Wissen | Studie zeigt Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen in der Schwangerschaft und dem Risiko einer Frühgeburt
Eine in The Lancet Psychiatry veröffentlichte Studie stellte einen signifikanten Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen bei Frauen und Frühgeburten fest. Frauen mit psychischen Erkrankungen hatten ein bis zu 50% höheres Risiko für eine Frühgeburt als Frauen ohne solche Erkrankungen.
Psychische Erkrankungen erhöhen das Frühgeburtsrisiko
Auf Grundlage einer Analyse von 2 Millionen Schwangerschaften in England ergab die Studie, dass etwa 10% der Frauen, die psychologische oder psychiatrische Hilfe erhalten hatten, eine Frühgeburt erlebten, verglichen mit 15% der Frauen ohne entsprechende Versorgung.
Die Studie stellte außerdem einen engen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad psychischer Erkrankungen und ungünstigen Geburtsergebnissen fest. Frauen, die beispielsweise in eine psychiatrische Klinik aufgenommen worden waren, hatten fast doppelt so häufig eine Frühgeburt wie Frauen, die nie psychische Gesundheitsangebote in Anspruch genommen hatten.
Psychische Vorerkrankungen und andere ungünstige Geburtsergebnisse
Frauen mit psychischen Vorerkrankungen hatten außerdem häufiger Babys mit einem für das Schwangerschaftsalter zu niedrigen Geburtsgewicht. Bei Frauen mit einer solchen Vorgeschichte gab es etwa 75 Fälle mit niedrigem Geburtsgewicht pro 1,000 Geburten, verglichen mit 56 pro 1,000 bei Frauen ohne psychische Erkrankungen.
Frühe Intervention ist entscheidend
Die Erstautorin Dr. Louise Howard, Professorin für psychische Gesundheit von Frauen am King’s College London, sagte gegenüber The Guardian, dass Schwangere so früh wie möglich psychisch untersucht werden sollten. Dies könnte dazu beitragen, Müttersterblichkeit, Totgeburten, Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht zu reduzieren.
Howard sagte: „Geburtshilfliche Fachkräfte konzentrieren sich gewöhnlich auf veränderbare Risikofaktoren wie Rauchen und Adipositas, erkennen aber möglicherweise nicht, dass psychische Erkrankungen ebenfalls das Risiko ungünstiger Ergebnisse wie einer Frühgeburt erhöhen können.“
Sie ergänzte: „Die psychische Erkrankung selbst steht wahrscheinlich mit diesen Ergebnissen in Zusammenhang, weil sie Stresssysteme beeinflusst und zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Psychische Erkrankungen sind außerdem oft mit anderen Risikofaktoren verbunden. Eine Frau mit einer psychischen Erkrankung raucht aufgrund von Stress möglicherweise eher oder entwickelt einen problematischen Substanzkonsum. Soziale Belastungen wie häusliche Gewalt, Missbrauch in der Kindheit und Armut können diese Risiken ebenfalls erhöhen.“
Fazit: Eine umfassende Untersuchung ist während der Schwangerschaft unerlässlich
Dr. Howard betonte, dass die psychische Gesundheit Teil der routinemäßigen Schwangerschaftsvorsorge sein sollte, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und anzugehen und die Gesundheit schwangerer Frauen und ihrer Föten zu schützen.
Wissen | Studie zeigt Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen in der Schwangerschaft und dem Risiko einer Frühgeburt
Wissen | Studie zeigt Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen in der Schwangerschaft und dem Risiko einer Frühgeburt
Eine in The Lancet Psychiatry veröffentlichte Studie stellte einen signifikanten Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen bei Frauen und Frühgeburten fest. Frauen mit psychischen Erkrankungen hatten ein bis zu 50% höheres Risiko für eine Frühgeburt als Frauen ohne solche Erkrankungen.
Psychische Erkrankungen erhöhen das Frühgeburtsrisiko
Auf Grundlage einer Analyse von 2 Millionen Schwangerschaften in England ergab die Studie, dass etwa 10% der Frauen, die psychologische oder psychiatrische Hilfe erhalten hatten, eine Frühgeburt erlebten, verglichen mit 15% der Frauen ohne entsprechende Versorgung.
Die Studie stellte außerdem einen engen Zusammenhang zwischen dem Schweregrad psychischer Erkrankungen und ungünstigen Geburtsergebnissen fest. Frauen, die beispielsweise in eine psychiatrische Klinik aufgenommen worden waren, hatten fast doppelt so häufig eine Frühgeburt wie Frauen, die nie psychische Gesundheitsangebote in Anspruch genommen hatten.
Psychische Vorerkrankungen und andere ungünstige Geburtsergebnisse
Frauen mit psychischen Vorerkrankungen hatten außerdem häufiger Babys mit einem für das Schwangerschaftsalter zu niedrigen Geburtsgewicht. Bei Frauen mit einer solchen Vorgeschichte gab es etwa 75 Fälle mit niedrigem Geburtsgewicht pro 1,000 Geburten, verglichen mit 56 pro 1,000 bei Frauen ohne psychische Erkrankungen.
Frühe Intervention ist entscheidend
Die Erstautorin Dr. Louise Howard, Professorin für psychische Gesundheit von Frauen am King’s College London, sagte gegenüber The Guardian, dass Schwangere so früh wie möglich psychisch untersucht werden sollten. Dies könnte dazu beitragen, Müttersterblichkeit, Totgeburten, Frühgeburten und niedriges Geburtsgewicht zu reduzieren.
Howard sagte: „Geburtshilfliche Fachkräfte konzentrieren sich gewöhnlich auf veränderbare Risikofaktoren wie Rauchen und Adipositas, erkennen aber möglicherweise nicht, dass psychische Erkrankungen ebenfalls das Risiko ungünstiger Ergebnisse wie einer Frühgeburt erhöhen können.“
Sie ergänzte: „Die psychische Erkrankung selbst steht wahrscheinlich mit diesen Ergebnissen in Zusammenhang, weil sie Stresssysteme beeinflusst und zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Psychische Erkrankungen sind außerdem oft mit anderen Risikofaktoren verbunden. Eine Frau mit einer psychischen Erkrankung raucht aufgrund von Stress möglicherweise eher oder entwickelt einen problematischen Substanzkonsum. Soziale Belastungen wie häusliche Gewalt, Missbrauch in der Kindheit und Armut können diese Risiken ebenfalls erhöhen.“
Fazit: Eine umfassende Untersuchung ist während der Schwangerschaft unerlässlich
Dr. Howard betonte, dass die psychische Gesundheit Teil der routinemäßigen Schwangerschaftsvorsorge sein sollte, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen und anzugehen und die Gesundheit schwangerer Frauen und ihrer Föten zu schützen.
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