Nachrichten | Studie: COVID-19-Impfung hat keinen signifikanten Einfluss auf die ovarielle Reserve
Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Studie fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der COVID-19-Impfung und Veränderungen der ovariellen Reserve. Die Forschenden verglichen die ovarielle Reserve vor und nach der Impfung anhand der antralen Follikelzahl und der Werte des Anti-Müller-Hormons (AMH), um mögliche langfristige Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit zu beurteilen.
Hintergrund und Zielsetzung
Die möglichen Auswirkungen von COVID-19-Impfstoffen auf die ovarielle Reserve waren ein wichtiges Anliegen der öffentlichen Gesundheit. Die American Society for Reproductive Medicine empfiehlt, die ovarielle Reserve sowohl anhand der sonografisch bestimmten antralen Follikelzahl (AFC) als auch der AMH-Werte zu beurteilen. Frühere Untersuchungen zeigten keine signifikante Veränderung des AMH nach einer COVID-19-Impfung.
Die Studie untersuchte, ob eine Impfung die ovarielle Reserve beeinflusst, insbesondere bei Frauen in Kinderwunschbehandlung. Dabei wurden Veränderungen der AMH-Testmethoden berücksichtigt und eine Kreuzvalidierung anhand anderer Biomarker angestrebt.
Methoden
Diese retrospektive Kohortenstudie umfasste weibliche Patientinnen, die von Januar 2016 bis Dezember 2021 im Texas Children's Family Fertility Center in Houston, Texas, behandelt wurden. Die Berichterstattung folgte den STROBE-Richtlinien.
Die ovarielle Reserve wurde anhand der sonografischen AFC und der AMH-Werte beurteilt. Die Forschenden verwendeten eine heteroskedastische lineare Regression und analysierten unter anderem Alter, Body-Mass-Index (BMI), AMH-Assaytyp, glykiertes Hämoglobin (HbA1c) und Impfstatus.
Ergebnisse
Die Studie wertete 1655 Patientinnen aus; 974 erfüllten die Kriterien für die AMH-Analyse und 1222 für die AFC-Analyse. Die AMH-Analyse umfasste 836 Patientinnen vor der Impfung und 138 danach. Die Gruppe vor der Impfung war im Allgemeinen jünger und hatte niedrigere AMH-Werte, während sich HbA1c und BMI nicht signifikant unterschieden. Die Teilnehmenden erhielten durchschnittlich 2.19 Impfdosen, und der AMH-Wert wurde 4 bis 356 Tage nach der Impfung bestimmt.
Die Ergebnisse unterschieden sich je nach AMH-Assay. Der aktuelle AMH-Assay wurde bei 259 Patientinnen vor der Impfung und bei 137 danach verwendet. Alter und Assay-Plattform standen mit den AMH-Werten in Zusammenhang, der Impfstatus jedoch nicht. Bei etwa 70 Patientinnen, bei denen Messungen sowohl vor als auch nach der Impfung vorlagen, veränderte sich der AMH-Wert nicht signifikant.
Die mediane AFC betrug vor der Impfung 18 und danach 20. Die Gesamt-AFC stand in einem linearen Zusammenhang mit Alter und BMI, nicht jedoch mit dem Impfstatus. In einer adjustierten Subgruppenanalyse nach der Impfung, die Alter, HbA1c und BMI berücksichtigte, war der Impfstatus positiv mit höheren AMH-Werten verbunden.
Fazit
Insgesamt war die COVID-19-Impfung weder mit Veränderungen der anhand von AMH oder AFC gemessenen ovariellen Reserve verbunden. Subgruppenanalysen zeigten keine klinisch signifikante Veränderung des AMH vor und nach der Impfung.
Die Autoren wiesen darauf hin, dass die Ergebnisse zwar keinen direkten Einfluss der Impfung auf die ovarielle Reserve erkennen lassen, weitere Forschung jedoch erforderlich ist, um mögliche Zusammenhänge zwischen Impfung und reproduktiver Gesundheit zu untersuchen.
