Nachrichten | Studie stellt keinen signifikanten Einfluss der assistierten Reproduktion auf die Herzgesundheit der Nachkommen fest
Eine große, von der University of Bristol geleitete Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei Blutdruck, Herzfrequenz, Blutfetten oder Blutzucker zwischen Kindern fest, die durch assistierte Reproduktion (ART) gezeugt wurden, und Kindern, die ohne Behandlung gezeugt wurden. Die Studie liefert wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu den seit Jahrzehnten bestehenden Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen von ART auf die Gesundheit der Nachkommen.
Hintergrund und wichtigste Ergebnisse
Seit der Geburt des ersten durch IVF gezeugten Babys bestehen Fragen zu möglichen Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit ART. Frühere Studien waren durch kleine Stichproben, kurze Nachbeobachtungszeiträume und ungeeignete Vergleichsgruppen eingeschränkt, was eindeutige Schlussfolgerungen erschwerte.
Anhand aktueller Daten aus dem European Heart Journal analysierten die Forschenden Gesundheitsdaten von 8,600 Teilnehmenden der Studie Children of the 90s in Bristol sowie kardiometabolische Gesundheitsdaten von 35,000 Nachkommen in Europa, Singapur und Australien. Erfasst wurden Blutdruck, Puls, Blutfette und Blutzucker von der Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter, etwa im Alter von 20.
Die Studie ergab keine eindeutigen Unterschiede bei Blutdruck, Herzfrequenz oder Blutzucker zwischen Kindern, die durch ART gezeugt wurden, und Kindern, die ohne Behandlung gezeugt wurden. Obwohl ART-gezeugte Kinder im Kindesalter leicht erhöhte Cholesterinwerte aufwiesen, blieb dieser Unterschied im Erwachsenenalter nicht bestehen. Außerdem deutete die Studie darauf hin, dass durch ART gezeugte Erwachsene möglicherweise einen leicht höheren Blutdruck haben, der Gesamtunterschied jedoch nicht signifikant war.
Experteneinschätzung und der Wert internationaler Zusammenarbeit
Dr. Ahmed Elhakeem, Epidemiologe an der Bristol Medical School und leitender Forscher, erklärte: „Dies ist bislang die größte Studie ihrer Art. Zusammen mit langfristigen Gesundheitsdaten, etwa aus der Studie Children of the 90s, geben die Ergebnisse Eltern, die durch ART ein Kind bekommen haben, und ihren Kindern wichtige Sicherheit.“
Professorin für Epidemiologie Deborah Lawlor ergänzte: „Wichtige Ergebnisse wie diese sind nur durch groß angelegte internationale Zusammenarbeit und longitudinale Gesundheitsforschung möglich. Wir sind besonders dankbar für die Unterstützung durch Organisationen wie den European Research Council, die British Heart Foundation und das National Institute for Health and Care Research.“
Auch Peter Thompson, Geschäftsführer der britischen Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), begrüßte die Ergebnisse: „Jedes Jahr nehmen etwa 60,000 Patientinnen und Patienten im Vereinigten Königreich eine Kinderwunschbehandlung in Anspruch, und diese Studie bietet klare Sicherheit. Sie zeigt, dass die Herzgesundheit von durch IVF und andere assistierte Reproduktionstechnologien geborenen Kindern mit der von Kindern vergleichbar ist, die ohne Behandlung gezeugt wurden.“
Zukünftige Forschung
Obwohl die Studie eine große Stichprobe umfasste und wichtige Erkenntnisse liefert, empfiehlt das Team eine längere Nachbeobachtung, um gesundheitliche Veränderungen im späteren Erwachsenenalter und im höheren Lebensalter zu untersuchen.
Nachrichten | Studie stellt keinen signifikanten Einfluss der assistierten Reproduktion auf die Herzgesundheit der Nachkommen fest
Nachrichten | Studie stellt keinen signifikanten Einfluss der assistierten Reproduktion auf die Herzgesundheit der Nachkommen fest
Eine große, von der University of Bristol geleitete Studie stellte keine signifikanten Unterschiede bei Blutdruck, Herzfrequenz, Blutfetten oder Blutzucker zwischen Kindern fest, die durch assistierte Reproduktion (ART) gezeugt wurden, und Kindern, die ohne Behandlung gezeugt wurden. Die Studie liefert wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu den seit Jahrzehnten bestehenden Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen von ART auf die Gesundheit der Nachkommen.
Hintergrund und wichtigste Ergebnisse
Seit der Geburt des ersten durch IVF gezeugten Babys bestehen Fragen zu möglichen Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit ART. Frühere Studien waren durch kleine Stichproben, kurze Nachbeobachtungszeiträume und ungeeignete Vergleichsgruppen eingeschränkt, was eindeutige Schlussfolgerungen erschwerte.
Anhand aktueller Daten aus dem European Heart Journal analysierten die Forschenden Gesundheitsdaten von 8,600 Teilnehmenden der Studie Children of the 90s in Bristol sowie kardiometabolische Gesundheitsdaten von 35,000 Nachkommen in Europa, Singapur und Australien. Erfasst wurden Blutdruck, Puls, Blutfette und Blutzucker von der Kindheit bis ins frühe Erwachsenenalter, etwa im Alter von 20.
Die Studie ergab keine eindeutigen Unterschiede bei Blutdruck, Herzfrequenz oder Blutzucker zwischen Kindern, die durch ART gezeugt wurden, und Kindern, die ohne Behandlung gezeugt wurden. Obwohl ART-gezeugte Kinder im Kindesalter leicht erhöhte Cholesterinwerte aufwiesen, blieb dieser Unterschied im Erwachsenenalter nicht bestehen. Außerdem deutete die Studie darauf hin, dass durch ART gezeugte Erwachsene möglicherweise einen leicht höheren Blutdruck haben, der Gesamtunterschied jedoch nicht signifikant war.
Experteneinschätzung und der Wert internationaler Zusammenarbeit
Dr. Ahmed Elhakeem, Epidemiologe an der Bristol Medical School und leitender Forscher, erklärte: „Dies ist bislang die größte Studie ihrer Art. Zusammen mit langfristigen Gesundheitsdaten, etwa aus der Studie Children of the 90s, geben die Ergebnisse Eltern, die durch ART ein Kind bekommen haben, und ihren Kindern wichtige Sicherheit.“
Professorin für Epidemiologie Deborah Lawlor ergänzte: „Wichtige Ergebnisse wie diese sind nur durch groß angelegte internationale Zusammenarbeit und longitudinale Gesundheitsforschung möglich. Wir sind besonders dankbar für die Unterstützung durch Organisationen wie den European Research Council, die British Heart Foundation und das National Institute for Health and Care Research.“
Auch Peter Thompson, Geschäftsführer der britischen Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), begrüßte die Ergebnisse: „Jedes Jahr nehmen etwa 60,000 Patientinnen und Patienten im Vereinigten Königreich eine Kinderwunschbehandlung in Anspruch, und diese Studie bietet klare Sicherheit. Sie zeigt, dass die Herzgesundheit von durch IVF und andere assistierte Reproduktionstechnologien geborenen Kindern mit der von Kindern vergleichbar ist, die ohne Behandlung gezeugt wurden.“
Zukünftige Forschung
Obwohl die Studie eine große Stichprobe umfasste und wichtige Erkenntnisse liefert, empfiehlt das Team eine längere Nachbeobachtung, um gesundheitliche Veränderungen im späteren Erwachsenenalter und im höheren Lebensalter zu untersuchen.
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