Wissen | Brustdichte: Das hinter einer ‚normalen‘ Mammografie verborgene Risiko
JoAnn Pushkin war stets überzeugt, alles richtig zu machen: jedes Jahr eine Mammografie, regelmäßige Selbstuntersuchungen, eine gesunde Ernährung und keine familiäre Vorbelastung für Brustkrebs. Eines Tages ertastete sie dann einen Knoten. Sie machte sich keine Sorgen, weil eine wenige Wochen zuvor durchgeführte Mammografie gezeigt hatte, dass „alles normal“ sei. Auch eine diagnostische Mammografie ergab nichts Auffälliges. Eine noch am selben Tag durchgeführte Ultraschalluntersuchung zeigte jedoch die erschütternde Wahrheit: Sie hatte Brustkrebs.
Pushkin erinnerte sich, dass man ihr nie gesagt hatte, dass sie eine sehr dichte Brust hat. Sie wusste auch nicht, dass eine hohe Brustdichte sowohl das Brustkrebsrisiko erhöht als auch die Erkennungsrate in der Mammografie deutlich verringert. Zusätzliche Bildgebung wie Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) hätte ihren Tumor möglicherweise früher erkannt.
Warum die Brustdichte wichtig ist
Die Brustdichte beeinflusst sowohl das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als auch die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erkennen.
Auf einer Mammografie erscheint Fettgewebe dunkelgrau, während dichtes Drüsengewebe und Tumoren beide weiß erscheinen. Dadurch kann Krebs in dichtem Brustgewebe verborgen bleiben, das ähnlich hell erscheint – selbst bei der dreidimensionalen Brusttomosynthese (3D/Tomosynthese). Dies wird oft mit der Suche nach einem Schneeball in einem Schneesturm verglichen.
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann eine als „normal“, „negativ“ oder „gutartig“ befundete Mammografie Krebs nicht vollständig ausschließen. Jeder neue Knoten oder jede Veränderung der Brust sollte unabhängig davon, wie lange die letzte Untersuchung zurückliegt, sofort einer Ärztin oder einem Arzt gemeldet werden.
Wichtig ist außerdem, dass eine hohe Brustdichte selbst ein unabhängiger Risikofaktor für Brustkrebs ist: Je dichter das Brustgewebe, desto höher das Risiko.
Wie die Brustdichte bestimmt wird
Die Brustdichte wird anhand der Mammografieergebnisse bestimmt und nach dem Verhältnis von Drüsen- zu Fettgewebe in vier Kategorien eingeteilt:
Kategorie A (fett): Fast ausschließlich Fettgewebe
Kategorie B (verstreute fibroglanduläre Dichte): Geringe Mengen an Drüsengewebe
Kategorie C (inhomogen dicht): Dichtes, aber ungleichmäßig verteiltes Drüsengewebe
Kategorie D (extrem dicht): Sehr dichtes Drüsengewebe
Die Kategorien C und D gelten als „dichte Brüste“ und betreffen etwa 40% der Frauen über 40 Jahre. Studien zeigen, dass Frauen mit extrem dichtem Brustgewebe ein vierfach höheres Brustkrebsrisiko als Frauen mit überwiegend fettreichem Brustgewebe haben und dass die Mammografie in dieser Gruppe bis zu 40% der Krebserkrankungen übersehen kann.
So finden Sie heraus, ob Sie dichtes Brustgewebe haben
Nach einer Mammografie übermittelt die radiologische Einrichtung das Ergebnis zur Brustdichte an die behandelnde Einrichtung und kann es auch in den Befundbrief aufnehmen. Derzeit gibt es in 38 US-Bundesstaaten und in Washington, D.C. Gesetze, die vorschreiben, dass Informationen zur Brustdichte im Mammografiebefund mitgeteilt werden; Wortlaut und Detailgrad unterscheiden sich jedoch je nach Bundesstaat.
Patientinnen können die Offenlegungsvorschriften der einzelnen Bundesstaaten auf der Gesetzeskarte von DenseBreast-info.org einsehen.
Früherkennung ist entscheidend
Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs verbessert die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich. Jede Frau sollte ihre Brustdichte und persönlichen Risikofaktoren kennen und mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, ob zusätzliche Bildgebung wie Ultraschall oder MRT erforderlich ist, um mögliche Auffälligkeiten möglichst früh zu erkennen.
Wichtige Fakten (Quelle: DenseBreast-info.org)
Etwa 40% der Frauen ab 40 Jahren haben dichtes Brustgewebe.
Frauen mit extrem dichtem Brustgewebe haben ein vierfach höheres Brustkrebsrisiko als Frauen allgemein.
Die Mammografie kann bei dichtem Brustgewebe bis zu 40% der Krebserkrankungen übersehen.
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann die Ergänzung der Mammografie durch Ultraschall oder MRT die Früherkennung von Krebs deutlich verbessern.
