Nachrichten | Studie zeigt deutlichen Anstieg der Spermienbeweglichkeit nach Stress
Eine von Forschenden am University of Colorado Anschutz Medical Campus geleitete Studie ergab, dass stressbedingte Veränderungen der Spermienbeweglichkeit nach einem belastenden Ereignis auftreten und nicht währenddessen. Die Erkenntnis könnte das Verständnis dafür verbessern, wie Stress die Fortpflanzung und die fetale Entwicklung beeinflusst. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.
Die Samenqualität ist in den vergangenen 50 Jahren deutlich zurückgegangen, ein Trend, der mit Umweltstressoren in Verbindung gebracht wird. Diese Studie zeigt erstmals, wie Stress die Fähigkeit von Spermien beeinflusst, den weiblichen Fortpflanzungstrakt zu durchqueren. Die Forschenden stellten fest, dass sich nach Stress die von den männlichen Fortpflanzungsorganen freigesetzten extrazellulären Vesikel (EVs) veränderten. Diese EVs spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Reifung der Spermien.
Dr. Tracy Bale vom University of Colorado Anschutz Medical Campus sagte: "Unsere Studie zeigt, dass die Spermienbeweglichkeit im Laufe der Zeit nach wahrgenommenem Stress deutlich zunimmt. Das stimmt mit früheren Untersuchungen zu Veränderungen der menschlichen Spermien-Mikro-RNA überein. Der Zeitpunkt dieser verbesserten Spermienfunktion nach Stress könnte einen evolutionären Vorteil für die Geburtenrate bieten, insbesondere in schwierigen Zeiten wie der COVID-Pandemie."
Die Ergebnisse wurden sowohl bei Männern als auch in Tiermodellen beobachtet. Stressbedingte EVs erhöhten die Spermienbeweglichkeit und die mitochondriale Atmung, die die für biochemische Reaktionen in den Zellen benötigte chemische Energie bereitstellt.
Die Erstautorin Dr. Nickole Moon sagte: "Stellen Sie sich ein Auto vor, das sich bergauf abmüht. Wenn der Motor stark belastet wird, sinkt die Effizienz, aber mehr Kraftstoff kann die Gesamtleistung verbessern. Ebenso können stressbedingte Faktoren die Energieproduktion und Bewegung der Zellen verbessern."
Die Ergebnisse legen nahe, dass die erhöhte Spermienbeweglichkeit nach Stress ein über verschiedene Arten hinweg gemeinsamer Reaktionsmechanismus sein könnte und neue Erkenntnisse zu umfassenderen Fragen der reproduktiven Gesundheit liefert. Obwohl sich die Studie hauptsächlich auf Männer konzentrierte, betonten die Forschenden, wie wichtig es ist, die Auswirkungen von Stress auf beide Partner zu untersuchen.
Das Team wird weiter untersuchen, wie Stressinformationen über EVs übertragen werden und wie sie die Gehirnentwicklung beeinflussen. Außerdem ist eine Studie zum Zusammenhang zwischen Spermien und EVs in der Samenflüssigkeit geplant.
Nachrichten | Studie zeigt deutlichen Anstieg der Spermienbeweglichkeit nach Stress
Nachrichten | Studie zeigt deutlichen Anstieg der Spermienbeweglichkeit nach Stress
Eine von Forschenden am University of Colorado Anschutz Medical Campus geleitete Studie ergab, dass stressbedingte Veränderungen der Spermienbeweglichkeit nach einem belastenden Ereignis auftreten und nicht währenddessen. Die Erkenntnis könnte das Verständnis dafür verbessern, wie Stress die Fortpflanzung und die fetale Entwicklung beeinflusst. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.
Die Samenqualität ist in den vergangenen 50 Jahren deutlich zurückgegangen, ein Trend, der mit Umweltstressoren in Verbindung gebracht wird. Diese Studie zeigt erstmals, wie Stress die Fähigkeit von Spermien beeinflusst, den weiblichen Fortpflanzungstrakt zu durchqueren. Die Forschenden stellten fest, dass sich nach Stress die von den männlichen Fortpflanzungsorganen freigesetzten extrazellulären Vesikel (EVs) veränderten. Diese EVs spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Reifung der Spermien.
Dr. Tracy Bale vom University of Colorado Anschutz Medical Campus sagte: "Unsere Studie zeigt, dass die Spermienbeweglichkeit im Laufe der Zeit nach wahrgenommenem Stress deutlich zunimmt. Das stimmt mit früheren Untersuchungen zu Veränderungen der menschlichen Spermien-Mikro-RNA überein. Der Zeitpunkt dieser verbesserten Spermienfunktion nach Stress könnte einen evolutionären Vorteil für die Geburtenrate bieten, insbesondere in schwierigen Zeiten wie der COVID-Pandemie."
Die Ergebnisse wurden sowohl bei Männern als auch in Tiermodellen beobachtet. Stressbedingte EVs erhöhten die Spermienbeweglichkeit und die mitochondriale Atmung, die die für biochemische Reaktionen in den Zellen benötigte chemische Energie bereitstellt.
Die Erstautorin Dr. Nickole Moon sagte: "Stellen Sie sich ein Auto vor, das sich bergauf abmüht. Wenn der Motor stark belastet wird, sinkt die Effizienz, aber mehr Kraftstoff kann die Gesamtleistung verbessern. Ebenso können stressbedingte Faktoren die Energieproduktion und Bewegung der Zellen verbessern."
Die Ergebnisse legen nahe, dass die erhöhte Spermienbeweglichkeit nach Stress ein über verschiedene Arten hinweg gemeinsamer Reaktionsmechanismus sein könnte und neue Erkenntnisse zu umfassenderen Fragen der reproduktiven Gesundheit liefert. Obwohl sich die Studie hauptsächlich auf Männer konzentrierte, betonten die Forschenden, wie wichtig es ist, die Auswirkungen von Stress auf beide Partner zu untersuchen.
Das Team wird weiter untersuchen, wie Stressinformationen über EVs übertragen werden und wie sie die Gehirnentwicklung beeinflussen. Außerdem ist eine Studie zum Zusammenhang zwischen Spermien und EVs in der Samenflüssigkeit geplant.
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