Nachrichten | Frauen mit Unfruchtbarkeit haben ein um 25% höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen



Nachrichten | Frauen mit Unfruchtbarkeit haben ein um 25% höheres Risiko für Autoimmunerkrankungen



Am 4. 2024 berichtete eine in Human Reproduction veröffentlichte neue Studie, dass Frauen mit Unfruchtbarkeit, die keine Kinderwunschbehandlung erhielten, in den neun Jahren nach einer spontanen Geburt ein höheres Risiko für systemische autoimmune rheumatische Erkrankungen (SARD) hatten als Frauen ohne Fruchtbarkeitsprobleme. Die von Forschenden der University of Toronto Scarborough in Kanada durchgeführte Studie liefert neue Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und Autoimmunerkrankungen.


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Zusammenhang zwischen Unfruchtbarkeit und dem Risiko für Autoimmunerkrankungen

Auch nach Berücksichtigung schwangerschaftsbezogener Komplikationen bei Unfruchtbarkeit wie Präeklampsie, Frühgeburt und Totgeburt hatten Frauen mit Unfruchtbarkeit weiterhin ein höheres SARD-Risiko. Zu diesen seltenen, aber schwerwiegenden Erkrankungen gehören systemischer Lupus erythematodes, das Sjögren-Syndrom und entzündliche Myopathien. Sie treten auf, wenn das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.


Die leitende Forscherin Dr. Natalie V. Scime erklärte, dass Unfruchtbarkeit ein wichtiger Hinweis auf ein künftiges SARD-Risiko sein könnte. „Wir stellten fest, dass Frauen mit Unfruchtbarkeit, die keine Kinderwunschbehandlung erhielten, ein um 25% höheres SARD-Risiko hatten als Frauen ohne Unfruchtbarkeit. Frauen, die eine Kinderwunschbehandlung erhielten, einschließlich ovulationsauslösender Medikamente, intrauteriner Insemination oder invasiver Behandlungen wie In-vitro-Fertilisation (IVF), hatten dagegen ein ähnliches Risiko wie Frauen ohne Fruchtbarkeitsprobleme.“


Methoden und Datenanalyse

Die Studie analysierte Einlingsgeburten von 465078 Frauen im Alter von 18 bis 50 aus den Jahren 2012 bis 2021 anhand der Daten der öffentlichen Krankenversicherung Ontarios. Die Daten decken den Großteil der weiblichen Bevölkerung Ontarios ab und sind sehr repräsentativ.


Die Frauen wurden in vier Gruppen eingeteilt: spontane Empfängnis ohne Unfruchtbarkeit (88%), Unfruchtbarkeit ohne Behandlung (9.2%), nichtinvasive Kinderwunschbehandlung (1.4%) und invasive Behandlung wie IVF (1.4%). Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 6.5 Jahren berücksichtigten die Forschenden Faktoren wie Alter bei der Geburt, Diabetes, Adipositas, Raucheranamnese und Schwangerschaftsanamnese.


Die Studie ergab:


Etwa 9 neue SARD-Fälle pro 10000 Frauen und Jahr bei Frauen ohne Unfruchtbarkeit;

etwa 13 neue Fälle pro 10000 Frauen und Jahr bei Frauen mit unbehandelter Unfruchtbarkeit;

etwa 11 Fälle pro 10000 Frauen und Jahr bei Frauen, die eine invasive oder nichtinvasive Kinderwunschbehandlung erhielten.


Bedeutung und klinische Aspekte

Dr. Scime betonte, wie wichtig es ist, künftige Gesundheitsrisiken bei Frauen mit Unfruchtbarkeit zu erkennen. „Die Diagnose einer SARD dauert oft Jahre. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um Organschäden zu verhindern und die Behandlungsergebnisse zu verbessern. Frauen mit Unfruchtbarkeit sollten während der Behandlung auf rheumatische Symptome wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Hautausschlag sowie auf gynäkologische Symptome wie sexuelle Funktionsstörungen untersucht werden.“


Unfruchtbarkeit hat komplexe Ursachen, darunter Endometriose, Fehlbildungen der Fortpflanzungsorgane und ein höheres mütterliches Alter, die möglicherweise ebenfalls mit dem SARD-Risiko zusammenhängen. Obwohl die Studie diese Einzelheiten nicht untersuchte, gibt sie wichtige Impulse für die Erforschung biologischer Zusammenhänge zwischen Unfruchtbarkeit und SARD.


Die Studienbetreuerin, Associate Professor Hilary Brown, erklärte, künftige Forschungen sollten den Zusammenhang zwischen bestimmten Ursachen der Unfruchtbarkeit und dem SARD-Risiko untersuchen sowie die Auswirkungen von SARD-Erkrankungsprozessen auf die weibliche Fruchtbarkeit.


Künftige Gesundheitsaspekte für Frauen mit Unfruchtbarkeit

Die Studie unterstreicht die mögliche Bedeutung eines Screenings auf rheumatische Erkrankungen im Rahmen der Kinderwunschbehandlung, um eine frühzeitige Intervention und Lebensqualität zu unterstützen. Mit dem Fortschritt der Forschung könnten Ärztinnen und Ärzte präzisere Diagnosen stellen und Behandlungen anbieten.


Quelle:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2024-12-06
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