Wissen | Totgeburt: Ursachen, Symptome und Prävention
Definition, mögliche Ursachen und Behandlung
Eine Totgeburt ist der Tod und die Entbindung eines Fetus nach 20 Schwangerschaftswochen. Ein Verlust vor 20 Schwangerschaftswochen wird als Fehlgeburt bezeichnet. Eine Totgeburt tritt bei etwa 1 von 200 Schwangerschaften auf und kann verheerend sein, insbesondere wenn die Schwangerschaft zuvor normal zu verlaufen schien.
Die meisten Frauen, die eine Totgeburt erleben, bekommen später ein gesundes Baby. Ein erneutes Ereignis ist weniger wahrscheinlich, wenn eine Chromosomenanomalie oder ein Problem mit der Nabelschnur die Ursache war; bei einer chronischen Erkrankung der Mutter oder vererbten elterlichen Erkrankungen ist das Risiko jedoch höher. Insgesamt liegt die Wahrscheinlichkeit einer anschließenden gesunden Schwangerschaft bei über 90%.
Mögliche Ursachen
Bei etwa der Hälfte der Totgeburten wird keine Ursache festgestellt. Zu den bekannten Ursachen gehören:
Geburtsfehler mit oder ohne Chromosomenanomalien;
Probleme mit der Nabelschnur wie Vorfall, Knoten oder Umschlingung, die die Sauerstoffversorgung unterbrechen;
Probleme mit der Plazenta wie eine Plazentaablösung;
Erkrankungen der Mutter wie Diabetes oder schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Präeklampsie);
Intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR), die das Risiko eines Todes durch unzureichende Versorgung erhöht;
Schwerer Nährstoffmangel oder eine Infektion;
Umweltgifte wie Pestizide oder Kohlenmonoxid;
Eine persönliche oder familiäre Vorgeschichte mit Gerinnungsstörungen.
Risikofaktoren
Das Risiko kann erhöht sein bei:
einer früheren Totgeburt;
Rauchen, starkem Alkoholkonsum oder Drogenmissbrauch;
Adipositas;
einem Alter der Mutter unter 15 oder über 35 Jahren.
Symptome und Behandlung
Eine Totgeburt weist häufig keine Warnzeichen auf, mögliche Anzeichen sind jedoch:
Vaginale Blutungen, insbesondere abnormale Blutungen in der späteren Schwangerschaft, die sofortige medizinische Behandlung erfordern;
Verringerte Kindsbewegungen oder eine Veränderung des Bewegungsmusters, die zeitnah untersucht werden sollte.
Nach einer Totgeburt können Ärztinnen und Ärzte eine fetale Autopsie und genetische Tests empfehlen, um die Ursache festzustellen und das künftige Risiko einzuschätzen. Die Ergebnisse können Antworten liefern und emotional entlasten.
Wird eine genetische Ursache festgestellt, kann eine Beratung durch eine Fachkraft für Humangenetik helfen, die Risiken künftiger Schwangerschaften zu klären.
Prävention
Viele Totgeburten treten ohne erkennbare Risikofaktoren auf, doch das Risiko kann möglicherweise gesenkt werden durch:
Engmaschige Überwachung von Risikoschwangerschaften, einschließlich häufiger Vorsorgeuntersuchungen und einer Überwachung des Fetus bei Patientinnen mit Diabetes oder Bluthochdruck;
Beobachtung der Kindsbewegungen, insbesondere nach 26 Schwangerschaftswochen, und umgehende medizinische Abklärung bei nachlassenden Bewegungen;
Eine ausgewogene Ernährung, moderate Bewegung und die Einnahme von 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure;
Verzicht auf Rauchen und Alkohol;
Vorbeugung von Infektionen durch den Verzicht auf nicht ausreichend gegarte Lebensmittel, rohes Fleisch und nicht pasteurisierten Käse;
Installation eines Kohlenmonoxidmelders.
Eine Totgeburt kann psychisch überwältigend sein. Professionelle Beratung und Selbsthilfegruppen können Familien helfen, ihre Trauer zu verarbeiten und wieder Zuversicht zu gewinnen.
