Nachrichten | Studie zeigt: Die alltägliche Belastung durch Organophosphat-Pestizide kann die Spermienbeweglichkeit verringern



Nachrichten | Studie zeigt: Die alltägliche Belastung durch Organophosphat-Pestizide kann die Spermienbeweglichkeit verringern

Nachrichten | Studie zeigt: Alltägliche Belastung durch Organophosphat-Pestizide kann die Spermienbeweglichkeit verringern


Eine gemeinsame Studie der NYU Grossman School of Medicine und der University at Albany ergab, dass die alltägliche Belastung gesunder Männer durch Organophosphat-Pestizide die Spermienbeweglichkeit beeinträchtigen kann. Die in Antioxidants veröffentlichte Studie liefert neue Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Umweltchemikalien und männlicher Fruchtbarkeit.


Teilnehmer und Methoden

Diese Querschnitts-Pilotstudie umfasste 42 gesunde Männer im Alter von 18–45. Personen mit urologischen Erkrankungen oder einer Einnahme von Medikamenten, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten, wurden ausgeschlossen. Erhoben wurden Fragebogendaten, Körpermaße sowie Urin- und Samenproben.


Mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie-Elektrospray-Ionisations-Tandem-Massenspektrometrie (HPLC-ESI-MS/MS) wurden die Metaboliten von Dialkylphosphat (DAP) im Urin gemessen, die als Biomarker für eine Organophosphat-Exposition gelten. Die Samenqualität wurde anhand der Standards der Weltgesundheitsorganisation beurteilt, einschließlich Spermienkonzentration, -beweglichkeit und -morphologie.


Das Team setzte außerdem MiOXSYS, eine neuartige Methode zur Messung des Oxidations-Reduktions-Potenzials (ORP), ein, um den oxidativen Stress im Samen zu quantifizieren und zu prüfen, ob dieser die Auswirkungen auf die Samenqualität vermittelte.


Wichtigste Ergebnisse

Höhere DAP-Konzentrationen im Urin waren signifikant mit einer geringeren Spermienbeweglichkeit verbunden. Jeder Anstieg der Gesamtkonzentration von DAP um 1 Log-Einheiten war mit einem 163% höheren Risiko für eine geringe Beweglichkeit verbunden (OR = 2.63; 95%-Konfidenzintervall: 0.98–9.03). Metaboliten von Diethyl (DE)-OP zeigten den stärksten Effekt.


Obwohl ein höheres ORP signifikant mit einer niedrigeren Spermienkonzentration verbunden war (OR für eine niedrige Konzentration = 3.95; 95%-KI: 1.41–18.93), wurde kein statistischer Zusammenhang zwischen OP-Exposition und ORP festgestellt. Auch mit der Spermienbeweglichkeit war ORP nicht signifikant verbunden.


Dies deutet darauf hin, dass Organophosphat-Pestizide die Beweglichkeit möglicherweise über andere Mechanismen als oxidativen Stress beeinträchtigen, etwa durch eine Störung der Acetylcholin-Signalübertragung, die für die Spermienbewegung wichtig ist, oder durch eine direkte Schädigung der Mitochondrienfunktion, die den Antrieb des Spermienfortsatzes ermöglicht.


Bedeutung und Ausblick

Dies war die erste systematische Untersuchung der nichtberuflichen Belastung durch niedrig dosierte Organophosphate und der Samenqualität bei gesunden Männern. Die kleine Stichprobe schränkt die Verallgemeinerbarkeit ein, doch die vorläufigen Ergebnisse sind aufschlussreich.


Das Team forderte größere Studien, um den Zusammenhang zu bestätigen und mögliche biologische Mechanismen zu untersuchen. Die Studie liefert zudem Daten zur Bewertung von Pestizidrückständen in Lebensmitteln und könnte Regulierungsbehörden dazu veranlassen, die Standards für den Einsatz von Organophosphaten zu überdenken.


Quelle:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-10-16
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