Wissen | Studie enthüllt die wahre Ursache der Schwangerschaftsübelkeit: Reaktion schwangerer Frauen auf das Plazentahormon GDF15
Das Phänomen der „Morgenübelkeit“, unter dem die meisten Schwangeren leiden, hat nun endlich eine klare biologische Erklärung erhalten. Eine in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichte multinationale Studie zeigt, dass die Ursache der Schwangerschaftsübelkeit in der überempfindlichen Reaktion schwangerer Frauen auf ein Hormon namens GDF15 liegt. Diese bahnbrechende Erkenntnis liefert nicht nur einen klaren Mechanismus für dieses lange ungeklärte physiologische Phänomen, sondern könnte künftig auch völlig neue Wege zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft eröffnen.
Diese Studie wurde gemeinsam von Forschenden der University of Southern California in den Vereinigten Staaten, der University of Cambridge im Vereinigten Königreich und aus Sri Lanka durchgeführt. Das Forschungsteam wies darauf hin, dass das Hormon GDF15 vom Fötus in der Plazenta produziert wird und sein Spiegel während der Schwangerschaft rasch ansteigt, wodurch es als wichtiger Auslöser für Übelkeit und Erbrechen bei Schwangeren wirkt.
Die Daten zeigen, dass 7 von 10 Schwangeren unterschiedlich stark unter schwangerschaftsbedingtem Erbrechen und Übelkeit leiden. Bei etwa 2% liegt die schwerere Form, die sogenannte „Hyperemesis gravidarum“ (HG), vor. Sie kann zu erheblichem Gewichtsverlust und Dehydrierung führen und sogar eine Krankenhauseinweisung erforderlich machen. HG beeinträchtigt die Lebensqualität schwangerer Frauen erheblich und erhöht zudem das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie Präeklampsie und Frühgeburt; dennoch wird diese Erkrankung häufig fehldiagnostiziert oder übersehen.
Die Studie enthüllte außerdem eine wichtige Variable: Nicht alle Schwangeren reagieren gleich empfindlich auf GDF15. Frauen mit einem niedrigeren GDF15-Spiegel vor der Schwangerschaft zeigen während der Schwangerschaft eine höhere Empfindlichkeit und leiden daher häufiger unter Symptomen der Schwangerschaftsübelkeit. Umgekehrt sind Frauen mit einer erblichen Bluterkrankung namens Beta-Thalassämie, deren GDF15-Spiegel dauerhaft erhöht sind, während der Schwangerschaft weniger stark betroffen.
Zur Überprüfung dieses Mechanismus führte das Forschungsteam mehrstufige Untersuchungen durch, darunter die Messung der GDF15-Konzentration im Blut schwangerer Frauen, die Analyse genetischer Daten sowie experimentelle Simulationen an Mäusen und menschlichen Zellen. Die Ergebnisse stützten zwei potenzielle Interventionswege:
Die GDF15-Exposition vor der Schwangerschaft schrittweise erhöhen, um die hormonelle Empfindlichkeit während der Schwangerschaft zu verringern;
Die Signalwege von GDF15 oder seinem Rezeptor durch eine Antikörpertherapie blockieren und dadurch Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft lindern.
„Diese Studie liefert uns überzeugende Belege dafür, dass einer dieser Ansätze oder eine Kombination aus beiden vielversprechend für die wirksame Vorbeugung oder Behandlung von HG ist“, sagte Dr. Marlena Fejzo, klinische Assistenzprofessorin an der Keck School of Medicine der USC und Autorin der Studie.
Laut The New York Times ist Dr. Fejzo selbst an HG erkrankt. In 1999 war sie während ihrer zweiten Schwangerschaft aufgrund starken Erbrechens nicht in der Lage zu essen oder zu trinken, doch die Ärzte glaubten fälschlicherweise, sie „übertreibe“. Schließlich erlitt sie in der 15. Schwangerschaftswoche aufgrund einer Hyperemesis gravidarum eine Fehlgeburt und wurde einmal ins Krankenhaus eingeliefert. Diese persönliche Erfahrung bewegte sie dazu, sich der entsprechenden Forschung zu widmen und wichtige Fortschritte auf diesem Gebiet voranzutreiben.
Diese Studie hat nicht nur in der medizinischen Forschung große Aufmerksamkeit erregt, sondern gilt auch als wichtiger Wendepunkt für das künftige Gesundheitsmanagement in der Schwangerschaft. Das zuständige Team treibt klinische Studien zu Antikörpertherapien und Protokollen zur Hormonregulierung weiter voran.
