Nachrichten | Parodontitis könnte mehr als nur die Zähne betreffen: Studie bringt orale Entzündung mit beeinträchtigter Eierstockfunktion in Verbindung
Nachrichten | Parodontitis kann mehr als nur die Zähne betreffen: Studie bringt orale Entzündung mit einer beeinträchtigten Eierstockfunktion in Verbindung
Chronische orale Erkrankungen wie Parodontitis galten lange vor allem als Gefahr für die Mundgesundheit. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch auf Auswirkungen hin, die weit über Zähne und Zahnfleisch hinausgehen. Forschende der Hebräischen Universität Jerusalem stellten fest, dass chronische Entzündungen im Mund eine systemische Immunreaktion auslösen können, die die Eierstockfunktion beeinträchtigt, die Eizellqualität mindert und letztlich die Lebendgeburtenrate senkt.
Die im Journal of Dental Research veröffentlichte Studie liefert einen möglichen neuen Hinweis auf ungeklärte Unfruchtbarkeit und legt eine bislang unterschätzte biologische Verbindung zwischen der Mundgesundheit und der weiblichen reproduktiven Gesundheit nahe.
Die Studie wurde gemeinsam von Professor Michael Klutstein von der Hebräischen Universität Jerusalem und Professor Asaf Wilensky vom Hebräischen Universitäts-Hadassah Medical Center geleitet. Auch die Doktoranden Paz Kles und Stephen Ameho waren maßgeblich an der Arbeit beteiligt.
Die Forschenden verwendeten ein Mausmodell, um chronische orale Entzündungen im Zusammenhang mit Zahnimplantaten zu simulieren – eine relativ häufige langfristige Entzündungserkrankung – und verfolgten Veränderungen entzündlicher Immunsignale im gesamten Körper.
Die Entzündung blieb nicht auf den Mund beschränkt. Sie löste eine systemische Immunreaktion aus, die das Eierstockgewebe erreichte.
Chronische orale Entzündungen erhöhten die Konzentration entzündlicher Zytokine in den Eierstöcken und veränderten die Zusammensetzung der Immunzellen. Damit gingen deutliche oxidative Schäden im Eierstockgewebe, eine beeinträchtigte Follikelentwicklung und eine geringere Eizellqualität einher.
Diese biologischen Veränderungen wirkten sich direkt auf die Fortpflanzungsergebnisse aus: Mäuse mit chronischen Entzündungen hatten deutlich niedrigere Lebendgeburtenraten.
Die Forschenden beobachteten außerdem tiefgreifendere zelluläre Veränderungen. Von Entzündungen betroffene Eizellen wiesen DNA-Schäden und epigenetische Veränderungen auf, die denen bei der reproduktiven Alterung ähnelten.
Das Team erklärte daher, dass chronische Entzündungen die Alterung der Eierstöcke beschleunigen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.
„Entzündungen werden normalerweise als lokale Reaktion betrachtet, aber unsere Forschung zeigt, dass sie systemische Folgen haben und sogar das Fortpflanzungssystem beeinträchtigen können“, sagte Professor Klutstein.
Seinen Angaben zufolge deutet die Studie darauf hin, dass chronische orale Entzündungen zu den lange übersehenen Ursachen weiblicher Unfruchtbarkeit gehören könnten, insbesondere in einigen Fällen, die derzeit als ungeklärt eingestuft werden.
Zunehmende Erkenntnisse zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit. Chronische orale Entzündungen wie Parodontitis werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht und können eine geringgradige chronische Entzündung aufrechterhalten.
Diese Studie erweitert den möglichen Zusammenhang auf die weibliche Fortpflanzung.
Die Forschenden betonten, dass die Ergebnisse hauptsächlich auf Tiermodellen beruhen und weitere klinische Studien erfordern, um ihre Bedeutung für den Menschen zu bestätigen.
Falls sich die Ergebnisse bestätigen, muss die Kinderwunschmedizin möglicherweise neben Hormonspiegeln, Eierstockreserve und Embryoqualität auch die Mundgesundheit im Rahmen einer umfassenden reproduktionsmedizinischen Betreuung berücksichtigen.
Die Ergebnisse könnten zudem neue Ansätze für entzündungshemmende oder antioxidative Strategien zur Verbesserung der Fortpflanzungsergebnisse bei Frauen eröffnen.
Da ungeklärte Unfruchtbarkeit immer häufiger wird, verändert die systemübergreifende Forschung die traditionellen Vorstellungen von reproduktiver Gesundheit. Zahnfleischentzündungen, die Gesundheit des Zahnhalteapparats und das orale Mikromilieu könnten künftig wichtige Bestandteile der Beurteilung der weiblichen Fruchtbarkeit werden.
