Nachrichten | Wie beeinflussen Gene die reproduktive Gesundheit und Langlebigkeit? Oxford-Studie identifiziert wichtige Gene
Eine von Forschenden am Leverhulme Centre for Demographic Science der University of Oxford und an der University of Iceland geleitete Übersichtsarbeit untersuchte, wie genetische Variationen Unterschiede in der reproduktiven Gesundheit und Langlebigkeit erklären. Sie bietet bislang den umfassendsten Überblick über genetische Erkenntnisse zu männlichen und weiblichen Fortpflanzungsmerkmalen, einschließlich des Zeitpunkts der Elternschaft und der Menopause sowie ihrer Zusammenhänge mit der Lebensdauer.
Zentrale Rolle der Gene bei der Fortpflanzung
Anhand des globalen Katalogs genomweiter Assoziationsstudien (GWAS) identifizierten die Forschenden 159 genetische Studien und 37 wichtige Gene, die mit Fortpflanzungsmerkmalen verbunden sind, darunter das Alter bei der ersten Geburt, der Zeitpunkt der Menopause sowie die Konzentrationen des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und von Testosteron. Die Ergebnisse zeigen, dass die Genetik die Fruchtbarkeit und umfassendere gesundheitliche Ergebnisse beeinflusst.
FSHB, das Gen für die Beta-Untereinheit des follikelstimulierenden Hormons, war mit 11 Fortpflanzungsergebnissen verbunden. Es hilft, den Zeitpunkt der Menstruation und der Menopause zu regulieren. Die Übersichtsarbeit brachte Fortpflanzungsgene außerdem mit seltenen genetischen Erkrankungen in Verbindung und zeigte damit ihre umfassenderen Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Gesundheit.
Genetische Zusammenhänge mit reproduktiver Gesundheit, Adipositas und Langlebigkeit
Da immer mehr Menschen die Elternschaft aufschieben, wird das Verständnis der Gene, die die reproduktive Gesundheit und das fruchtbare Zeitfenster prägen, zunehmend wichtiger. Die Übersichtsarbeit identifizierte Gene, die bei verschiedenen Fortpflanzungsmerkmalen gemeinsam auftreten, sowie Zusammenhänge mit Gesundheit, Body-Mass-Index (BMI), Adipositas, hormonempfindlichen Krebserkrankungen und Verhaltensmerkmalen.
ESR1, das Gen für den Östrogenrezeptor 1, steht sowohl mit Fortpflanzungsmerkmalen als auch mit dem Krebsrisiko in Zusammenhang. Eine frühere Pubertät oder eine spätere Menopause kann das Risiko für hormonempfindliche Krebserkrankungen wie Brustkrebs erhöhen, steht aber auch mit einer längeren Lebensdauer in Verbindung. FTO, das zuvor mit BMI, Adipositas und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht wurde, steht ebenfalls mit mehreren Fortpflanzungsmerkmalen in Zusammenhang.
Genetik der männlichen Fruchtbarkeit
Obwohl sich frühere Arbeiten hauptsächlich auf Frauen konzentrierten, untersuchte diese Studie auch die männliche Fruchtbarkeit. DNAH2 scheint für Testosteronspiegel und Spermienfunktion wichtig zu sein.
Der Mitautor Vincent Straub, Doktorand am Leverhulme Centre for Demographic Science der University of Oxford und bei Oxford Population Health, erklärte, die männliche reproduktive Gesundheit sei essenziell, werde aber oft übersehen. Ihre genetische Erforschung könne neue Erkenntnisse und mögliche Behandlungsmöglichkeiten liefern.
Auswirkungen genetischer Veränderungen auf Nachkommen
Eltern sammeln mit zunehmendem Alter neue spontane Mutationen an, die an ihre Kinder weitergegeben werden können. Frühere Studien weisen darauf hin, dass solche Mutationen die Gesundheit und Entwicklung der Nachkommen erheblich beeinflussen können.
Fazit: Grundlage für ein personalisiertes Gesundheitsmanagement
Diese Übersichtsarbeit liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Gene die reproduktive Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit prägen, und schafft eine Grundlage für eine personalisierte Gesundheitsversorgung. Die Ergebnisse könnten die reproduktionsmedizinische Versorgung und das Gesundheitsmanagement über Generationen hinweg unterstützen.