Wissen | Studie identifiziert die Ursache der morgendlichen Übelkeit: mütterliche Empfindlichkeit gegenüber dem Plazentahormon GDF15
Wissen | Studie enthüllt die wahre Ursache der Schwangerschaftsübelkeit: Reaktion schwangerer Frauen auf das Plazentahormon GDF15
Das Phänomen der „Morgenübelkeit“, unter dem die meisten Schwangeren leiden, hat nun endlich eine klare biologische Erklärung erhalten. Eine in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlichte multinationale Studie zeigt, dass die Ursache der Schwangerschaftsübelkeit in der überempfindlichen Reaktion schwangerer Frauen auf ein Hormon namens GDF15 liegt. Diese bahnbrechende Erkenntnis liefert nicht nur einen klaren Mechanismus für dieses lange ungeklärte physiologische Phänomen, sondern könnte künftig auch völlig neue Wege zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft eröffnen.
Diese Studie wurde gemeinsam von Forschenden der University of Southern California in den Vereinigten Staaten, der University of Cambridge im Vereinigten Königreich und aus Sri Lanka durchgeführt. Das Forschungsteam wies darauf hin, dass das Hormon GDF15 vom Fötus in der Plazenta produziert wird und sein Spiegel während der Schwangerschaft rasch ansteigt, wodurch es als wichtiger Auslöser für Übelkeit und Erbrechen bei Schwangeren wirkt.
Die Daten zeigen, dass 7 von 10 Schwangeren unterschiedlich stark unter schwangerschaftsbedingtem Erbrechen und Übelkeit leiden. Bei etwa 2% liegt die schwerere Form, die sogenannte „Hyperemesis gravidarum“ (HG), vor. Sie kann zu erheblichem Gewichtsverlust und Dehydrierung führen und sogar eine Krankenhauseinweisung erforderlich machen. HG beeinträchtigt die Lebensqualität schwangerer Frauen erheblich und erhöht zudem das Risiko schwerwiegender Komplikationen wie Präeklampsie und Frühgeburt; dennoch wird diese Erkrankung häufig fehldiagnostiziert oder übersehen.
Die Studie enthüllte außerdem eine wichtige Variable: Nicht alle Schwangeren reagieren gleich empfindlich auf GDF15. Frauen mit einem niedrigeren GDF15-Spiegel vor der Schwangerschaft zeigen während der Schwangerschaft eine höhere Empfindlichkeit und leiden daher häufiger unter Symptomen der Schwangerschaftsübelkeit. Umgekehrt sind Frauen mit einer erblichen Bluterkrankung namens Beta-Thalassämie, deren GDF15-Spiegel dauerhaft erhöht sind, während der Schwangerschaft weniger stark betroffen.
Zur Überprüfung dieses Mechanismus führte das Forschungsteam mehrstufige Untersuchungen durch, darunter die Messung der GDF15-Konzentration im Blut schwangerer Frauen, die Analyse genetischer Daten sowie experimentelle Simulationen an Mäusen und menschlichen Zellen. Die Ergebnisse stützten zwei potenzielle Interventionswege:
Die GDF15-Exposition vor der Schwangerschaft schrittweise erhöhen, um die hormonelle Empfindlichkeit während der Schwangerschaft zu verringern;
Die Signalwege von GDF15 oder seinem Rezeptor durch eine Antikörpertherapie blockieren und dadurch Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft lindern.
„Diese Studie liefert uns überzeugende Belege dafür, dass einer dieser Ansätze oder eine Kombination aus beiden vielversprechend für die wirksame Vorbeugung oder Behandlung von HG ist“, sagte Dr. Marlena Fejzo, klinische Assistenzprofessorin an der Keck School of Medicine der USC und Autorin der Studie.
Laut The New York Times ist Dr. Fejzo selbst an HG erkrankt. In 1999 war sie während ihrer zweiten Schwangerschaft aufgrund starken Erbrechens nicht in der Lage zu essen oder zu trinken, doch die Ärzte glaubten fälschlicherweise, sie „übertreibe“. Schließlich erlitt sie in der 15. Schwangerschaftswoche aufgrund einer Hyperemesis gravidarum eine Fehlgeburt und wurde einmal ins Krankenhaus eingeliefert. Diese persönliche Erfahrung bewegte sie dazu, sich der entsprechenden Forschung zu widmen und wichtige Fortschritte auf diesem Gebiet voranzutreiben.
Diese Studie hat nicht nur in der medizinischen Forschung große Aufmerksamkeit erregt, sondern gilt auch als wichtiger Wendepunkt für das künftige Gesundheitsmanagement in der Schwangerschaft. Das zuständige Team treibt klinische Studien zu Antikörpertherapien und Protokollen zur Hormonregulierung weiter voran.
Quelle:
Aus dem Internet zusammengetragen