Wissenswertes | Blähungen, Bauchschmerzen oder häufiges Wasserlassen? Es muss nicht Eierstockkrebs sein



Wissenswertes | Blähungen, Bauchschmerzen oder häufiges Wasserlassen? Es muss nicht Eierstockkrebs sein

Wissenswertes | Blähungen, Bauchschmerzen oder häufiges Wasserlassen? Es muss nicht Eierstockkrebs sein


Eierstockkrebs wird oft als „stiller Killer“ bezeichnet, weil seine frühen Symptome unauffällig sein und übersehen werden können. Er verursacht durchaus Beschwerden, darunter Blähungen, Becken- oder Bauchschmerzen, verminderten Appetit oder ein schnelles Völlegefühl sowie häufigen oder dringenden Harndrang. Allerdings können auch andere Erkrankungen dieselben Symptome verursachen, sodass manche Patientinnen sie verharmlosen und eine Behandlung hinauszögern.


Welche Erkrankungen können mit Eierstockkrebs verwechselt werden? Ärztinnen und Ärzte nennen folgende Möglichkeiten:



1. Eierstockzysten: Am häufigsten mit Eierstockkrebs verwechselt

Eierstockzysten sind mit Flüssigkeit gefüllte Säcke, während Eierstockkrebs aus festen Ansammlungen von Krebszellen besteht. Die Symptome können ähnlich sein:


Bauchschmerzen, stechend oder dumpf

Blähungen

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Unregelmäßige Monatsblutungen

Häufiges Wasserlassen


Ärztinnen und Ärzte unterscheiden sie in der Regel per Ultraschall. Eine Zyste kann regelmäßig kontrolliert werden, um festzustellen, ob sie von selbst verschwindet.


2. Reizdarmsyndrom (IBS): Verdauungsbeschwerden können irreführend sein

Sowohl Eierstockkrebs als auch IBS können Folgendes verursachen:


Bauchschmerzen

Blähungen

Verstopfung oder Durchfall


IBS-Beschwerden stehen meist mit Ernährung oder Stress in Zusammenhang, während die Symptome von Eierstockkrebs tendenziell anhalten und sich allmählich verschlimmern. Wenn Sie bisher kein IBS hatten, diese Beschwerden aber mehrere Wochen lang auftreten, sollten Sie sich ärztlich untersuchen lassen.


3. Prämenstruelles Syndrom (PMS): Häufige Symptome können sich überschneiden

Sowohl PMS als auch Eierstockkrebs können Folgendes verursachen:


Müdigkeit

Blähungen

Verstopfung oder Durchfall

Zum PMS gehören häufig außerdem:


Stimmungsschwankungen wie Angst, Depression oder Reizbarkeit

Appetitveränderungen, insbesondere Heißhunger auf süße oder salzige Speisen

Schlafprobleme


PMS-Beschwerden folgen im Allgemeinen dem Menstruationszyklus, während die Symptome von Eierstockkrebs nicht mit dem Ende der Monatsblutung verschwinden.


4. Endometriose: Chronische Beckenschmerzen sollten abgeklärt werden

Bei Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die Symptome ähneln denen von Eierstockkrebs stark:


Becken- oder Bauchschmerzen

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Schmerzhafter Stuhlgang oder schmerzhaftes Wasserlassen

Blähungen


Endometriose geht meist mit stärkeren Schmerzen während der Menstruation und starken Monatsblutungen einher, während die Schmerzen bei Eierstockkrebs anhaltender und unregelmäßiger sind.


5. Gebärmuttermyome: Gutartige Wucherungen können ähnliche Symptome verursachen

Gebärmuttermyome sind gutartige Wucherungen in der Gebärmutter, die Folgendes verursachen können:


Beckenschmerzen

Häufiges oder erschwertes Wasserlassen

Verstopfung


Im Gegensatz zu Eierstockkrebs verursachen Myome häufig starke oder lang anhaltende Monatsblutungen und können per Ultraschall diagnostiziert werden.


6. Entzündliche Beckenerkrankung (PID): Auch eine Infektion kann verwechselt werden

PID wird durch eine bakterielle Infektion verursacht und kann Folgendes auslösen:


Bauchschmerzen

Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Probleme beim Wasserlassen


PID geht im Allgemeinen mit abnormalem Vaginalausfluss, Geruch, unregelmäßigen Blutungen und manchmal Fieber einher. Eierstockkrebs verursacht normalerweise keine Anzeichen einer Infektion.


7. Harnwegsinfektion (UTI): Häufiges Wasserlassen und Beckenschmerzen können sich überschneiden

Typische Symptome einer UTI sind:


Beckenschmerzen

Häufiger oder dringender Harndrang

Brennen beim Wasserlassen


Eierstockkrebs kann ebenfalls häufiges oder erschwertes Wasserlassen verursachen. Anhaltende Beschwerden nach einer Antibiotikabehandlung sollten daher weiter abgeklärt werden.


8. Eileiterschwangerschaft: Akute Bauchschmerzen erfordern dringende Abklärung

Sowohl eine Eileiterschwangerschaft als auch Eierstockkrebs können Folgendes verursachen:


Starke Bauchschmerzen

Schwindel oder Ohnmacht

Abnormale vaginale Blutungen


Bei einer Eileiterschwangerschaft ist der Schwangerschaftstest in der Regel positiv, und häufig treten plötzlich starke Schmerzen auf. Bei Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft ist sofortige medizinische Versorgung erforderlich, da sie lebensbedrohlich sein kann.


9. Blinddarmentzündung: Ein anderes Schmerzmuster

Sowohl eine Blinddarmentzündung als auch Eierstockkrebs können Bauchschmerzen verursachen. Bei einer Blinddarmentzündung:


Beginnen die Schmerzen meist plötzlich

Setzen sie nahe dem Bauchnabel ein und wandern anschließend in den rechten Unterbauch

Treten sie zusammen mit Übelkeit, Erbrechen und Fieber auf


Bei Verdacht auf eine Blinddarmentzündung ist sofortige medizinische Versorgung erforderlich, um einen Durchbruch und eine Infektion zu verhindern.


10. Andere Krebsarten: Die Symptome können sich überschneiden

Einige Krebsarten im Bauch- oder Beckenbereich, etwa Darm- oder Bauchfellkrebs, können ähnliche Symptome wie Eierstockkrebs verursachen:


Blähungen

Bauchschmerzen

Häufiges Wasserlassen


Anhaltende Beschwerden ohne erkennbare Ursache sollten zeitnah abgeklärt werden, um Krebs auszuschließen.


Wann sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Lassen Sie ungeklärte, neue oder anhaltende Beschwerden ärztlich abklären, insbesondere:

✔ Blähungen, Bauchschmerzen, häufigen Harndrang oder verminderten Appetit, die mehrere Wochen anhalten

✔ Beschwerden, die durch übliche Medikamente nicht gelindert werden

✔ Eine familiäre Vorgeschichte von Eierstockkrebs oder ein erbliches Krebssyndrom


Eine zeitnahe Untersuchung erhöht die Wahrscheinlichkeit, Eierstockkrebs früh zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. Obwohl es keinen einfachen Screeningtest gibt, können Ärztinnen und Ärzte zur Unterstützung der Diagnose Ultraschall, Bluttests wie CA-125 und weitere bildgebende Verfahren einsetzen.


Lassen Sie nicht zu, dass eine falsche Annahme die Behandlung verzögert. Wenn Sie sich Sorgen machen, lassen Sie sich zeitnah ärztlich untersuchen.


Quelle des Beitrags:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-03-12
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