Nachrichten | Nutzung von Apps zur Fruchtbarkeitsbeobachtung steigt in den USA nach der Dobbs-Entscheidung stark an
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, Roe v. Wade aufzuheben, löste weitverbreitete Besorgnis über die Sicherheit reproduktiver Daten aus. Eine aktuelle Studie stellte jedoch fest, dass die Nutzung von Apps zur Fruchtbarkeitsbeobachtung in einigen Bundesstaaten nach der Dobbs-Entscheidung deutlich zunahm. Trotz Warnungen, dass diese Apps die Privatsphäre gefährden könnten, zeigen die Ergebnisse ihr Potenzial zur Unterstützung der Frauengesundheit, insbesondere des Fruchtbarkeitsbewusstseins.
Unter Leitung von Dr. Emily Neiman von der The Ohio State University befragte die Studie Frauen in Arizona, Iowa, New Jersey, Ohio und Wisconsin. Vor der Dobbs-Entscheidung im Jahr 2022 nutzte etwa ein Drittel Apps oder Websites, um Menstruationszyklen und sexuelle Aktivitäten zu erfassen. Im ersten Jahr danach stieg der Anteil der Frauen, die Technologien zur Fruchtbarkeitsbeobachtung nutzten, auf nahezu 50%.
Starker Anstieg bei Technologien zur Fruchtbarkeitsbeobachtung
Dr. Neiman zufolge nahm die Nutzung trotz der Datenschutzbedenken insgesamt zu. Sie sieht darin die zunehmende Verbreitung von Technologien für die Frauengesundheit, der sogenannten "Femtech". Anhaltende Bedenken hinsichtlich der Datenschutzrichtlinien bedeuten ihrer Ansicht nach, dass Nutzerinnen sorgfältig prüfen sollten, ob eine Technologie eine Schwangerschaft zuverlässig vorhersagen oder verhindern kann.
Nach Dobbs nutzten weniger Frauen diese Hilfsmittel, um ihre Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, während mehr Frauen sich zur Verhütung darauf verließen. Unter Abtreibungsbeschränkungen nutzen Frauen möglicherweise eher Technologien, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, als um schwanger zu werden.
Datenschutzrisiken und Zuverlässigkeit
Dr. Neiman wies darauf hin, dass die meisten kostenlosen Apps genaue Anzeichen wie Zervixschleim, Basaltemperatur, Position des Gebärmutterhalses oder Hormonspiegel nicht zuverlässig erfassen. Diese Faktoren sind für eine genaue Vorhersage des Eisprungs wichtig. Die Tools können Eisprung oder Menstruation schätzen, doch ungeschützter Geschlechtsverkehr auf Grundlage ungenauer Informationen birgt das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Nutzerinnen sollten diese Einschränkungen kennen und sich nicht übermäßig auf App-Prognosen verlassen.
Die Daten stammten hauptsächlich aus Befragungen der Ohio State University zur reproduktiven Gesundheit von Frauen im Alter von 18 bis 44 Jahren in fünf Bundesstaaten. Die Stichprobengrößen reichten vor Dobbs von 2,077 bis 2,521 und danach von 2,145 bis 2,448. Die App-Nutzung nahm in allen Bundesstaaten außer Wisconsin zu. Weniger Frauen nutzten die Apps, um ihre Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, und mehr zur Verhütung.
Künftige Forschung
Mit der weiteren Verbreitung von Tracking-Technologien sollten Nutzerinnen deren mögliche Einschränkungen kennen, und Ärzte sollten nach ihrer Nutzung fragen, sagte Dr. Neiman. Die meisten Nutzerinnen kostenloser Apps erfassen nur Menstruation, sexuelle Aktivität und Symptome. Solche Apps liefern ungefähre Eisprungprognosen; wer verhüten oder eine Schwangerschaft planen möchte, benötigt jedoch weiterhin genauere Daten.
Da die Genauigkeit der Daten begrenzt ist, sollten Frauen, die mithilfe von Apps eine Schwangerschaft vermeiden möchten, besonders vorsichtig sein. Medizinische Fachkräfte und Experten im öffentlichen Gesundheitswesen sollten mehr Aufklärung anbieten, damit diese Hilfsmittel zur Verhütung angemessen eingesetzt werden.
Fazit
Mit dem Fortschritt der Technologie und des Gesundheitsbewusstseins von Frauen bleibt die Fruchtbarkeitsbeobachtung ein wichtiges Instrument des Gesundheitsmanagements. Die Balance zwischen Komfort, Datenschutz und Genauigkeit wird für künftige Forschung und Anwendung zentral sein.
