Nachrichten | Neue Studie: Guter Schlaf kann die ovarielle Reserve unterstützen
Eine kürzlich in Scientific Reports veröffentlichte Studie stellte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Schlafproblemen und einer verminderten ovariellen Reserve (DOR) fest. Das von einem Team des Zentrums für Reproduktionsmedizin des der Fujian Medical University angeschlossenen Fujian Maternity and Child Health Hospital durchgeführte Forschungsvorhaben analysierte Schlafparameter und die ovarielle Funktion bei Frauen, die wegen Unfruchtbarkeit behandelt wurden. Die Studie stellte die Hypothese auf, dass Schlafstörungen durch Beeinträchtigung des Hormonspiegels und der Follikelentwicklung das Risiko einer verminderten Ovarialfunktion erhöhen können.
Ovarielle Reserve und die Herausforderung der Unfruchtbarkeit
Die ovarielle Reserve ist ein wichtiger Maßstab für die weibliche Fruchtbarkeit. Ärztinnen und Ärzte beurteilen die Ovarialfunktion üblicherweise anhand von Hormontests, etwa auf follikelstimulierendes Hormon (FSH), luteinisierendes Hormon (LH) und Anti-Müller-Hormon (AMH), sowie mittels Ultraschall, beispielsweise durch die Bestimmung der Anzahl antraler Follikel (AFC). Mit zunehmender Industrialisierung, Umweltverschmutzung und sozialen Belastungen wird Unfruchtbarkeit bei jüngeren Frauen häufiger, und eine verminderte ovarielle Reserve stellt eine große Herausforderung in der assistierten Reproduktion (ART) dar.
Obwohl die Mechanismen hinter einer verminderten ovariellen Reserve noch nicht vollständig verstanden sind, vermutet das Forschungsteam, dass Schlafstörungen ein übersehener Faktor sein könnten.
Methoden der Studie
Die Studie erhob Daten von 979 Frauen, die sich zwischen Juli 2020 und Juni 2021 im Fujian Maternity and Child Health Hospital einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) unterzogen. Die Teilnehmerinnen wurden in eine DOR- und eine Nicht-DOR-Gruppe eingeteilt. Die Schlafqualität wurde mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI), das Risiko einer obstruktiven Schlafapnoe mit dem STOP-Bang-Fragebogen und die Tagesschläfrigkeit mit der Epworth Sleepiness Scale (ESS) beurteilt.
Die Forschenden klassifizierten die ovarielle Reserve außerdem anhand strenger Kriterien für Hormonspiegel und Follikelzahl und untersuchten mithilfe statistischer Analysen die Zusammenhänge zwischen Schlafparametern und DOR.
Ergebnisse der Studie
Die DOR-Gruppe hatte eine signifikant kürzere durchschnittliche Einschlaflatenz als die Nicht-DOR-Gruppe (15 gegenüber 22 Minuten, p=0.001) und eine kürzere Gesamtschlafdauer (7.35 gegenüber 7.57 Stunden, p=0.014). Einschlaflatenz und Schlafdauer unterschieden sich im PSQI signifikant, während sich bei Tagesschläfrigkeit und den Werten für obstruktive Schlafapnoe keine Unterschiede zeigten.
Weitere Analysen ergaben:
Schlafdauer und Hormonspiegel: Frauen, die mehr als 8 Stunden schliefen, hatten signifikant höhere AMH-Spiegel und eine höhere Anzahl antraler Follikel als Frauen, die weniger als 6 Stunden schliefen (p=0.007, 0.005, 0.030).
Einschlaflatenz und ovarielle Reserve: Frauen mit einer Einschlaflatenz von 30-44 Minuten hatten signifikant höhere AMH-Spiegel als andere Gruppen (p=0.001, 0.011, 0.036).
Bei Frauen im Alter von 35 oder älter wurden Schnarchen und eine kürzere Einschlaflatenz als unabhängige Risikofaktoren für DOR identifiziert (OR=2.489, 2.007; p=0.040, 0.008). Bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) unter 25 kg/m² waren auch Alter und Einschlaflatenz signifikante Risikofaktoren (OR=0.828, 1.761; p<0.001, 0.003).
Bedeutung der Studie
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine kürzere Einschlaflatenz und Schnarchen das Risiko einer verminderten Ovarialfunktion durch Störung der Hormonausschüttung und Follikelentwicklung signifikant erhöhen können, insbesondere bei Frauen über 35. Das Team empfiehlt, die Schlafqualität als wichtigen Faktor in die Abklärung von Unfruchtbarkeit einzubeziehen, um die Ergebnisse reproduktionsmedizinischer Behandlungen zu optimieren.
