Nachrichten | Wie beeinflussen Schwangerschaftskomplikationen die Wahrscheinlichkeit von Frauen, ein weiteres Kind zu bekommen? Studie zeigt wichtigen Zusammenhang
Nachrichten | Wie beeinflussen Schwangerschaftskomplikationen die Wahrscheinlichkeit von Frauen, ein weiteres Kind zu bekommen? Studie zeigt wichtigen Zusammenhang
Am 25. 2024. veröffentlichte eine Studie von Forschenden des Karolinska Institutet in JAMA, dass Frauen mit schweren Komplikationen während ihrer ersten Schwangerschaft oder Geburt häufig seltener ein weiteres Kind bekamen. Die Ergebnisse haben zu einer stärkeren Beachtung der Überwachung in der Schwangerschafts- und Nachsorge geführt, insbesondere da die Geburtenrate in Schweden in den vergangenen Jahren weiter gesunken ist.
Studie zeigt Zusammenhang zwischen schweren Komplikationen und späteren Geburten
Anhand von Daten von mehr als 1 Millionen Frauen, die zwischen 1999 und 2021 in Schweden ihr erstes Kind gebaren, untersuchte die Studie den Zusammenhang zwischen schwerer mütterlicher Morbidität während der ersten Schwangerschaft und der Wahrscheinlichkeit einer späteren Geburt. Frauen mit schweren Komplikationen bekamen deutlich seltener ein weiteres Kind.
Die Erstautorin Eleni Tsamantioti, Doktorandin am Department of Medicine, Solna, des Karolinska Institutet, erklärte, dass eine klinische Nachsorge für diese Frauen unerlässlich sei und sie eine individuell angepasste Schwangerschaftsberatung benötigten, um mögliche körperliche und psychische Folgen zu berücksichtigen.
Welche Komplikationen hatten den größten Einfluss?
Insgesamt erlitten 3.5% der Erstgebärenden in der Studie schwere Komplikationen; ihre Wahrscheinlichkeit, ein weiteres Kind zu bekommen, war um 12% geringer. Die stärksten Auswirkungen standen im Zusammenhang mit:
Herzkomplikationen, einer Uterusruptur oder schweren psychischen Erkrankungen: eine um 50% geringere Wahrscheinlichkeit für eine weitere Geburt.
Beatmung oder zerebrovaskulären Ereignissen wie Schlaganfall oder intrakranieller Blutung: eine um 40% geringere Wahrscheinlichkeit.
Auch akutes Nierenversagen, schwere Präeklampsie und Blutgerinnungsstörungen verringerten die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Schwangerschaft deutlich.
Durch den Vergleich der Frauen mit ihren Schwestern berücksichtigte das Team zudem die Auswirkungen familiärer genetischer Faktoren.
Psychologische und soziale Faktoren könnten entscheidend sein
Die Letztautorin Neda Razaz, außerordentliche Professorin am Karolinska Institutet, erklärte, dass diese gesundheitlichen Ereignisse langfristige Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit der Frauen haben könnten. Die geringere Wahrscheinlichkeit einer weiteren Geburt könnte durch mehrere Faktoren erklärt werden, darunter ein geringerer Wunsch nach weiteren Kindern, psychische Traumata, durch Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen verursachte Unfruchtbarkeit oder unzureichende gesundheitliche Beratung.
Tsamantioti ergänzte: „Daher ist es besonders wichtig, dass Fachkräfte der Schwangerenvorsorge Frauen nach schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen angemessene Unterstützung und Überwachung anbieten.“
Bedeutung und Ausblick
Das Team betonte, dass die Ergebnisse neue Erkenntnisse zur Gesundheit von Müttern liefern und konkrete Möglichkeiten zur Verbesserung der Schwangerschaftsvorsorge aufzeigen. Eine individuell angepasste Gesundheitsbetreuung, Schwangerschaftsberatung und psychologische Unterstützung könnten die Wahrscheinlichkeit späterer Geburten bei diesen Frauen erhöhen.
Die Studie wurde von der Swedish Heart-Lung Foundation, der Region Stockholm, dem ALF-Projekt und dem Swedish Research Council finanziert.
