Ratgeber | Parasitäre Zwillinge: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Medizinische Fachleute haben das seltene Phänomen parasitärer Zwillinge untersucht. Bei moderner medizinischer Versorgung haben die meisten betroffenen Säuglinge nach einer Operation gute Aussichten. Diese äußerst seltene Form der siamesischen Zwillingsbildung erfordert im Allgemeinen in den ersten Tagen nach der Geburt eine Operation, um Komplikationen zu verhindern.
Was sind parasitäre Zwillinge?
Ein parasitärer Zwilling ist eine seltene fetale Fehlbildung, bei der ein unvollständig entwickelter Zwilling mit einem normal entwickelten Säugling verbunden ist. Anders als bei siamesischen Zwillingen, bei denen sich beide Säuglinge entwickeln, ist der unvollständige Fetus beziehungsweise parasitäre Zwilling innerhalb oder außerhalb des entwickelten Wirtszwillings befestigt. Er kann am Kopf, Brustkorb, Bauch oder Rücken ansetzen und nicht selbstständig funktionieren.
Die Häufigkeit wird auf weniger als 1 pro Million Geburten geschätzt. Medizinische Fortschritte haben die Überlebenschancen des Wirtszwillings deutlich verbessert. Der parasitäre Zwilling wird im Allgemeinen nach der Geburt entfernt.
Ursachen
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es gibt zwei Haupttheorien:
Fissionstheorie: Ein früher Embryo beginnt, sich in eineiige Zwillinge zu teilen, doch die Teilung bleibt unvollständig und ein Teil entwickelt sich nicht weiter.
Fusionstheorie: Der Embryo teilt sich erfolgreich, doch die beiden Teile verbinden sich später erneut und verschmelzen.
Auch eine abnorme Expression von Proteinen wie Sonic Hedgehog (SHH) könnte beteiligt sein.
Diagnose und Behandlung
Symptome können keine parasitären Zwillinge vorhersagen; die Diagnose stützt sich auf Ultraschall, Magnetresonanztomografie (MRT) oder andere bildgebende Verfahren. Manche Fälle werden erst nach der Entbindung diagnostiziert.
Die einzige wirksame Behandlung ist die operative Entfernung. Ohne rechtzeitige Behandlung können schwere Komplikationen auftreten. Chirurgen versuchen, sämtliches Gewebe, alle Knochen und Organe des parasitären Zwillings zu entfernen. In schweren Fällen kann eine Rekonstruktion erforderlich sein.
Mögliche Komplikationen
Die meisten Operationen verursachen keine schweren Komplikationen, doch zu den Risiken zählen Infektionen, Hernien und ein abnormaler Blutfluss. Eine engmaschige postoperative Überwachung kann erforderlich sein.
Obwohl parasitäre Zwillinge selten sind, schützt eine moderne Behandlung im Allgemeinen die Gesundheit des Wirtskindes. Schwangere Frauen mit Fragen sollten einen Arzt konsultieren.
Ratgeber | Parasitäre Zwillinge: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Ratgeber | Parasitäre Zwillinge: Ursachen, Diagnose und Behandlung
Medizinische Fachleute haben das seltene Phänomen parasitärer Zwillinge untersucht. Bei moderner medizinischer Versorgung haben die meisten betroffenen Säuglinge nach einer Operation gute Aussichten. Diese äußerst seltene Form der siamesischen Zwillingsbildung erfordert im Allgemeinen in den ersten Tagen nach der Geburt eine Operation, um Komplikationen zu verhindern.
Was sind parasitäre Zwillinge?
Ein parasitärer Zwilling ist eine seltene fetale Fehlbildung, bei der ein unvollständig entwickelter Zwilling mit einem normal entwickelten Säugling verbunden ist. Anders als bei siamesischen Zwillingen, bei denen sich beide Säuglinge entwickeln, ist der unvollständige Fetus beziehungsweise parasitäre Zwilling innerhalb oder außerhalb des entwickelten Wirtszwillings befestigt. Er kann am Kopf, Brustkorb, Bauch oder Rücken ansetzen und nicht selbstständig funktionieren.
Die Häufigkeit wird auf weniger als 1 pro Million Geburten geschätzt. Medizinische Fortschritte haben die Überlebenschancen des Wirtszwillings deutlich verbessert. Der parasitäre Zwilling wird im Allgemeinen nach der Geburt entfernt.
Ursachen
Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt. Es gibt zwei Haupttheorien:
Fissionstheorie: Ein früher Embryo beginnt, sich in eineiige Zwillinge zu teilen, doch die Teilung bleibt unvollständig und ein Teil entwickelt sich nicht weiter.
Fusionstheorie: Der Embryo teilt sich erfolgreich, doch die beiden Teile verbinden sich später erneut und verschmelzen.
Auch eine abnorme Expression von Proteinen wie Sonic Hedgehog (SHH) könnte beteiligt sein.
Diagnose und Behandlung
Symptome können keine parasitären Zwillinge vorhersagen; die Diagnose stützt sich auf Ultraschall, Magnetresonanztomografie (MRT) oder andere bildgebende Verfahren. Manche Fälle werden erst nach der Entbindung diagnostiziert.
Die einzige wirksame Behandlung ist die operative Entfernung. Ohne rechtzeitige Behandlung können schwere Komplikationen auftreten. Chirurgen versuchen, sämtliches Gewebe, alle Knochen und Organe des parasitären Zwillings zu entfernen. In schweren Fällen kann eine Rekonstruktion erforderlich sein.
Mögliche Komplikationen
Die meisten Operationen verursachen keine schweren Komplikationen, doch zu den Risiken zählen Infektionen, Hernien und ein abnormaler Blutfluss. Eine engmaschige postoperative Überwachung kann erforderlich sein.
Obwohl parasitäre Zwillinge selten sind, schützt eine moderne Behandlung im Allgemeinen die Gesundheit des Wirtskindes. Schwangere Frauen mit Fragen sollten einen Arzt konsultieren.
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