Wissen | Können Sie mit unregelmäßigen Perioden schwanger werden? Der Zusammenhang zwischen Ovulationsstörungen, PCOS und Medikamenten zur Verbesserung der Fruchtbarkeit



Wissen | Können Sie mit unregelmäßigen Perioden schwanger werden? Der Zusammenhang zwischen Ovulationsstörungen, PCOS und Medikamenten zur Verbesserung der Fruchtbarkeit


Unregelmäßige oder ausbleibende Perioden und ungewöhnliche Blutungen deuten oft auf ein Problem mit dem Eisprung hin. Medizinisch als Anovulation bezeichnet, ist dies eine häufige Ursache für Unfruchtbarkeit und macht 30% bis 40% aller Fälle aus. Die moderne Medizin bietet mehrere Möglichkeiten, Frauen dabei zu helfen, den Eisprung wiederherzustellen und schwanger zu werden. Zunächst muss jedoch die zugrunde liegende Ursache richtig erkannt werden.


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Erster Schritt bei Ovulationsstörungen: Andere hormonelle Erkrankungen ausschließen

Bei einem gestörten Eisprung prüfen Ärztinnen und Ärzte in der Regel zunächst Erkrankungen der Schilddrüse, der Nebennieren oder der Hypophyse. Sind diese ausgeschlossen, kann eine ovulationsauslösende medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden.


Zu den häufigsten oralen Medikamenten gehören:


Clomifen: Dieses seit Langem eingesetzte Medikament der ersten Wahl wird als Clomid oder Serophene verkauft. Es stimuliert die Eierstöcke, mehr Follikel zu rekrutieren, und löst den Eisprung aus.


Letrozol: Wird ebenfalls zur Förderung des Eisprungs eingesetzt und ist besonders bei Patientinnen mit PCOS wirksam.


Ein Standardbehandlungsschema beginnt am 3-5 Tag des Menstruationszyklus. Dabei werden täglich 50 Milligramm über 5 Tage eingenommen. Der Eisprung erfolgt normalerweise innerhalb von 7 Tagen nach der letzten Dosis. Tritt kein Eisprung auf, kann die monatliche Dosis um 50 Milligramm bis auf 150 Milligramm erhöht werden.


Etwa 10% der mit Clomifen behandelten Frauen können Zwillinge oder Mehrlinge bekommen, verglichen mit einer natürlichen Zwillingsrate von nur 1%.


Wenn Medikamente den Zervixschleim beeinflussen: IUI kann helfen

Bei manchen Frauen entsteht nach der Einnahme von Ovulationsmedikamenten ungünstiger Zervixschleim, der den Spermien den Durchtritt durch den Gebärmutterhals erschwert. Eine Ärztin oder ein Arzt kann eine intrauterine Insemination (IUI) empfehlen, bei der aufbereitete Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht werden, um die Chance auf eine Empfängnis zu erhöhen.


Wenn die erste Behandlung erfolglos bleibt, kann ein injizierbares Medikament zur Superovulation wie Gonal-F empfohlen werden, um mehrere Follikel zu stimulieren. Eine engmaschige Überwachung ist wichtig, da diese Behandlung ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS) verursachen kann, das zu Blähungen oder sogar zu einem Krankenhausaufenthalt führen kann.


Daten zeigen, dass 90% der Frauen mit diesen Medikamenten wieder einen Eisprung haben; die Schwangerschaftsraten liegen bei 20% bis 60%.


Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS): Eine häufige Ursache für Ovulationsstörungen

PCOS betrifft etwa 5%–10% der Frauen im gebärfähigen Alter. Das hormonelle Ungleichgewicht verhindert einen normalen Eisprung und kann Folgendes verursachen:


Seltene oder ausbleibende Perioden


Unregelmäßiger oder ausbleibender Eisprung


Gewichtszunahme oder Adipositas, wobei PCOS auch bei schlanken Frauen auftreten kann


Mit Prädiabetes verbundene Insulinresistenz


Hoher Blutdruck und auffällige Blutfettwerte


Vermehrte Gesichts- oder Körperbehaarung


Akne und fettige Haut


Haarausfall oder Haarausfall nach männlichem Muster


Obwohl es derzeit keine Heilung für PCOS gibt, können Blutzuckermanagement, Gewichtsabnahme und Medikamente zur Auslösung des Eisprungs den meisten Frauen helfen, einen regelmäßigen Eisprung wiederzuerlangen und schwanger zu werden. Eine In-vitro-Fertilisation (IVF) kann in Betracht gezogen werden, wenn orale Medikamente nicht wirksam sind.


Stress und Fruchtbarkeit: Ein verborgener Kreislauf

Unfruchtbarkeit verursacht eine erhebliche seelische und körperliche Belastung. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass chronischer Stress den Eisprung beeinträchtigen kann, während eine länger andauernde Unfruchtbarkeit den Stress weiter verstärkt und Beziehungen belasten kann.


Die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) empfiehlt:


Eine gute Kommunikation mit der Partnerin oder dem Partner aufrechterhalten


Emotionale Unterstützung suchen, etwa in einer Selbsthilfegruppe oder Beratung


Entspannungsverfahren wie Meditation oder Yoga ausprobieren


Koffeinkonsum reduzieren


Regelmäßig Sport treiben


Behandlung und Finanzen gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner planen


Sich über Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane und Behandlungsmöglichkeiten informieren, um ein größeres Gefühl der Kontrolle zu gewinnen


Unabhängig davon, ob eine eindeutige medizinische Ursache festgestellt wird, sind emotionale Unterstützung und evidenzbasierte Behandlung bei Unfruchtbarkeit gleichermaßen wichtig.


Quelle des Beitrags:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-05-23
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