News | Wie beeinflusst HPV die männliche Fruchtbarkeit? Neue Forschung beleuchtet oxidativen Stress



News | Wie beeinflusst eine HPV-Infektion die männliche Fruchtbarkeit? Aktuelle Forschung zeigt die Rolle des oxidativen Stresses


In einer kürzlich in Frontiers in Cellular and Infection Microbiology veröffentlichten Studie untersuchten Forschende die Auswirkungen von Infektionen mit Hochrisiko- (HR) und Niedrigrisiko- (LR) humanen Papillomaviren (HPV) auf die männliche Fruchtbarkeit, insbesondere den Zusammenhang zwischen Spermienqualität, oxidativem Stress und Entzündungen im männlichen Urogenitaltrakt.


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Hintergrund

HPV ist eine häufige sexuell übertragbare Infektion und steht bei Frauen in engem Zusammenhang mit Gebärmutterhalskrebs. Je nach Zusammenhang mit bösartigen Tumoren oder gutartigen Genitalwarzen wird HPV in Hochrisikotypen (HR-HPV) und Niedrigrisikotypen (LR-HPV) eingeteilt. Obwohl die Forschung zu HPV bei Männern begrenzt ist, dürfen die Infektionsrate und die möglichen Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit nicht ignoriert werden. HPV-DNA wurde in verschiedenen Proben aus dem männlichen Genitaltrakt nachgewiesen, doch die Auswirkungen auf Spermienqualität und Entzündungen der Samenflüssigkeit sind weiterhin unklar.


Studienübersicht

Für diese Querschnittsstudie wurden 205 erwachsene Männer untersucht; alle waren älter als 18 Jahre und suchten zwischen 2018 und 2021 urologische und andrologische Ambulanzen zur Samenanalyse auf. Sie unterzogen sich entweder aufgrund von Symptomen der unteren Harnwege einer erstmaligen Fruchtbarkeitsabklärung oder erhielten Routineuntersuchungen. Ausgeschlossen wurden Männer mit früherer HPV-Impfung, nach Vasektomie, mit Azoospermie oder ausgeprägter Varikozele, nach Kontakt mit Umweltgiften, mit Alkohol- oder Drogenkonsum in der Vorgeschichte sowie mit kürzlich aufgetretenem Fieber oder einer Antibiotikabehandlung.


Die Teilnehmenden wurden in drei Gruppen eingeteilt: Kontrollgruppe (ohne Uropathogene und ohne Leukozytospermie), Niedrigrisiko-HPV-Gruppe (positiv für HPV-Genotypen mit niedrigem onkogenem Risiko) und Hochrisiko-HPV-Gruppe (positiv für HPV-Genotypen mit hohem onkogenem Risiko). Alle Samenproben wurden innerhalb einer Stunde nach der Entnahme analysiert. HPV und andere Uropathogene wurden mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) nachgewiesen; die HPV-Genotypisierung erfolgte mittels PCR-Restriktionsfragmentlängenpolymorphismus (RFLP).


Studienergebnisse

Unter den 205 Teilnehmenden lag das mediane Alter bei 35 Jahren; 19% wurden positiv auf HPV getestet, was auf eine relativ hohe Infektionsrate hindeutet. Von den 39 HPV-positiven Fällen wurde bei 27 Fällen erfolgreich eine HPV-Genotypisierung durchgeführt. Einzelne HPV-Genotypen überwogen, Mehrfachinfektionen waren selten. HPV-16 war der häufigste Hochrisiko-HPV-Typ und machte 59.2% aus.


Obwohl sich die herkömmlichen Samenparameter zwischen der Kontrollgruppe und den mit HR-HPV oder LR-HPV infizierten Personen nicht signifikant unterschieden, war eine HR-HPV-Infektion mit erhöhter Spermiennekrose und höheren Konzentrationen reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) verbunden, was auf oxidativen Stress hindeutet. Unerwartet führte HR-HPV außerdem zu niedrigeren Leukozytenzahlen und geringeren Konzentrationen entzündlicher Zytokine (wie IL-6 und IL-1 beta) in der Samenflüssigkeit – ein Hinweis auf ein lokales immunsuppressives Umfeld.


Die Studie untersuchte zudem Koinfektionen mit anderen Uropathogenen bei HR-HPV-positiven Personen. Obwohl sie keinen signifikanten Einfluss auf herkömmliche Samenqualitätsparameter hatten, verstärkten sie Spermiennekrose und ROS-Produktion. Die Entzündung der Samenflüssigkeit blieb jedoch gering; bei koinfizierten Personen wurden weniger CD45+-Leukozyten beobachtet.


Fazit

Diese Studie verdeutlicht die erhebliche Verbreitung von HR-HPV-Genotypen, insbesondere von HPV-16. Obwohl die herkömmlichen Samenparameter unverändert blieben, war HR-HPV mit erhöhter Spermiennekrose, höheren ROS-Werten und verringerten Konzentrationen entzündlicher Zytokine verbunden, was auf ein lokales immunsuppressives Umfeld hindeutet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bestimmung von HPV-Genotypen bei Männern entscheidend ist, da HR-HPV die Immunantwort beeinträchtigen, die reproduktive Gesundheit beeinflussen und möglicherweise die Persistenz und Übertragung des Virus fördern kann.


Quelle des Beitrags:

Aus dem Internet zusammengetragen


作者 LinkedIVF Team發布於 2024-08-28
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