben, also den durch die Nichtübereinstimmung der Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht verursachten Leidensdruck.
Begrenztes medizinisches Wissen und institutionelle Unterstützung
Diese Probleme zeigten sich besonders nach der Geburt. Viele Teilnehmende sagten, dass biologische Eltern, die sich nicht als Frauen identifizieren, unzureichende medizinische und rechtliche Unterstützung erhalten. Sie hatten den Eindruck, dass medizinischen Fachkräften ausreichendes Wissen und Verständnis fehlten, um trans und geschlechtlich vielfältige Menschen anzuleiten.
Dringender Bedarf an geschlechterinklusiven klinischen Leitlinien
Die Ergebnisse verdeutlichen erhebliche Lücken in der geschlechterinklusiven Versorgung in den Niederlanden und international. Klare Leitlinien sind erforderlich, damit trans und geschlechtlich vielfältige Menschen geeignete Überweisungen und Unterstützung erhalten.
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