Ratgeber | Ältere Väter und reproduktive Risiken: Neue Forschungsergebnisse
Zunehmende Forschung deutet darauf hin, dass das Alter eines Mannes sowohl die Fruchtbarkeit als auch die Gesundheit seiner Kinder beeinflussen kann. Damit wird die lang vertretene Ansicht infrage gestellt, dass die reproduktive „biologische Uhr“ nur für Frauen gilt.
Alter und das Risiko von Geburtsfehlern
Forschende der Columbia University stellten Zusammenhänge zwischen dem Alter des Vaters und Geburtsfehlern sowie Entwicklungsstörungen wie Autismus und dem Apert-Syndrom fest, ebenso wie zu psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie. In einer Studie mit etwa 90,000 Geburten war die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei der Partnerin umso höher, je älter der Mann war – selbst wenn sie jung und gesund war und keine weiteren Risikofaktoren aufwies.
Fachleute gehen davon aus, dass diese Ergebnisse erst der Anfang sein könnten. Dr. Jeremy Silverman, Professor für Psychiatrie am Mount Sinai Medical Center in New York City, erklärte, das derzeitige Wissen sei begrenzt, insbesondere weil die Auswirkungen des väterlichen Alters noch nicht vollständig verstanden seien.
Physiologische Veränderungen bei älteren Vätern
Auch die männlichen Fortpflanzungsorgane verändern sich mit zunehmendem Alter. Studien zeigen, dass das Älterwerden mit niedrigeren Konzentrationen von Testosteron, Dehydroepiandrosteron (DHEA) und Östrogen sowie höheren Konzentrationen des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) verbunden ist, was auf eine verminderte Fortpflanzungsfunktion hindeutet.
Eine französische Studie ergab, dass ein höheres väterliches Alter das Risiko eines Schwangerschaftsabbruchs erhöhte, selbst bei Paaren, die eine In-vitro-Fertilisation (IVF) nutzten. Obwohl Männer ihr Leben lang neue Spermien produzieren können, nimmt die Spermienqualität mit dem Alter ab und genetische Auffälligkeiten treten häufiger auf.
Lebensstil und Spermiengesundheit
Neben dem natürlichen Alterungsprozess können Rauchen, Alkohol, Drogenkonsum und Strahlenexposition die männliche Fruchtbarkeit und die Spermiengesundheit beeinträchtigen. Oxidative Schäden können chromosomale Schäden in Spermien verstärken, insbesondere bei älteren Männern.
Schutz der Spermiengesundheit
Fachleute empfehlen, Steroide zu vermeiden, den Blutdruck zu kontrollieren, den Alkoholkonsum zu begrenzen, angemessenes Herz-Kreislauf-Training zu betreiben, übermäßige Hitze wie in Whirlpools und Saunen zu vermeiden sowie den Kontakt mit Schwermetallen und giftigen Chemikalien zu meiden.
Die Forschung zum väterlichen Alter und zur Fruchtbarkeit wird fortgesetzt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass Männer ihr Alter bei der Familienplanung berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zur Unterstützung ihrer reproduktiven Gesundheit ergreifen sollten.
Ratgeber | Ältere Väter und reproduktive Risiken: Neue Forschungsergebnisse
Ratgeber | Ältere Väter und reproduktive Risiken: Neue Forschungsergebnisse
Zunehmende Forschung deutet darauf hin, dass das Alter eines Mannes sowohl die Fruchtbarkeit als auch die Gesundheit seiner Kinder beeinflussen kann. Damit wird die lang vertretene Ansicht infrage gestellt, dass die reproduktive „biologische Uhr“ nur für Frauen gilt.
Alter und das Risiko von Geburtsfehlern
Forschende der Columbia University stellten Zusammenhänge zwischen dem Alter des Vaters und Geburtsfehlern sowie Entwicklungsstörungen wie Autismus und dem Apert-Syndrom fest, ebenso wie zu psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie. In einer Studie mit etwa 90,000 Geburten war die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt bei der Partnerin umso höher, je älter der Mann war – selbst wenn sie jung und gesund war und keine weiteren Risikofaktoren aufwies.
Fachleute gehen davon aus, dass diese Ergebnisse erst der Anfang sein könnten. Dr. Jeremy Silverman, Professor für Psychiatrie am Mount Sinai Medical Center in New York City, erklärte, das derzeitige Wissen sei begrenzt, insbesondere weil die Auswirkungen des väterlichen Alters noch nicht vollständig verstanden seien.
Physiologische Veränderungen bei älteren Vätern
Auch die männlichen Fortpflanzungsorgane verändern sich mit zunehmendem Alter. Studien zeigen, dass das Älterwerden mit niedrigeren Konzentrationen von Testosteron, Dehydroepiandrosteron (DHEA) und Östrogen sowie höheren Konzentrationen des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) verbunden ist, was auf eine verminderte Fortpflanzungsfunktion hindeutet.
Eine französische Studie ergab, dass ein höheres väterliches Alter das Risiko eines Schwangerschaftsabbruchs erhöhte, selbst bei Paaren, die eine In-vitro-Fertilisation (IVF) nutzten. Obwohl Männer ihr Leben lang neue Spermien produzieren können, nimmt die Spermienqualität mit dem Alter ab und genetische Auffälligkeiten treten häufiger auf.
Lebensstil und Spermiengesundheit
Neben dem natürlichen Alterungsprozess können Rauchen, Alkohol, Drogenkonsum und Strahlenexposition die männliche Fruchtbarkeit und die Spermiengesundheit beeinträchtigen. Oxidative Schäden können chromosomale Schäden in Spermien verstärken, insbesondere bei älteren Männern.
Schutz der Spermiengesundheit
Fachleute empfehlen, Steroide zu vermeiden, den Blutdruck zu kontrollieren, den Alkoholkonsum zu begrenzen, angemessenes Herz-Kreislauf-Training zu betreiben, übermäßige Hitze wie in Whirlpools und Saunen zu vermeiden sowie den Kontakt mit Schwermetallen und giftigen Chemikalien zu meiden.
Die Forschung zum väterlichen Alter und zur Fruchtbarkeit wird fortgesetzt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass Männer ihr Alter bei der Familienplanung berücksichtigen und geeignete Maßnahmen zur Unterstützung ihrer reproduktiven Gesundheit ergreifen sollten.
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