Nachrichten | Immer mehr Amerikaner entscheiden sich gegen Kinder: Anteil kinderfreier Erwachsener verdoppelt sich in 20 Jahren



Nachrichten | Immer mehr Amerikaner entscheiden sich gegen Kinder: Anteil kinderfreier Erwachsener verdoppelt sich in 20 Jahren

Nachrichten | Immer mehr Amerikaner entscheiden sich gegen Kinder: Anteil kinderfreier Erwachsener verdoppelt sich in 20 Jahren


Die Einstellung zum Kinderhaben befindet sich in den Vereinigten Staaten in einem tiefgreifenden Wandel.


Aktuelle Daten des Pew Research Center zeigen, dass immer mehr Amerikaner ihre Entscheidung für oder gegen eine Elternschaft überdenken. Eine Langzeitstudie der Michigan State University ergab, dass sich der Anteil der kinderlosen Menschen ohne Kinderwunsch in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt hat – von 14% im Jahr 2002 auf 29% im Jahr 2023.


Gleichzeitig sank der Anteil der Kinderlosen, die Eltern werden möchten, deutlich von 79% auf 59%. Forschende sagen, dies sei keine vorübergehende Veränderung der gesellschaftlichen Stimmung, sondern ein langfristiger Trend über mehr als zwei Jahrzehnte.



Wer entscheidet sich gegen eine Elternschaft?

Die Studie wurde von den Psychologieprofessoren Jennifer Watling Neal und Zachary Neal von der Michigan State University geleitet und im Journal of Marriage and Family veröffentlicht. Sie analysierten sieben Erhebungswellen der U.S. National Survey of Family Growth mit 80,000 Erwachsenen aus den Jahren 2002 bis 2023.


Die Studie teilte Menschen ohne Kinder in drei Hauptgruppen ein:


Kinderfrei: Menschen, die klar sagen, dass sie keine Kinder möchten.


Kinderlos: Menschen, die Kinder möchten, aber keine bekommen können.


Noch keine Eltern: Menschen, die derzeit keine Kinder haben, aber später Kinder bekommen möchten.


Watling Neal sagte: „Frühere Studien mit diesen Daten konzentrierten sich meist ausschließlich auf die weibliche Fruchtbarkeit. Erstmals berücksichtigten wir die Wünsche von Männern und Frauen in Bezug auf biologische und nichtbiologische Kinder.“ Sie betonte, dass die Studie nicht nur untersucht, ob Menschen Kinder bekommen können, sondern auch, ob sie dies möchten.


Zachary Neal ergänzte: „Wir hatten bereits ein rasches Wachstum der kinderfreien erwachsenen Bevölkerung in Michigan beobachtet. Diese landesweiten Daten bestätigen weiter, dass es sich um einen weitverbreiteten gesellschaftlichen Trend in den gesamten Vereinigten Staaten handelt.“


Elternschaft wird weniger zentral, nicht einfach nur schwerer erreichbar

Oft wird angenommen, dass Menschen ohne Kinder zwar Kinder möchten, aber keine bekommen können. Die Studie ergab, dass diese kinderlose Gruppe nur einen sehr kleinen Anteil der Menschen ohne Kinder ausmacht und über die Zeit relativ stabil geblieben ist.


Das Wachstum wird vielmehr von Menschen getragen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden und klar sagen, dass sie keine Eltern werden möchten.


Watling Neal merkte an: „Diese Bevölkerungsgruppe wird im Gesundheitswesen, bei Finanzdienstleistungen und in sozialen Systemen häufig übersehen. Sie braucht eine langfristige Verhütung und Altersvorsorge, die nicht von Kindern abhängt, doch die bestehenden Angebote werden diesen Bedürfnissen oft nicht gerecht.“


Nächste Schritte: Globale Trends sowie wirtschaftliche und politische Faktoren

Das Forschungsteam plant, seine Arbeit weltweit auszuweiten. Dabei sollen die Zusammensetzung der kinderlosen Bevölkerung und die Veränderungen in verschiedenen Ländern untersucht werden, insbesondere der Einfluss von wirtschaftlichem Druck, Sozialpolitik und kulturellen Werten auf die Fortpflanzungsabsichten.


Quelle des Beitrags:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-04-25
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