Nachrichten | Pränatale Phthalatbelastung kann die spätere weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen, zeigt eine Studie
Auf der 2023 Jahrestagung der Endocrine Society präsentierte Dr. Mary Bunnell von der University of Illinois Urbana-Champaign Forschungsergebnisse zur möglichen Reproduktionstoxizität von Phthalaten bei Frauen. Weibliche Mäusenachkommen, die während der Trächtigkeit exponiert waren, wiesen bei der Geburt veränderte Hormonspiegel auf, die ihre spätere Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.
Pränatale Phthalatbelastung kann Hormone stören
Mit Phthalaten exponierte Mausembryonen hatten während der Trächtigkeit niedrigere Testosteronspiegel als nicht exponierte Embryonen. Nach der Geburt hatten exponierte Weibchen ebenfalls signifikant niedrigere Östradiolspiegel. Testosteron und Östradiol sind wichtige Sexualhormone, die bei Männchen beziehungsweise Weibchen für die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane und die spätere Fruchtbarkeit von Bedeutung sind.
Dr. Bunnell sagte: „Die Trächtigkeit und die Neugeborenenphase sind für die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane entscheidend, und Schwankungen der Sexualhormonspiegel wirken sich langfristig auf die reproduktive Gesundheit aus. Wir stellten fest, dass Phthalate nicht nur die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflussen, sondern durch eine Veränderung der Stoffwechselkapazität der Leber möglicherweise auch eine geschlechtsspezifische Reproduktionstoxizität verursachen.“
Weit verbreitete Phthalatbelastung und Gesundheitsrisiken
Phthalate sind weit verbreitete endokrinschädigende Chemikalien, die in Hunderten Produkten vorkommen, darunter Spielzeug, Vinylböden, Tapeten, Reinigungsmittel, Gleitmittel, Lebensmittelverpackungen und Kosmetika. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) weist darauf hin, dass Phthalate aus Verpackungen in Lebensmittel übergehen können, sodass sich die alltägliche Exposition nur schwer vermeiden lässt. Während der Schwangerschaft können sie die Plazenta passieren und den sich entwickelnden Fötus beeinflussen.
Dr. Bunnell ergänzte: „Obwohl Phthalate sowohl das männliche als auch das weibliche Fortpflanzungssystem beeinflussen, hebt diese Studie die zentrale Rolle des Leberstoffwechsels bei geschlechtsspezifischen Auswirkungen hervor und könnte neue Ansätze für klinische Strategien zur Verringerung der Phthalatbelastung eröffnen.“
Methoden: Modellierung der menschlichen Exposition
Die Studie verglich zwei Mausgruppen, um eine häufige menschliche Phthalatbelastung zu modellieren. Tragende Mäuse erhielten oral eine Phthalatmischung in Dosen nahe der typischen täglichen Exposition des Menschen, während die Kontrollgruppe nicht exponiert wurde. Hormonmessungen nach der Geburt zeigten, dass weibliche Embryonen, die während der Trächtigkeit exponiert waren, signifikant niedrigere Werte hatten als nicht exponierte Embryonen.
Bei männlichen Mäusen wurden keine signifikanten Hormonveränderungen beobachtet. Die hormonellen Veränderungen während der Trächtigkeit standen jedoch eng mit dem Leberstoffwechsel in Zusammenhang und waren geschlechtsspezifisch. Dies eröffnet eine neue Perspektive auf die Reproduktionstoxizität von Phthalaten, insbesondere auf die Rolle des Leberstoffwechsels.
Ausblick: Klinische Strategien unterstützen
Die Forschenden hoffen, dass die Zusammenführung nationaler Daten und umfassendere Experimente die langfristigen Auswirkungen von Phthalaten auf verschiedene Fortpflanzungssysteme klären und eine evidenzbasierte Gesundheitsberatung für Frauen und Schwangere unterstützen. Die Studie könnte neue Ansätze für Maßnahmen gegen Phthalatbelastung aufzeigen.
