Nachrichten | Mögliche Gefahr des Umweltgiftes DDT für die männliche Fruchtbarkeit
In einer zehnjährigen Studie stellten Forscher der McGill University, der University of Pretoria, der Université Laval, der Aarhus University und der University of Copenhagen fest, dass Väter, die Umweltgiften, insbesondere DDT, ausgesetzt waren, möglicherweise Spermien mit Gesundheitsrisiken bilden, die ihre Kinder und potenziell künftige Generationen beeinträchtigen können.
Die Studie untersuchte Veränderungen im Spermien-Epigenom von Männern aus der Vhavenda-Bevölkerung in Südafrika und von Inuit-Gemeinschaften in Grönland im Zusammenhang mit einer langfristigen DDT-Exposition. Die Belastung war mit erheblichen Veränderungen verbunden, insbesondere in Genregionen, die für Fruchtbarkeit, Embryonalentwicklung, neurologische Entwicklung und hormonelle Regulation wichtig sind. Diese Veränderungen standen mit höheren Raten von Geburtsfehlern und Erkrankungen wie neurologischen Entwicklungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen in Verbindung.
Die Erstautorin Dr. Ariane Lismer sagte: "Wir stellten fest, dass bestimmte Regionen des Spermien-Epigenoms mit den Serumspiegeln von DDE verbunden waren, einer beim Abbau von DDT entstehenden Chemikalie, und zwar in einem Dosis-Wirkungs-Muster. Mit anderen Worten: Eine stärkere DDE-Exposition war mit mehr Chromatin- oder DNA-Methylierungsfehlern in Spermien verbunden."
Die Studie legt nahe, dass epigenomische Reaktionen von Spermien auf Giftstoffe mit Erkrankungen in der nächsten Generation zusammenhängen können. Dies ist für die reproduktive Gesundheit bedeutsam, da Tierversuche toxinbedingte Auswirkungen auf das Spermien-Epigenom gezeigt haben, während die Erkenntnisse beim Menschen bislang unvollständig waren.
Die Rolle des Vaters bei der kindlichen Entwicklung neu betrachtet
Die Studie unterstreicht außerdem die Rolle der Väter für die Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder. Hinweise zu Umweltgiften während der Schwangerschaft richten sich meist an Frauen, wobei der väterlichen Belastung weniger Aufmerksamkeit gilt. Das väterliche Genom und Epigenom sind jedoch ebenfalls für eine normale Embryonalentwicklung entscheidend.
Obwohl sich die Studie auf DDT konzentrierte, vermuten die Forscher, dass verbreitete endokrine Disruptoren im Haushalt, darunter Inhaltsstoffe von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten, ähnliche Auswirkungen haben könnten.
Die von Wellcome unterstützte Studie wurde in Environmental Health Perspectives veröffentlicht. Ihre Ergebnisse könnten helfen, genetische Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit zu erklären und neue Perspektiven für künftige genetische Untersuchungen sowie die Vermeidung möglicher toxinbedingter Schäden bei nachfolgenden Generationen zu eröffnen.
Nachrichten | Negative Auswirkungen von Kupfer, Chrom und anderen Metallen auf die weibliche Fruchtbarkeit
Nachrichten | Mögliche Gefahr des Umweltgiftes DDT für die männliche Fruchtbarkeit
In einer zehnjährigen Studie stellten Forscher der McGill University, der University of Pretoria, der Université Laval, der Aarhus University und der University of Copenhagen fest, dass Väter, die Umweltgiften, insbesondere DDT, ausgesetzt waren, möglicherweise Spermien mit Gesundheitsrisiken bilden, die ihre Kinder und potenziell künftige Generationen beeinträchtigen können.
Die Studie untersuchte Veränderungen im Spermien-Epigenom von Männern aus der Vhavenda-Bevölkerung in Südafrika und von Inuit-Gemeinschaften in Grönland im Zusammenhang mit einer langfristigen DDT-Exposition. Die Belastung war mit erheblichen Veränderungen verbunden, insbesondere in Genregionen, die für Fruchtbarkeit, Embryonalentwicklung, neurologische Entwicklung und hormonelle Regulation wichtig sind. Diese Veränderungen standen mit höheren Raten von Geburtsfehlern und Erkrankungen wie neurologischen Entwicklungsstörungen und Stoffwechselerkrankungen in Verbindung.
Die Erstautorin Dr. Ariane Lismer sagte: "Wir stellten fest, dass bestimmte Regionen des Spermien-Epigenoms mit den Serumspiegeln von DDE verbunden waren, einer beim Abbau von DDT entstehenden Chemikalie, und zwar in einem Dosis-Wirkungs-Muster. Mit anderen Worten: Eine stärkere DDE-Exposition war mit mehr Chromatin- oder DNA-Methylierungsfehlern in Spermien verbunden."
Die Studie legt nahe, dass epigenomische Reaktionen von Spermien auf Giftstoffe mit Erkrankungen in der nächsten Generation zusammenhängen können. Dies ist für die reproduktive Gesundheit bedeutsam, da Tierversuche toxinbedingte Auswirkungen auf das Spermien-Epigenom gezeigt haben, während die Erkenntnisse beim Menschen bislang unvollständig waren.
Die Rolle des Vaters bei der kindlichen Entwicklung neu betrachtet
Die Studie unterstreicht außerdem die Rolle der Väter für die Gesundheit und Entwicklung ihrer Kinder. Hinweise zu Umweltgiften während der Schwangerschaft richten sich meist an Frauen, wobei der väterlichen Belastung weniger Aufmerksamkeit gilt. Das väterliche Genom und Epigenom sind jedoch ebenfalls für eine normale Embryonalentwicklung entscheidend.
Obwohl sich die Studie auf DDT konzentrierte, vermuten die Forscher, dass verbreitete endokrine Disruptoren im Haushalt, darunter Inhaltsstoffe von Kosmetik- und Körperpflegeprodukten, ähnliche Auswirkungen haben könnten.
Die von Wellcome unterstützte Studie wurde in Environmental Health Perspectives veröffentlicht. Ihre Ergebnisse könnten helfen, genetische Ursachen männlicher Unfruchtbarkeit zu erklären und neue Perspektiven für künftige genetische Untersuchungen sowie die Vermeidung möglicher toxinbedingter Schäden bei nachfolgenden Generationen zu eröffnen.
Quelle des Beitrags:
Online zusammengestellt