Nachrichten | Forschende der OSU entwickeln Nanotechnologie für die präzisere Diagnose und Behandlung einer Eileiterschwangerschaft



Nachrichten | Forschende der OSU entwickeln Nanotechnologie für die präzisere Diagnose und Behandlung einer Eileiterschwangerschaft


Forschende der Oregon State University (OSU) haben eine nanomedizinische Technologie vorgestellt, die eine Eileiterschwangerschaft präziser diagnostizieren und beenden soll. Sie könnte einen neuen Ansatz für diese risikoreiche Erkrankung bieten. Die Studie wurde in der internationalen Fachzeitschrift Small veröffentlicht.


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Eileiterschwangerschaft: Eine ernste, oft unbemerkte Gefahr

Eine Eileiterschwangerschaft entsteht, wenn sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutterhöhle einnistet; 98% davon im Eileiter. Ohne rasche Diagnose und Behandlung kann ein Eileiterriss lebensbedrohliche Blutungen verursachen. In den Vereinigten Staaten treten jährlich etwa 100,000 Fälle auf, weltweit sind es schätzungsweise 1%-2%.


Der transvaginale Ultraschall ist die wichtigste Diagnosemethode, doch die gemeldete Fehldiagnoserate liegt bei bis zu 40%. Selbst bei korrekter Diagnose ist die Behandlung mit Methotrexat als Ersttherapie in 10% der Fälle erfolglos und kann Übelkeit, Erbrechen sowie Leber- oder Nierenschäden verursachen. Wenn die Behandlung nicht wirkt oder sich der Zustand verschlechtert, kann eine Operation zur Entfernung des betroffenen Eileiters erforderlich sein. Dies kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und das Risiko einer erneuten Eileiterschwangerschaft erhöhen (um 10% nach einer früheren Eileiterschwangerschaft).


Die OSU-Forschenden entwickelten daher lichtempfindliche Nanopartikel, die die Diagnosegenauigkeit verbessern und eine weniger invasive Behandlung ermöglichen sollen.


Wie könnte die Nanomedizin die Behandlung einer Eileiterschwangerschaft unterstützen?

Die Studie wurde von Olena Taratula vom OSU College of Pharmacy und Leslie Myatt von der Oregon Health & Science University (OHSU) gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen geleitet. Das Team entwickelte lichtempfindliche Nanopartikel, die trächtigen Mäusen intravenös verabreicht wurden.


① Nanopartikel lokalisieren die Eileiterschwangerschaft präzise

Die Nanopartikel reichern sich selektiv im Plazentagewebe an, unabhängig davon, ob es sich innerhalb oder außerhalb der Gebärmutter befindet. Fluoreszenz- und photoakustische Bildgebung zeigen anschließend deutlich die Lage der Plazenta und könnten so die Diagnosegenauigkeit verbessern.


„Die genaue Bestimmung des Ortes, an dem die Plazenta wächst, bleibt eine große Herausforderung bei der Diagnose einer Eileiterschwangerschaft. Eine zuverlässige Erkennung des Plazentawachstums würde die genaue Identifizierung einer Eileiterschwangerschaft erheblich verbessern.“ – Olena Taratula


② Nahinfrarot-Photothermotherapie beendet die Eileiterschwangerschaft präzise

Wenn bestätigt ist, dass sich die Plazenta am falschen Ort befindet, erhitzt Nahinfrarotlicht (NIR) die lichtempfindlichen Nanopartikel auf über 43°C. Dadurch wird die Plazentafunktion gestört und die Schwangerschaft beendet. Die Methode beeinträchtigte die Gesundheit der Gebärmutter nicht und könnte weniger Nebenwirkungen haben als herkömmliche Medikamente wie Methotrexat.


Experimentelle Ergebnisse und nächste Schritte

Das Team testete die Technologie erfolgreich an trächtigen Mäusen. Die Ergebnisse:


Die Nanopartikel lokalisierten die Plazenta wirksam und stellten sie mittels photoakustischer Bildgebung deutlich dar.

Nahinfrarotbestrahlung störte eine ektop gelegene Plazenta gezielt und beendete die Schwangerschaft wirksam.

„Unser vorrangiges Ziel war es, die Bildgebungs- und photothermischen Behandlungsmöglichkeiten der Nanopartikel zu überprüfen. Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Als Nächstes sollen Sicherheit und Wirksamkeit in weiteren Tiermodellen untersucht werden.“ – Olena Taratula


Zum Team gehörten außerdem Oleh Taratula (OSU College of Pharmacy), Maureen Baldwin (OHSU), Abraham Moses, Leena Kadam, Anna St. Lorenz, Terry Morgan, Jessica Hebert und Youngrong Park. Die Studie wurde unter anderem von den **National Institutes of Health (NIH) und dem Eunice Kennedy Shriver National Institute of Child Health and Human Development (NICHD)** unterstützt.


Ausblick: Präzisionsmedizin bei Eileiterschwangerschaft?

Die Studie bietet einen neuen Ansatz zur Erkennung und Behandlung einer Eileiterschwangerschaft. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden könnten lichtempfindliche Nanopartikel die Diagnosegenauigkeit verbessern und eine sicherere, präzisere Möglichkeit zur Beendigung einer Eileiterschwangerschaft bieten.


Die Technologie befindet sich noch im experimentellen Stadium. Die Forschenden wollen sie in weiteren Tiermodellen überprüfen und ihre klinische Umsetzbarkeit untersuchen. Bei Erfolg könnte sie Frauen mit einem Risiko für eine Eileiterschwangerschaft eine neue Möglichkeit bieten und Fehldiagnosen, Nebenwirkungen sowie invasive Operationen reduzieren.


Quelle:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-03-09
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