Da immer mehr Menschen die Elternschaft aufschieben, steigt der Bedarf an Behandlungen für den altersbedingten Rückgang der Fruchtbarkeit. Eine Studie in Nature Aging untersuchte neue Therapien und experimentelle Technologien, die das reproduktive Altern verlangsamen könnten.
Hintergrund
Die weibliche Fruchtbarkeit nimmt nach 30 rapide ab, die Schwangerschaftsraten sinken zwischen 30-40 deutlich, und die Fehlgeburtenrate überschreitet 90% nach 45. Auch die männliche Fruchtbarkeit nimmt ab; bei Vätern über 40 bestehen höhere Risiken für Chromosomenanomalien und Fehlgeburten.
Nahrungsergänzungsmittel und die assistierte Reproduktionstechnologie (ART) können die Fruchtbarkeit nicht vollständig wiederherstellen. Besonders für ältere Patientinnen und Patienten sind belastbare Studien erforderlich.
Mechanismen des reproduktiven Alterns
Weibliches reproduktives Altern
Die Follikel in den Eierstöcken werden allmählich aufgebraucht, während die verbliebenen Eizellen durch mitochondriale Funktionsstörungen und Chromosomenanomalien an Qualität verlieren.
Eine verringerte mitochondriale Aktivität beeinträchtigt die Energieversorgung, erhöht den oxidativen Stress und verursacht Fehler bei der Meiose. Fibrose und Entzündungen der Eierstöcke können das Follikelwachstum zusätzlich einschränken.
Männliches reproduktives Altern
Mit zunehmendem Alter nehmen Beweglichkeit und Morphologie der Spermien ab und DNA-Schäden zu, was die Embryoqualität und Einnistung beeinträchtigen kann. Oxidativer Stress schädigt außerdem Hodenzellen und senkt den Testosteronspiegel.
Maßnahmen gegen das weibliche reproduktive Altern
Nahrungsergänzungsmittel
CoQ10, Melatonin und NAD+-Booster wie NMN und NR haben in Tierversuchen durch eine bessere mitochondriale Funktion und Eizellqualität vielversprechende Ergebnisse gezeigt.
Medikamente
Metformin und Rapamycin könnten den Follikelabbau verlangsamen oder die Mitochondrienfunktion verbessern. BGP-15 könnte die Eierstockfibrose verringern.
Fortschritte in der assistierten Reproduktion
IVF und ICSI bleiben die wichtigsten Optionen, doch der Erfolg nimmt mit dem Alter ab. Die mitochondriale Ersatztherapie (MRT) und die In-vitro-Gametogenese (IVG) sind neue Ansätze.
Ansätze für das männliche reproduktive Altern
Zu den möglichen Ansätzen gehören Idebenon und Melatonin gegen eingeschränkte Beweglichkeit und DNA-Schäden sowie hormonelle Maßnahmen zur Verbesserung des Testosteronspiegels.
Fazit
Für die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapien sind große Studien am Menschen erforderlich. Auch MRT und IVG müssen sorgfältig ethisch und langfristig auf ihre Sicherheit geprüft werden.
Nachrichten | Neue Therapien gegen altersbedingte Herausforderungen der Fruchtbarkeit
Da immer mehr Menschen die Elternschaft aufschieben, steigt der Bedarf an Behandlungen für den altersbedingten Rückgang der Fruchtbarkeit. Eine Studie in Nature Aging untersuchte neue Therapien und experimentelle Technologien, die das reproduktive Altern verlangsamen könnten.
Hintergrund
Die weibliche Fruchtbarkeit nimmt nach 30 rapide ab, die Schwangerschaftsraten sinken zwischen 30-40 deutlich, und die Fehlgeburtenrate überschreitet 90% nach 45. Auch die männliche Fruchtbarkeit nimmt ab; bei Vätern über 40 bestehen höhere Risiken für Chromosomenanomalien und Fehlgeburten.
Nahrungsergänzungsmittel und die assistierte Reproduktionstechnologie (ART) können die Fruchtbarkeit nicht vollständig wiederherstellen. Besonders für ältere Patientinnen und Patienten sind belastbare Studien erforderlich.
Mechanismen des reproduktiven Alterns
Weibliches reproduktives Altern
Die Follikel in den Eierstöcken werden allmählich aufgebraucht, während die verbliebenen Eizellen durch mitochondriale Funktionsstörungen und Chromosomenanomalien an Qualität verlieren.
Eine verringerte mitochondriale Aktivität beeinträchtigt die Energieversorgung, erhöht den oxidativen Stress und verursacht Fehler bei der Meiose. Fibrose und Entzündungen der Eierstöcke können das Follikelwachstum zusätzlich einschränken.
Männliches reproduktives Altern
Mit zunehmendem Alter nehmen Beweglichkeit und Morphologie der Spermien ab und DNA-Schäden zu, was die Embryoqualität und Einnistung beeinträchtigen kann. Oxidativer Stress schädigt außerdem Hodenzellen und senkt den Testosteronspiegel.
Maßnahmen gegen das weibliche reproduktive Altern
Nahrungsergänzungsmittel
CoQ10, Melatonin und NAD+-Booster wie NMN und NR haben in Tierversuchen durch eine bessere mitochondriale Funktion und Eizellqualität vielversprechende Ergebnisse gezeigt.
Medikamente
Metformin und Rapamycin könnten den Follikelabbau verlangsamen oder die Mitochondrienfunktion verbessern. BGP-15 könnte die Eierstockfibrose verringern.
Fortschritte in der assistierten Reproduktion
IVF und ICSI bleiben die wichtigsten Optionen, doch der Erfolg nimmt mit dem Alter ab. Die mitochondriale Ersatztherapie (MRT) und die In-vitro-Gametogenese (IVG) sind neue Ansätze.
Ansätze für das männliche reproduktive Altern
Zu den möglichen Ansätzen gehören Idebenon und Melatonin gegen eingeschränkte Beweglichkeit und DNA-Schäden sowie hormonelle Maßnahmen zur Verbesserung des Testosteronspiegels.
Fazit
Für die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Therapien sind große Studien am Menschen erforderlich. Auch MRT und IVG müssen sorgfältig ethisch und langfristig auf ihre Sicherheit geprüft werden.
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