Nachrichten | Neue Studie: Guter Schlaf kann die ovarielle Reserve unterstützen
Nachrichten | Neue Studie: Guter Schlaf kann die ovarielle Reserve unterstützen
Eine kürzlich in Scientific Reports veröffentlichte Studie stellte einen signifikanten Zusammenhang zwischen Schlafproblemen und einer verminderten ovariellen Reserve (DOR) fest. Das von einem Team des Zentrums für Reproduktionsmedizin des der Fujian Medical University angeschlossenen Fujian Maternity and Child Health Hospital durchgeführte Forschungsvorhaben analysierte Schlafparameter und die ovarielle Funktion bei Frauen, die wegen Unfruchtbarkeit behandelt wurden. Die Studie stellte die Hypothese auf, dass Schlafstörungen durch Beeinträchtigung des Hormonspiegels und der Follikelentwicklung das Risiko einer verminderten Ovarialfunktion erhöhen können.
Ovarielle Reserve und die Herausforderung der Unfruchtbarkeit
Die ovarielle Reserve ist ein wichtiger Maßstab für die weibliche Fruchtbarkeit. Ärztinnen und Ärzte beurteilen die Ovarialfunktion üblicherweise anhand von Hormontests, etwa auf follikelstimulierendes Hormon (FSH), luteinisierendes Hormon (LH) und Anti-Müller-Hormon (AMH), sowie mittels Ultraschall, beispielsweise durch die Bestimmung der Anzahl antraler Follikel (AFC). Mit zunehmender Industrialisierung, Umweltverschmutzung und sozialen Belastungen wird Unfruchtbarkeit bei jüngeren Frauen häufiger, und eine verminderte ovarielle Reserve stellt eine große Herausforderung in der assistierten Reproduktion (ART) dar.
Obwohl die Mechanismen hinter einer verminderten ovariellen Reserve noch nicht vollständig verstanden sind, vermutet das Forschungsteam, dass Schlafstörungen ein übersehener Faktor sein könnten.
Methoden der Studie
Die Studie erhob Daten von 979 Frauen, die sich zwischen Juli 2020 und Juni 2021 im Fujian Maternity and Child Health Hospital einer In-vitro-Fertilisation (IVF) oder einer intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) unterzogen. Die Teilnehmerinnen wurden in eine DOR- und eine Nicht-DOR-Gruppe eingeteilt. Die Schlafqualität wurde mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index (PSQI), das Risiko einer obstruktiven Schlafapnoe mit dem STOP-Bang-Fragebogen und die Tagesschläfrigkeit mit der Epworth Sleepiness Scale (ESS) beurteilt.
Die Forschenden klassifizierten die ovarielle Reserve außerdem anhand strenger Kriterien für Hormonspiegel und Follikelzahl und untersuchten mithilfe statistischer Analysen die Zusammenhänge zwischen Schlafparametern und DOR.
Ergebnisse der Studie
Die DOR-Gruppe hatte eine signifikant kürzere durchschnittliche Einschlaflatenz als die Nicht-DOR-Gruppe (15 gegenüber 22 Minuten, p=0.001) und eine kürzere Gesamtschlafdauer (7.35 gegenüber 7.57 Stunden, p=0.014). Einschlaflatenz und Schlafdauer unterschieden sich im PSQI signifikant, während sich bei Tagesschläfrigkeit und den Werten für obstruktive Schlafapnoe keine Unterschiede zeigten.
Weitere Analysen ergaben:
Schlafdauer und Hormonspiegel: Frauen, die mehr als 8 Stunden schliefen, hatten signifikant höhere AMH-Spiegel und eine höhere Anzahl antraler Follikel als Frauen, die weniger als 6 Stunden schliefen (p=0.007, 0.005, 0.030).
Einschlaflatenz und ovarielle Reserve: Frauen mit einer Einschlaflatenz von 30-44 Minuten hatten signifikant höhere AMH-Spiegel als andere Gruppen (p=0.001, 0.011, 0.036).
Bei Frauen im Alter von 35 oder älter wurden Schnarchen und eine kürzere Einschlaflatenz als unabhängige Risikofaktoren für DOR identifiziert (OR=2.489, 2.007; p=0.040, 0.008). Bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) unter 25 kg/m² waren auch Alter und Einschlaflatenz signifikante Risikofaktoren (OR=0.828, 1.761; p<0.001, 0.003).
Bedeutung der Studie
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine kürzere Einschlaflatenz und Schnarchen das Risiko einer verminderten Ovarialfunktion durch Störung der Hormonausschüttung und Follikelentwicklung signifikant erhöhen können, insbesondere bei Frauen über 35. Das Team empfiehlt, die Schlafqualität als wichtigen Faktor in die Abklärung von Unfruchtbarkeit einzubeziehen, um die Ergebnisse reproduktionsmedizinischer Behandlungen zu optimieren.
Quelle:
Online zusammengestellt