Wissen | Brustdichte: Das hinter einer „normalen“ Mammografie verborgene Risiko
Wissen | Brustdichte: Das hinter einer ‚normalen‘ Mammografie verborgene Risiko
JoAnn Pushkin war stets überzeugt, alles richtig zu machen: jedes Jahr eine Mammografie, regelmäßige Selbstuntersuchungen, eine gesunde Ernährung und keine familiäre Vorbelastung für Brustkrebs. Eines Tages ertastete sie dann einen Knoten. Sie machte sich keine Sorgen, weil eine wenige Wochen zuvor durchgeführte Mammografie gezeigt hatte, dass „alles normal“ sei. Auch eine diagnostische Mammografie ergab nichts Auffälliges. Eine noch am selben Tag durchgeführte Ultraschalluntersuchung zeigte jedoch die erschütternde Wahrheit: Sie hatte Brustkrebs.
Pushkin erinnerte sich, dass man ihr nie gesagt hatte, dass sie eine sehr dichte Brust hat. Sie wusste auch nicht, dass eine hohe Brustdichte sowohl das Brustkrebsrisiko erhöht als auch die Erkennungsrate in der Mammografie deutlich verringert. Zusätzliche Bildgebung wie Ultraschall oder Magnetresonanztomografie (MRT) hätte ihren Tumor möglicherweise früher erkannt.
Warum die Brustdichte wichtig ist
Die Brustdichte beeinflusst sowohl das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, als auch die Wahrscheinlichkeit, ihn zu erkennen.
Auf einer Mammografie erscheint Fettgewebe dunkelgrau, während dichtes Drüsengewebe und Tumoren beide weiß erscheinen. Dadurch kann Krebs in dichtem Brustgewebe verborgen bleiben, das ähnlich hell erscheint – selbst bei der dreidimensionalen Brusttomosynthese (3D/Tomosynthese). Dies wird oft mit der Suche nach einem Schneeball in einem Schneesturm verglichen.
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann eine als „normal“, „negativ“ oder „gutartig“ befundete Mammografie Krebs nicht vollständig ausschließen. Jeder neue Knoten oder jede Veränderung der Brust sollte unabhängig davon, wie lange die letzte Untersuchung zurückliegt, sofort einer Ärztin oder einem Arzt gemeldet werden.
Wichtig ist außerdem, dass eine hohe Brustdichte selbst ein unabhängiger Risikofaktor für Brustkrebs ist: Je dichter das Brustgewebe, desto höher das Risiko.
Wie die Brustdichte bestimmt wird
Die Brustdichte wird anhand der Mammografieergebnisse bestimmt und nach dem Verhältnis von Drüsen- zu Fettgewebe in vier Kategorien eingeteilt:
Kategorie A (fett): Fast ausschließlich Fettgewebe
Kategorie B (verstreute fibroglanduläre Dichte): Geringe Mengen an Drüsengewebe
Kategorie C (inhomogen dicht): Dichtes, aber ungleichmäßig verteiltes Drüsengewebe
Kategorie D (extrem dicht): Sehr dichtes Drüsengewebe
Die Kategorien C und D gelten als „dichte Brüste“ und betreffen etwa 40% der Frauen über 40 Jahre. Studien zeigen, dass Frauen mit extrem dichtem Brustgewebe ein vierfach höheres Brustkrebsrisiko als Frauen mit überwiegend fettreichem Brustgewebe haben und dass die Mammografie in dieser Gruppe bis zu 40% der Krebserkrankungen übersehen kann.
So finden Sie heraus, ob Sie dichtes Brustgewebe haben
Nach einer Mammografie übermittelt die radiologische Einrichtung das Ergebnis zur Brustdichte an die behandelnde Einrichtung und kann es auch in den Befundbrief aufnehmen. Derzeit gibt es in 38 US-Bundesstaaten und in Washington, D.C. Gesetze, die vorschreiben, dass Informationen zur Brustdichte im Mammografiebefund mitgeteilt werden; Wortlaut und Detailgrad unterscheiden sich jedoch je nach Bundesstaat.
Patientinnen können die Offenlegungsvorschriften der einzelnen Bundesstaaten auf der Gesetzeskarte von DenseBreast-info.org einsehen.
Früherkennung ist entscheidend
Die frühzeitige Erkennung von Brustkrebs verbessert die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich. Jede Frau sollte ihre Brustdichte und persönlichen Risikofaktoren kennen und mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, ob zusätzliche Bildgebung wie Ultraschall oder MRT erforderlich ist, um mögliche Auffälligkeiten möglichst früh zu erkennen.
Wichtige Fakten (Quelle: DenseBreast-info.org)
Etwa 40% der Frauen ab 40 Jahren haben dichtes Brustgewebe.
Frauen mit extrem dichtem Brustgewebe haben ein vierfach höheres Brustkrebsrisiko als Frauen allgemein.
Die Mammografie kann bei dichtem Brustgewebe bis zu 40% der Krebserkrankungen übersehen.
Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann die Ergänzung der Mammografie durch Ultraschall oder MRT die Früherkennung von Krebs deutlich verbessern.
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