Nachrichten | Wie beeinflussen Gene die reproduktive Gesundheit und Langlebigkeit? Oxford-Studie identifiziert wichtige Gene
Nachrichten | Wie beeinflussen Gene die reproduktive Gesundheit und Langlebigkeit? Oxford-Studie identifiziert wichtige Gene
Eine von Forschenden am Leverhulme Centre for Demographic Science der University of Oxford und an der University of Iceland geleitete Übersichtsarbeit untersuchte, wie genetische Variationen Unterschiede in der reproduktiven Gesundheit und Langlebigkeit erklären. Sie bietet bislang den umfassendsten Überblick über genetische Erkenntnisse zu männlichen und weiblichen Fortpflanzungsmerkmalen, einschließlich des Zeitpunkts der Elternschaft und der Menopause sowie ihrer Zusammenhänge mit der Lebensdauer.
Zentrale Rolle der Gene bei der Fortpflanzung
Anhand des globalen Katalogs genomweiter Assoziationsstudien (GWAS) identifizierten die Forschenden 159 genetische Studien und 37 wichtige Gene, die mit Fortpflanzungsmerkmalen verbunden sind, darunter das Alter bei der ersten Geburt, der Zeitpunkt der Menopause sowie die Konzentrationen des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und von Testosteron. Die Ergebnisse zeigen, dass die Genetik die Fruchtbarkeit und umfassendere gesundheitliche Ergebnisse beeinflusst.
FSHB, das Gen für die Beta-Untereinheit des follikelstimulierenden Hormons, war mit 11 Fortpflanzungsergebnissen verbunden. Es hilft, den Zeitpunkt der Menstruation und der Menopause zu regulieren. Die Übersichtsarbeit brachte Fortpflanzungsgene außerdem mit seltenen genetischen Erkrankungen in Verbindung und zeigte damit ihre umfassenderen Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Gesundheit.
Genetische Zusammenhänge mit reproduktiver Gesundheit, Adipositas und Langlebigkeit
Da immer mehr Menschen die Elternschaft aufschieben, wird das Verständnis der Gene, die die reproduktive Gesundheit und das fruchtbare Zeitfenster prägen, zunehmend wichtiger. Die Übersichtsarbeit identifizierte Gene, die bei verschiedenen Fortpflanzungsmerkmalen gemeinsam auftreten, sowie Zusammenhänge mit Gesundheit, Body-Mass-Index (BMI), Adipositas, hormonempfindlichen Krebserkrankungen und Verhaltensmerkmalen.
ESR1, das Gen für den Östrogenrezeptor 1, steht sowohl mit Fortpflanzungsmerkmalen als auch mit dem Krebsrisiko in Zusammenhang. Eine frühere Pubertät oder eine spätere Menopause kann das Risiko für hormonempfindliche Krebserkrankungen wie Brustkrebs erhöhen, steht aber auch mit einer längeren Lebensdauer in Verbindung. FTO, das zuvor mit BMI, Adipositas und Typ-2-Diabetes in Verbindung gebracht wurde, steht ebenfalls mit mehreren Fortpflanzungsmerkmalen in Zusammenhang.
Genetik der männlichen Fruchtbarkeit
Obwohl sich frühere Arbeiten hauptsächlich auf Frauen konzentrierten, untersuchte diese Studie auch die männliche Fruchtbarkeit. DNAH2 scheint für Testosteronspiegel und Spermienfunktion wichtig zu sein.
Der Mitautor Vincent Straub, Doktorand am Leverhulme Centre for Demographic Science der University of Oxford und bei Oxford Population Health, erklärte, die männliche reproduktive Gesundheit sei essenziell, werde aber oft übersehen. Ihre genetische Erforschung könne neue Erkenntnisse und mögliche Behandlungsmöglichkeiten liefern.
Auswirkungen genetischer Veränderungen auf Nachkommen
Eltern sammeln mit zunehmendem Alter neue spontane Mutationen an, die an ihre Kinder weitergegeben werden können. Frühere Studien weisen darauf hin, dass solche Mutationen die Gesundheit und Entwicklung der Nachkommen erheblich beeinflussen können.
Fazit: Grundlage für ein personalisiertes Gesundheitsmanagement
Diese Übersichtsarbeit liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Gene die reproduktive Gesundheit, Fruchtbarkeit und Langlebigkeit prägen, und schafft eine Grundlage für eine personalisierte Gesundheitsversorgung. Die Ergebnisse könnten die reproduktionsmedizinische Versorgung und das Gesundheitsmanagement über Generationen hinweg unterstützen.
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