Nachrichten | Pränatale Phthalatbelastung kann die spätere weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen, zeigt eine Studie
Nachrichten | Pränatale Phthalatbelastung kann die spätere weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen, zeigt eine Studie
Auf der 2023 Jahrestagung der Endocrine Society präsentierte Dr. Mary Bunnell von der University of Illinois Urbana-Champaign Forschungsergebnisse zur möglichen Reproduktionstoxizität von Phthalaten bei Frauen. Weibliche Mäusenachkommen, die während der Trächtigkeit exponiert waren, wiesen bei der Geburt veränderte Hormonspiegel auf, die ihre spätere Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.
Pränatale Phthalatbelastung kann Hormone stören
Mit Phthalaten exponierte Mausembryonen hatten während der Trächtigkeit niedrigere Testosteronspiegel als nicht exponierte Embryonen. Nach der Geburt hatten exponierte Weibchen ebenfalls signifikant niedrigere Östradiolspiegel. Testosteron und Östradiol sind wichtige Sexualhormone, die bei Männchen beziehungsweise Weibchen für die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane und die spätere Fruchtbarkeit von Bedeutung sind.
Dr. Bunnell sagte: „Die Trächtigkeit und die Neugeborenenphase sind für die Entwicklung der Fortpflanzungsorgane entscheidend, und Schwankungen der Sexualhormonspiegel wirken sich langfristig auf die reproduktive Gesundheit aus. Wir stellten fest, dass Phthalate nicht nur die Ausschüttung von Sexualhormonen beeinflussen, sondern durch eine Veränderung der Stoffwechselkapazität der Leber möglicherweise auch eine geschlechtsspezifische Reproduktionstoxizität verursachen.“
Weit verbreitete Phthalatbelastung und Gesundheitsrisiken
Phthalate sind weit verbreitete endokrinschädigende Chemikalien, die in Hunderten Produkten vorkommen, darunter Spielzeug, Vinylböden, Tapeten, Reinigungsmittel, Gleitmittel, Lebensmittelverpackungen und Kosmetika. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) weist darauf hin, dass Phthalate aus Verpackungen in Lebensmittel übergehen können, sodass sich die alltägliche Exposition nur schwer vermeiden lässt. Während der Schwangerschaft können sie die Plazenta passieren und den sich entwickelnden Fötus beeinflussen.
Dr. Bunnell ergänzte: „Obwohl Phthalate sowohl das männliche als auch das weibliche Fortpflanzungssystem beeinflussen, hebt diese Studie die zentrale Rolle des Leberstoffwechsels bei geschlechtsspezifischen Auswirkungen hervor und könnte neue Ansätze für klinische Strategien zur Verringerung der Phthalatbelastung eröffnen.“
Methoden: Modellierung der menschlichen Exposition
Die Studie verglich zwei Mausgruppen, um eine häufige menschliche Phthalatbelastung zu modellieren. Tragende Mäuse erhielten oral eine Phthalatmischung in Dosen nahe der typischen täglichen Exposition des Menschen, während die Kontrollgruppe nicht exponiert wurde. Hormonmessungen nach der Geburt zeigten, dass weibliche Embryonen, die während der Trächtigkeit exponiert waren, signifikant niedrigere Werte hatten als nicht exponierte Embryonen.
Bei männlichen Mäusen wurden keine signifikanten Hormonveränderungen beobachtet. Die hormonellen Veränderungen während der Trächtigkeit standen jedoch eng mit dem Leberstoffwechsel in Zusammenhang und waren geschlechtsspezifisch. Dies eröffnet eine neue Perspektive auf die Reproduktionstoxizität von Phthalaten, insbesondere auf die Rolle des Leberstoffwechsels.
Ausblick: Klinische Strategien unterstützen
Die Forschenden hoffen, dass die Zusammenführung nationaler Daten und umfassendere Experimente die langfristigen Auswirkungen von Phthalaten auf verschiedene Fortpflanzungssysteme klären und eine evidenzbasierte Gesundheitsberatung für Frauen und Schwangere unterstützen. Die Studie könnte neue Ansätze für Maßnahmen gegen Phthalatbelastung aufzeigen.
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