Nachrichten | Studie zeigt keinen signifikanten Einfluss der COVID-19-Impfung auf die ovarielle Reserve
Nachrichten | Studie: COVID-19-Impfung hat keinen signifikanten Einfluss auf die ovarielle Reserve
Eine in JAMA Network Open veröffentlichte Studie fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der COVID-19-Impfung und Veränderungen der ovariellen Reserve. Die Forschenden verglichen die ovarielle Reserve vor und nach der Impfung anhand der antralen Follikelzahl und der Werte des Anti-Müller-Hormons (AMH), um mögliche langfristige Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit zu beurteilen.
Hintergrund und Zielsetzung
Die möglichen Auswirkungen von COVID-19-Impfstoffen auf die ovarielle Reserve waren ein wichtiges Anliegen der öffentlichen Gesundheit. Die American Society for Reproductive Medicine empfiehlt, die ovarielle Reserve sowohl anhand der sonografisch bestimmten antralen Follikelzahl (AFC) als auch der AMH-Werte zu beurteilen. Frühere Untersuchungen zeigten keine signifikante Veränderung des AMH nach einer COVID-19-Impfung.
Die Studie untersuchte, ob eine Impfung die ovarielle Reserve beeinflusst, insbesondere bei Frauen in Kinderwunschbehandlung. Dabei wurden Veränderungen der AMH-Testmethoden berücksichtigt und eine Kreuzvalidierung anhand anderer Biomarker angestrebt.
Methoden
Diese retrospektive Kohortenstudie umfasste weibliche Patientinnen, die von Januar 2016 bis Dezember 2021 im Texas Children's Family Fertility Center in Houston, Texas, behandelt wurden. Die Berichterstattung folgte den STROBE-Richtlinien.
Die ovarielle Reserve wurde anhand der sonografischen AFC und der AMH-Werte beurteilt. Die Forschenden verwendeten eine heteroskedastische lineare Regression und analysierten unter anderem Alter, Body-Mass-Index (BMI), AMH-Assaytyp, glykiertes Hämoglobin (HbA1c) und Impfstatus.
Ergebnisse
Die Studie wertete 1655 Patientinnen aus; 974 erfüllten die Kriterien für die AMH-Analyse und 1222 für die AFC-Analyse. Die AMH-Analyse umfasste 836 Patientinnen vor der Impfung und 138 danach. Die Gruppe vor der Impfung war im Allgemeinen jünger und hatte niedrigere AMH-Werte, während sich HbA1c und BMI nicht signifikant unterschieden. Die Teilnehmenden erhielten durchschnittlich 2.19 Impfdosen, und der AMH-Wert wurde 4 bis 356 Tage nach der Impfung bestimmt.
Die Ergebnisse unterschieden sich je nach AMH-Assay. Der aktuelle AMH-Assay wurde bei 259 Patientinnen vor der Impfung und bei 137 danach verwendet. Alter und Assay-Plattform standen mit den AMH-Werten in Zusammenhang, der Impfstatus jedoch nicht. Bei etwa 70 Patientinnen, bei denen Messungen sowohl vor als auch nach der Impfung vorlagen, veränderte sich der AMH-Wert nicht signifikant.
Die mediane AFC betrug vor der Impfung 18 und danach 20. Die Gesamt-AFC stand in einem linearen Zusammenhang mit Alter und BMI, nicht jedoch mit dem Impfstatus. In einer adjustierten Subgruppenanalyse nach der Impfung, die Alter, HbA1c und BMI berücksichtigte, war der Impfstatus positiv mit höheren AMH-Werten verbunden.
Fazit
Insgesamt war die COVID-19-Impfung weder mit Veränderungen der anhand von AMH oder AFC gemessenen ovariellen Reserve verbunden. Subgruppenanalysen zeigten keine klinisch signifikante Veränderung des AMH vor und nach der Impfung.
Die Autoren wiesen darauf hin, dass die Ergebnisse zwar keinen direkten Einfluss der Impfung auf die ovarielle Reserve erkennen lassen, weitere Forschung jedoch erforderlich ist, um mögliche Zusammenhänge zwischen Impfung und reproduktiver Gesundheit zu untersuchen.
Quelle:
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