Nachrichten | Parodontitis könnte mehr als nur die Zähne betreffen: Studie bringt orale Entzündung mit beeinträchtigter Eierstockfunktion in Verbindung
Nachrichten | Parodontitis kann mehr als nur die Zähne betreffen: Studie bringt orale Entzündung mit einer beeinträchtigten Eierstockfunktion in Verbindung
Chronische orale Erkrankungen wie Parodontitis galten lange vor allem als Gefahr für die Mundgesundheit. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch auf Auswirkungen hin, die weit über Zähne und Zahnfleisch hinausgehen. Forschende der Hebräischen Universität Jerusalem stellten fest, dass chronische Entzündungen im Mund eine systemische Immunreaktion auslösen können, die die Eierstockfunktion beeinträchtigt, die Eizellqualität mindert und letztlich die Lebendgeburtenrate senkt.
Die im Journal of Dental Research veröffentlichte Studie liefert einen möglichen neuen Hinweis auf ungeklärte Unfruchtbarkeit und legt eine bislang unterschätzte biologische Verbindung zwischen der Mundgesundheit und der weiblichen reproduktiven Gesundheit nahe.
Die Studie wurde gemeinsam von Professor Michael Klutstein von der Hebräischen Universität Jerusalem und Professor Asaf Wilensky vom Hebräischen Universitäts-Hadassah Medical Center geleitet. Auch die Doktoranden Paz Kles und Stephen Ameho waren maßgeblich an der Arbeit beteiligt.
Die Forschenden verwendeten ein Mausmodell, um chronische orale Entzündungen im Zusammenhang mit Zahnimplantaten zu simulieren – eine relativ häufige langfristige Entzündungserkrankung – und verfolgten Veränderungen entzündlicher Immunsignale im gesamten Körper.
Die Entzündung blieb nicht auf den Mund beschränkt. Sie löste eine systemische Immunreaktion aus, die das Eierstockgewebe erreichte.
Chronische orale Entzündungen erhöhten die Konzentration entzündlicher Zytokine in den Eierstöcken und veränderten die Zusammensetzung der Immunzellen. Damit gingen deutliche oxidative Schäden im Eierstockgewebe, eine beeinträchtigte Follikelentwicklung und eine geringere Eizellqualität einher.
Diese biologischen Veränderungen wirkten sich direkt auf die Fortpflanzungsergebnisse aus: Mäuse mit chronischen Entzündungen hatten deutlich niedrigere Lebendgeburtenraten.
Die Forschenden beobachteten außerdem tiefgreifendere zelluläre Veränderungen. Von Entzündungen betroffene Eizellen wiesen DNA-Schäden und epigenetische Veränderungen auf, die denen bei der reproduktiven Alterung ähnelten.
Das Team erklärte daher, dass chronische Entzündungen die Alterung der Eierstöcke beschleunigen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.
„Entzündungen werden normalerweise als lokale Reaktion betrachtet, aber unsere Forschung zeigt, dass sie systemische Folgen haben und sogar das Fortpflanzungssystem beeinträchtigen können“, sagte Professor Klutstein.
Seinen Angaben zufolge deutet die Studie darauf hin, dass chronische orale Entzündungen zu den lange übersehenen Ursachen weiblicher Unfruchtbarkeit gehören könnten, insbesondere in einigen Fällen, die derzeit als ungeklärt eingestuft werden.
Zunehmende Erkenntnisse zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Mundgesundheit und allgemeiner Gesundheit. Chronische orale Entzündungen wie Parodontitis werden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes in Verbindung gebracht und können eine geringgradige chronische Entzündung aufrechterhalten.
Diese Studie erweitert den möglichen Zusammenhang auf die weibliche Fortpflanzung.
Die Forschenden betonten, dass die Ergebnisse hauptsächlich auf Tiermodellen beruhen und weitere klinische Studien erfordern, um ihre Bedeutung für den Menschen zu bestätigen.
Falls sich die Ergebnisse bestätigen, muss die Kinderwunschmedizin möglicherweise neben Hormonspiegeln, Eierstockreserve und Embryoqualität auch die Mundgesundheit im Rahmen einer umfassenden reproduktionsmedizinischen Betreuung berücksichtigen.
Die Ergebnisse könnten zudem neue Ansätze für entzündungshemmende oder antioxidative Strategien zur Verbesserung der Fortpflanzungsergebnisse bei Frauen eröffnen.
Da ungeklärte Unfruchtbarkeit immer häufiger wird, verändert die systemübergreifende Forschung die traditionellen Vorstellungen von reproduktiver Gesundheit. Zahnfleischentzündungen, die Gesundheit des Zahnhalteapparats und das orale Mikromilieu könnten künftig wichtige Bestandteile der Beurteilung der weiblichen Fruchtbarkeit werden.
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Zusammengestellt aus Online-Quellen