Wissen | Umgang mit Ejakulationsstörungen bei Männern
Ejakulationsprobleme sind häufige sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und lassen sich in drei Haupttypen einteilen: vorzeitige Ejakulation, verzögerte Ejakulation und retrograde Ejakulation. Jede Form hat eigene Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
1. Ejakulationsprobleme
Vorzeitige Ejakulation
Die vorzeitige Ejakulation ist eine der häufigsten sexuellen Funktionsstörungen bei Männern. Anhand von Daten aus der National Health and Social Life Survey schätzte der Soziologe Dr. Edward Laumann, dass ein Drittel der Männer in den USA angibt, zu schnell zu ejakulieren. Der Sexualtherapeut Dr. Ian Kerner empfiehlt, die Partnerin oder den Partner vor dem Geschlechtsverkehr nahe zum Orgasmus zu bringen, damit beide zufrieden sein können, selbst wenn es zu einer vorzeitigen Ejakulation kommt.
Verzögerte Ejakulation
Eine verzögerte Ejakulation betrifft weniger Männer, etwa 3%. Bestimmte Medikamente, darunter Antidepressiva, können sie verursachen. Auch eine mit zunehmendem Alter verringerte Empfindlichkeit der Nervenenden im Penis kann dazu beitragen. Manche Männer gewöhnen sich durch eine bestimmte Masturbationstechnik an intensive Stimulation, was zu einer verzögerten Ejakulation führen kann.
Retrograde Ejakulation
Die retrograde Ejakulation ist das seltenste Ejakulationsproblem und wird häufig durch Diabetes, Nervenschäden, bestimmte Medikamente oder Operationen verursacht. Obwohl sie das Orgasmusgefühl nicht beeinträchtigt, kann sie die Fruchtbarkeit vermindern und eine Behandlung erforderlich machen, um eine Schwangerschaft der Partnerin zu ermöglichen.
2. Umgang
Selbstregulierung
Der Sexualtherapeut Dr. Michael Perelman schlägt vor, die Masturbationstechnik zu ändern, um eine verzögerte Ejakulation zu behandeln. Durch die Nachahmung sexueller Erfahrungen mit einer Partnerin oder einem Partner können Männer ihre Erregung während der Masturbation regulieren und den Orgasmus hinauszögern.
Behandlung der vorzeitigen Ejakulation
Zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden gehören Ablenkung oder eine Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs, um den Orgasmus hinauszuzögern. Auch die von den Sexualforschern William Masters und Virginia Johnson entwickelte „Squeeze-Pause“-Technik wird häufig angewendet. Dabei wird kurz vor dem Orgasmus die Eichel zusammengedrückt, um die Erregung zu verringern.
Medikamente
Bei Männern, bei denen eine Verhaltenstherapie keine Besserung bringt, können selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation eingesetzt werden. Studien zeigen, dass SSRI die Zeit bis zur Ejakulation deutlich verlängern können. Manche Männer verwenden außerdem betäubende Cremes oder zwei Kondome, um die Stimulation zu verringern und den Orgasmus hinauszuzögern.
3. Fazit
Sowohl bei vorzeitiger als auch bei verzögerter Ejakulation stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist, Hilfe zu suchen und mit einer Ärztin oder einem Arzt sowie der Partnerin oder dem Partner zu sprechen. Eine offene Kommunikation und eine geeignete Behandlung können Männern helfen, Ejakulationsprobleme zu bewältigen und ihre sexuelle Lebensqualität zu verbessern.
Wissenswertes | Ejakulationsstörungen bei Männern behandeln
Wissen | Umgang mit Ejakulationsstörungen bei Männern
Ejakulationsprobleme sind häufige sexuelle Funktionsstörungen bei Männern und lassen sich in drei Haupttypen einteilen: vorzeitige Ejakulation, verzögerte Ejakulation und retrograde Ejakulation. Jede Form hat eigene Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
1. Ejakulationsprobleme
Vorzeitige Ejakulation
Die vorzeitige Ejakulation ist eine der häufigsten sexuellen Funktionsstörungen bei Männern. Anhand von Daten aus der National Health and Social Life Survey schätzte der Soziologe Dr. Edward Laumann, dass ein Drittel der Männer in den USA angibt, zu schnell zu ejakulieren. Der Sexualtherapeut Dr. Ian Kerner empfiehlt, die Partnerin oder den Partner vor dem Geschlechtsverkehr nahe zum Orgasmus zu bringen, damit beide zufrieden sein können, selbst wenn es zu einer vorzeitigen Ejakulation kommt.
Verzögerte Ejakulation
Eine verzögerte Ejakulation betrifft weniger Männer, etwa 3%. Bestimmte Medikamente, darunter Antidepressiva, können sie verursachen. Auch eine mit zunehmendem Alter verringerte Empfindlichkeit der Nervenenden im Penis kann dazu beitragen. Manche Männer gewöhnen sich durch eine bestimmte Masturbationstechnik an intensive Stimulation, was zu einer verzögerten Ejakulation führen kann.
Retrograde Ejakulation
Die retrograde Ejakulation ist das seltenste Ejakulationsproblem und wird häufig durch Diabetes, Nervenschäden, bestimmte Medikamente oder Operationen verursacht. Obwohl sie das Orgasmusgefühl nicht beeinträchtigt, kann sie die Fruchtbarkeit vermindern und eine Behandlung erforderlich machen, um eine Schwangerschaft der Partnerin zu ermöglichen.
2. Umgang
Selbstregulierung
Der Sexualtherapeut Dr. Michael Perelman schlägt vor, die Masturbationstechnik zu ändern, um eine verzögerte Ejakulation zu behandeln. Durch die Nachahmung sexueller Erfahrungen mit einer Partnerin oder einem Partner können Männer ihre Erregung während der Masturbation regulieren und den Orgasmus hinauszögern.
Behandlung der vorzeitigen Ejakulation
Zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden gehören Ablenkung oder eine Unterbrechung des Geschlechtsverkehrs, um den Orgasmus hinauszuzögern. Auch die von den Sexualforschern William Masters und Virginia Johnson entwickelte „Squeeze-Pause“-Technik wird häufig angewendet. Dabei wird kurz vor dem Orgasmus die Eichel zusammengedrückt, um die Erregung zu verringern.
Medikamente
Bei Männern, bei denen eine Verhaltenstherapie keine Besserung bringt, können selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation eingesetzt werden. Studien zeigen, dass SSRI die Zeit bis zur Ejakulation deutlich verlängern können. Manche Männer verwenden außerdem betäubende Cremes oder zwei Kondome, um die Stimulation zu verringern und den Orgasmus hinauszuzögern.
3. Fazit
Sowohl bei vorzeitiger als auch bei verzögerter Ejakulation stehen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Entscheidend ist, Hilfe zu suchen und mit einer Ärztin oder einem Arzt sowie der Partnerin oder dem Partner zu sprechen. Eine offene Kommunikation und eine geeignete Behandlung können Männern helfen, Ejakulationsprobleme zu bewältigen und ihre sexuelle Lebensqualität zu verbessern.
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