Nachrichten | Wie die Zellstruktur die embryonale Entwicklung beeinflusst: Die Rolle der Tight Junctions



Nachrichten | Wie die Zellstruktur die embryonale Entwicklung beeinflusst: Die Rolle der Tight Junctions


Während der menschlichen Embryonalentwicklung steuern molekulare Signale die Teilung und Differenzierung der Zellen und bestimmen letztlich deren Position und Identität im Embryo. Die Gastrulation ist ein grundlegender Schritt, bei dem sich eine einzelne Schicht embryonaler Stammzellen in drei unterschiedliche Zellschichten differenziert, die die Grundlage für die späteren Körperstrukturen bilden.


Neuere Forschung deutet darauf hin, dass Tight Junctions zwischen den Zellen bei diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen könnten. Forschende des iPS Cell Research Center der Gladstone Institutes stellten fest, dass Tight Junctions während der menschlichen embryonalen Gastrulation entscheidend sind. Dies liefert neue Erkenntnisse für die Stammzellforschung und die Entwicklung entsprechender experimenteller Modelle.


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Gastrulation und der Forschungsdurchbruch

Während der Gastrulation differenzieren sich embryonale Stammzellen in drei Schichten embryonalen Gewebes. Die Untersuchung dieses Prozesses ist für die regenerative Medizin wichtig geworden. Wissenschaftler modellieren ihn häufig mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen), die aus adulten Zellen umgewandelt werden und sich in jeden somatischen Zelltyp differenzieren können.


Bei der Untersuchung der Gastrulation mit iPS-Zellen stellten Wissenschaftler fest, dass die Zellen unterschiedlich reagierten, obwohl sie alle durch BMP4, ein wichtiges Signalmolekül, stimuliert wurden. Warum sich trotz desselben BMP4-Signals nur einige Zellen in unterschiedliche Zelltypen differenzieren, blieb unklar.


Die leitende Forscherin Dr. Ivana Vasic beobachtete, dass sich iPS-Zellen in Kulturschalen zu Gruppen zusammenschlossen und Tight Junctions bildeten – Barrieren, die vermutlich verhindern, dass Signalmoleküle zwischen den Zellen hindurchgelangen. Sie stellte außerdem fest, dass sich diese Verbindungen nicht immer korrekt ausbildeten.


Wie Tight Junctions die Gastrulation beeinflussen

Weitere Experimente zeigten, dass sich Tight Junctions normal ausbildeten, wenn die Zellen in weniger beengtem Raum kultiviert wurden. Nach Zugabe von BMP4 erhielten nur die Zellen am Rand der Gruppe ein ausreichendes Signal, um die Differenzierung einzuleiten.


Dr. Vasic sagte: "Tight Junctions zwischen den Zellen scheinen zu verhindern, dass diese auf BMP4-Signale reagieren. Randzellen bilden jedoch keine Tight Junctions mit anderen Zellen und können dadurch das stärkste BMP4-Signal empfangen."


Um die Bedeutung der Tight Junctions für die Gastrulation zu bestätigen, unterdrückten die Forschenden mithilfe der CRISPR-Geneditierung die Produktion von TJP1, einem wichtigen Protein der Tight Junctions. Ohne TJP1 reagierte jede Zelle auf BMP4, nicht nur die Randzellen.


Professor Yamanaka erklärte: "Unsere Experimente zeigten, dass durch das Entfernen der Tight Junctions alle Zellen auf BMP4 reagieren konnten. Dies deutet darauf hin, dass Tight Junctions Signale im Gastrulationsmodell abschirmen und die Zellstruktur entscheidend dafür ist, wie Differenzierungssignale empfangen werden."


Neue Fortschritte in der Keimzellforschung

Das Team stellte außerdem fest, dass die Unterdrückung von TJP1 nicht nur eine BMP4-Reaktion hervorrief, sondern auch primordialen Keimzell-ähnliche Zellen erzeugte. Sie stammen aus iPS-Zellen und ähneln in Form und Funktion menschlichen Vorläuferzellen von Spermien und Eizellen.


Dr. Vasic sagte: "Die Unterdrückung von TJP1 hat uns eine neue Möglichkeit eröffnet, diese einzigartigen Keimzellen effizient herzustellen. Dies könnte neue Ansätze zur Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit bieten."


Mögliche Anwendungen

Das Team hofft, dass diese Ergebnisse die Verfahren zur Umwandlung von Stammzellen verbessern, insbesondere zur Erzeugung menschlicher Oozyten. Dr. Vasic gründete Vitra Labs, um diese Methode auf die Behandlung der weiblichen Unfruchtbarkeit anzuwenden, insbesondere auf die Erzeugung von Oozyten für die In-vitro-Fertilisation.


Sie fügte hinzu: "Wir versuchen, die Biologie der Eizellbildung nachzubilden, und hoffen, dass sich mit dieser Methode Eizellen für den Einsatz bei IVF erzeugen lassen."


Quelle:

Online zusammengetragen

作者 LinkedIVF Team發布於 2024-11-07
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