Wissen | Totgeburt: Ursachen, Symptome und Prävention
Wissen | Totgeburt: Ursachen, Symptome und Prävention
Definition, mögliche Ursachen und Behandlung
Eine Totgeburt ist der Tod und die Entbindung eines Fetus nach 20 Schwangerschaftswochen. Ein Verlust vor 20 Schwangerschaftswochen wird als Fehlgeburt bezeichnet. Eine Totgeburt tritt bei etwa 1 von 200 Schwangerschaften auf und kann verheerend sein, insbesondere wenn die Schwangerschaft zuvor normal zu verlaufen schien.
Die meisten Frauen, die eine Totgeburt erleben, bekommen später ein gesundes Baby. Ein erneutes Ereignis ist weniger wahrscheinlich, wenn eine Chromosomenanomalie oder ein Problem mit der Nabelschnur die Ursache war; bei einer chronischen Erkrankung der Mutter oder vererbten elterlichen Erkrankungen ist das Risiko jedoch höher. Insgesamt liegt die Wahrscheinlichkeit einer anschließenden gesunden Schwangerschaft bei über 90%.
Mögliche Ursachen
Bei etwa der Hälfte der Totgeburten wird keine Ursache festgestellt. Zu den bekannten Ursachen gehören:
Geburtsfehler mit oder ohne Chromosomenanomalien;
Probleme mit der Nabelschnur wie Vorfall, Knoten oder Umschlingung, die die Sauerstoffversorgung unterbrechen;
Probleme mit der Plazenta wie eine Plazentaablösung;
Erkrankungen der Mutter wie Diabetes oder schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck (Präeklampsie);
Intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR), die das Risiko eines Todes durch unzureichende Versorgung erhöht;
Schwerer Nährstoffmangel oder eine Infektion;
Umweltgifte wie Pestizide oder Kohlenmonoxid;
Eine persönliche oder familiäre Vorgeschichte mit Gerinnungsstörungen.
Risikofaktoren
Das Risiko kann erhöht sein bei:
einer früheren Totgeburt;
Rauchen, starkem Alkoholkonsum oder Drogenmissbrauch;
Adipositas;
einem Alter der Mutter unter 15 oder über 35 Jahren.
Symptome und Behandlung
Eine Totgeburt weist häufig keine Warnzeichen auf, mögliche Anzeichen sind jedoch:
Vaginale Blutungen, insbesondere abnormale Blutungen in der späteren Schwangerschaft, die sofortige medizinische Behandlung erfordern;
Verringerte Kindsbewegungen oder eine Veränderung des Bewegungsmusters, die zeitnah untersucht werden sollte.
Nach einer Totgeburt können Ärztinnen und Ärzte eine fetale Autopsie und genetische Tests empfehlen, um die Ursache festzustellen und das künftige Risiko einzuschätzen. Die Ergebnisse können Antworten liefern und emotional entlasten.
Wird eine genetische Ursache festgestellt, kann eine Beratung durch eine Fachkraft für Humangenetik helfen, die Risiken künftiger Schwangerschaften zu klären.
Prävention
Viele Totgeburten treten ohne erkennbare Risikofaktoren auf, doch das Risiko kann möglicherweise gesenkt werden durch:
Engmaschige Überwachung von Risikoschwangerschaften, einschließlich häufiger Vorsorgeuntersuchungen und einer Überwachung des Fetus bei Patientinnen mit Diabetes oder Bluthochdruck;
Beobachtung der Kindsbewegungen, insbesondere nach 26 Schwangerschaftswochen, und umgehende medizinische Abklärung bei nachlassenden Bewegungen;
Eine ausgewogene Ernährung, moderate Bewegung und die Einnahme von 400 bis 800 Mikrogramm Folsäure;
Verzicht auf Rauchen und Alkohol;
Vorbeugung von Infektionen durch den Verzicht auf nicht ausreichend gegarte Lebensmittel, rohes Fleisch und nicht pasteurisierten Käse;
Installation eines Kohlenmonoxidmelders.
Eine Totgeburt kann psychisch überwältigend sein. Professionelle Beratung und Selbsthilfegruppen können Familien helfen, ihre Trauer zu verarbeiten und wieder Zuversicht zu gewinnen.
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