Nachrichten | Wie beeinflussen Schwangerschaftskomplikationen die Wahrscheinlichkeit von Frauen, ein weiteres Kind zu bekommen? Studie zeigt wichtigen Zusammenhang
Nachrichten | Wie beeinflussen Schwangerschaftskomplikationen die Wahrscheinlichkeit von Frauen, ein weiteres Kind zu bekommen? Studie zeigt wichtigen Zusammenhang
Am 25. 2024. veröffentlichte eine Studie von Forschenden des Karolinska Institutet in JAMA, dass Frauen mit schweren Komplikationen während ihrer ersten Schwangerschaft oder Geburt häufig seltener ein weiteres Kind bekamen. Die Ergebnisse haben zu einer stärkeren Beachtung der Überwachung in der Schwangerschafts- und Nachsorge geführt, insbesondere da die Geburtenrate in Schweden in den vergangenen Jahren weiter gesunken ist.
Studie zeigt Zusammenhang zwischen schweren Komplikationen und späteren Geburten
Anhand von Daten von mehr als 1 Millionen Frauen, die zwischen 1999 und 2021 in Schweden ihr erstes Kind gebaren, untersuchte die Studie den Zusammenhang zwischen schwerer mütterlicher Morbidität während der ersten Schwangerschaft und der Wahrscheinlichkeit einer späteren Geburt. Frauen mit schweren Komplikationen bekamen deutlich seltener ein weiteres Kind.
Die Erstautorin Eleni Tsamantioti, Doktorandin am Department of Medicine, Solna, des Karolinska Institutet, erklärte, dass eine klinische Nachsorge für diese Frauen unerlässlich sei und sie eine individuell angepasste Schwangerschaftsberatung benötigten, um mögliche körperliche und psychische Folgen zu berücksichtigen.
Welche Komplikationen hatten den größten Einfluss?
Insgesamt erlitten 3.5% der Erstgebärenden in der Studie schwere Komplikationen; ihre Wahrscheinlichkeit, ein weiteres Kind zu bekommen, war um 12% geringer. Die stärksten Auswirkungen standen im Zusammenhang mit:
Herzkomplikationen, einer Uterusruptur oder schweren psychischen Erkrankungen: eine um 50% geringere Wahrscheinlichkeit für eine weitere Geburt.
Beatmung oder zerebrovaskulären Ereignissen wie Schlaganfall oder intrakranieller Blutung: eine um 40% geringere Wahrscheinlichkeit.
Auch akutes Nierenversagen, schwere Präeklampsie und Blutgerinnungsstörungen verringerten die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Schwangerschaft deutlich.
Durch den Vergleich der Frauen mit ihren Schwestern berücksichtigte das Team zudem die Auswirkungen familiärer genetischer Faktoren.
Psychologische und soziale Faktoren könnten entscheidend sein
Die Letztautorin Neda Razaz, außerordentliche Professorin am Karolinska Institutet, erklärte, dass diese gesundheitlichen Ereignisse langfristige Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit der Frauen haben könnten. Die geringere Wahrscheinlichkeit einer weiteren Geburt könnte durch mehrere Faktoren erklärt werden, darunter ein geringerer Wunsch nach weiteren Kindern, psychische Traumata, durch Medikamente zur Behandlung psychischer Erkrankungen verursachte Unfruchtbarkeit oder unzureichende gesundheitliche Beratung.
Tsamantioti ergänzte: „Daher ist es besonders wichtig, dass Fachkräfte der Schwangerenvorsorge Frauen nach schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen angemessene Unterstützung und Überwachung anbieten.“
Bedeutung und Ausblick
Das Team betonte, dass die Ergebnisse neue Erkenntnisse zur Gesundheit von Müttern liefern und konkrete Möglichkeiten zur Verbesserung der Schwangerschaftsvorsorge aufzeigen. Eine individuell angepasste Gesundheitsbetreuung, Schwangerschaftsberatung und psychologische Unterstützung könnten die Wahrscheinlichkeit späterer Geburten bei diesen Frauen erhöhen.
Die Studie wurde von der Swedish Heart-Lung Foundation, der Region Stockholm, dem ALF-Projekt und dem Swedish Research Council finanziert.
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