Wissen | Krampfadern im Vulvabereich: Symptome, Ursachen und wirksame Behandlungen



Wissen | Krampfadern im Vulvabereich: Symptome, Ursachen und wirksame Behandlungen

Wissen | Krampfadern im Vulvabereich: Symptome, Ursachen und wirksame Behandlungen


Vulvavarizen sind erweiterte, geschwollene oder gewundene Venen im Vulvabereich, häufig an den großen und kleinen Schamlippen. Sie treten am häufigsten nach der ersten Schwangerschaft auf. Viele Frauen bemerken sie während der Schwangerschaft nicht, sodass sie unerkannt bleiben. Gewöhnlich bilden sie sich innerhalb von 6 bis 8 Wochen nach der Geburt zurück. Bei einigen Patientinnen können thrombotische Komplikationen wie eine venöse Thromboembolie (VTE) auftreten, darunter auch eine tiefe Venenthrombose.



Ursachen

Während der Schwangerschaft können ein erhöhtes Blutvolumen und ein verlangsamter Blutfluss im Unterkörper Vulvavarizen verursachen. In den Vulvavenen staut sich das Blut leichter, wodurch Schwellungen entstehen. Zu den begünstigenden Faktoren gehören:


Erhöhter Blutfluss im Becken: Während der Schwangerschaft wird mehr Blut in das Becken geleitet, wodurch die Vulvavenen anschwellen.

Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaftshormone beeinflussen die Gefäßwände und ermöglichen deren Dehnung und Erweiterung.

Wachsende Gebärmutter: Die wachsende Gebärmutter komprimiert das Becken und erschwert den venösen Rückfluss zum Herzen.


Symptome erkennen

Vulvavarizen können insbesondere während der Schwangerschaft schwer zu erkennen sein. Anzeichen sind:


Geschwollene, gewundene Venen im Vulvabereich

Schmerzen oder Druckgefühl beim Stehen oder Gehen

Schweregefühl und Juckreiz an der Vulva oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Wadenkrämpfe in der Nacht und häufiges Wasserlassen


Diagnose und Behandlung

Die Diagnose wird gewöhnlich durch eine körperliche Untersuchung gestellt. Der Arzt kann die Patientin bitten aufzustehen, damit die Schwellung beobachtet werden kann; auch eine Ultraschalluntersuchung ist hilfreich. Bei Verdacht auf eine Komplikation wie ein Beckenstauungssyndrom können weitere bildgebende Verfahren wie CT oder MRT empfohlen werden.


Die Behandlung unterscheidet sich während und außerhalb der Schwangerschaft. Viele Frauen lindern die Beschwerden, indem sie häufig die Position wechseln, Eis auf die Vulva legen und stützende Kleidung tragen. Wenn sich die Venen mehrere Monate nach der Geburt nicht zurückbilden, kommen folgende medizinische Möglichkeiten infrage:


Sklerotherapie: Ein Verödungsmittel wird injiziert, um das Gefäß zu verschließen, bis es verschwindet.

Phlebektomie: Betroffene Venen werden durch kleine Hautschnitte entfernt.

Katheterembolisation: Medikamente oder Material werden in die Vene eingebracht, um den Blutfluss zu blockieren.

Ligatur: Betroffene Venenabschnitte werden durch kleine Hautschnitte abgebunden.


Vorbeugung

Vulvavarizen lassen sich während der Schwangerschaft nur schwer verhindern, das Risiko kann jedoch durch regelmäßige Bewegung, eine gesunde Ernährung, das Vermeiden von langem Sitzen oder Stehen, lockere Kleidung und ein gesundes Gewicht verringert werden.


Wann ärztliche Hilfe erforderlich ist

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei einer Rötung über einer Vene, einem Blutgerinnsel oder Schmerzen. Ein Arzt kann helfen, die Beschwerden zu lindern und eine geeignete Behandlung einzuleiten.


Quelle:

Online zusammengetragen

作者 LinkedIVF Team發布於 2024-11-09
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