Nachrichten | Nutzung von Apps zur Fruchtbarkeitsbeobachtung steigt in den USA nach der Dobbs-Entscheidung stark an
Nachrichten | Nutzung von Apps zur Fruchtbarkeitsbeobachtung steigt in den USA nach der Dobbs-Entscheidung stark an
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, Roe v. Wade aufzuheben, löste weitverbreitete Besorgnis über die Sicherheit reproduktiver Daten aus. Eine aktuelle Studie stellte jedoch fest, dass die Nutzung von Apps zur Fruchtbarkeitsbeobachtung in einigen Bundesstaaten nach der Dobbs-Entscheidung deutlich zunahm. Trotz Warnungen, dass diese Apps die Privatsphäre gefährden könnten, zeigen die Ergebnisse ihr Potenzial zur Unterstützung der Frauengesundheit, insbesondere des Fruchtbarkeitsbewusstseins.
Unter Leitung von Dr. Emily Neiman von der The Ohio State University befragte die Studie Frauen in Arizona, Iowa, New Jersey, Ohio und Wisconsin. Vor der Dobbs-Entscheidung im Jahr 2022 nutzte etwa ein Drittel Apps oder Websites, um Menstruationszyklen und sexuelle Aktivitäten zu erfassen. Im ersten Jahr danach stieg der Anteil der Frauen, die Technologien zur Fruchtbarkeitsbeobachtung nutzten, auf nahezu 50%.
Starker Anstieg bei Technologien zur Fruchtbarkeitsbeobachtung
Dr. Neiman zufolge nahm die Nutzung trotz der Datenschutzbedenken insgesamt zu. Sie sieht darin die zunehmende Verbreitung von Technologien für die Frauengesundheit, der sogenannten "Femtech". Anhaltende Bedenken hinsichtlich der Datenschutzrichtlinien bedeuten ihrer Ansicht nach, dass Nutzerinnen sorgfältig prüfen sollten, ob eine Technologie eine Schwangerschaft zuverlässig vorhersagen oder verhindern kann.
Nach Dobbs nutzten weniger Frauen diese Hilfsmittel, um ihre Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, während mehr Frauen sich zur Verhütung darauf verließen. Unter Abtreibungsbeschränkungen nutzen Frauen möglicherweise eher Technologien, um eine Schwangerschaft zu vermeiden, als um schwanger zu werden.
Datenschutzrisiken und Zuverlässigkeit
Dr. Neiman wies darauf hin, dass die meisten kostenlosen Apps genaue Anzeichen wie Zervixschleim, Basaltemperatur, Position des Gebärmutterhalses oder Hormonspiegel nicht zuverlässig erfassen. Diese Faktoren sind für eine genaue Vorhersage des Eisprungs wichtig. Die Tools können Eisprung oder Menstruation schätzen, doch ungeschützter Geschlechtsverkehr auf Grundlage ungenauer Informationen birgt das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft. Nutzerinnen sollten diese Einschränkungen kennen und sich nicht übermäßig auf App-Prognosen verlassen.
Die Daten stammten hauptsächlich aus Befragungen der Ohio State University zur reproduktiven Gesundheit von Frauen im Alter von 18 bis 44 Jahren in fünf Bundesstaaten. Die Stichprobengrößen reichten vor Dobbs von 2,077 bis 2,521 und danach von 2,145 bis 2,448. Die App-Nutzung nahm in allen Bundesstaaten außer Wisconsin zu. Weniger Frauen nutzten die Apps, um ihre Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erhöhen, und mehr zur Verhütung.
Künftige Forschung
Mit der weiteren Verbreitung von Tracking-Technologien sollten Nutzerinnen deren mögliche Einschränkungen kennen, und Ärzte sollten nach ihrer Nutzung fragen, sagte Dr. Neiman. Die meisten Nutzerinnen kostenloser Apps erfassen nur Menstruation, sexuelle Aktivität und Symptome. Solche Apps liefern ungefähre Eisprungprognosen; wer verhüten oder eine Schwangerschaft planen möchte, benötigt jedoch weiterhin genauere Daten.
Da die Genauigkeit der Daten begrenzt ist, sollten Frauen, die mithilfe von Apps eine Schwangerschaft vermeiden möchten, besonders vorsichtig sein. Medizinische Fachkräfte und Experten im öffentlichen Gesundheitswesen sollten mehr Aufklärung anbieten, damit diese Hilfsmittel zur Verhütung angemessen eingesetzt werden.
Fazit
Mit dem Fortschritt der Technologie und des Gesundheitsbewusstseins von Frauen bleibt die Fruchtbarkeitsbeobachtung ein wichtiges Instrument des Gesundheitsmanagements. Die Balance zwischen Komfort, Datenschutz und Genauigkeit wird für künftige Forschung und Anwendung zentral sein.
Quelle:
Online zusammengestellt