Nachrichten | Ernährung und Fruchtbarkeit: Wie Kohlenhydrate, Proteine und Fettsäuren Unfruchtbarkeit beeinflussen können



Nachrichten | Ernährung und Fruchtbarkeit: Wie Kohlenhydrate, Proteine und Fettsäuren die Unfruchtbarkeit beeinflussen können


Weibliche Unfruchtbarkeit erhält in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Ernährung als veränderbarer Risikofaktor die weibliche Fruchtbarkeit und die Ergebnisse der In-vitro-Fertilisation (IVF) erheblich beeinflussen kann. Die Studie hebt die Rolle von Kohlenhydraten, Proteinen und Fettsäuren hervor und fordert weitere Forschung.


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Ernährung und weibliche Fruchtbarkeit: Steigende Unfruchtbarkeitsraten

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit etwa 15%-20% der Paare von Unfruchtbarkeit betroffen. Angesichts steigender Raten untersuchen immer mehr Studien, ob Änderungen des Lebensstils und der Ernährung die Fruchtbarkeit verbessern können. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Ernährungsweisen wie die mediterrane und die westliche Ernährung sowie bestimmte Lebensmittel die weibliche Unfruchtbarkeit erheblich beeinflussen können.


Eine aktuelle Studie in Reproductive Toxicology untersuchte den komplexen Zusammenhang zwischen Ernährung und weiblicher Fruchtbarkeit mit Schwerpunkt auf Kohlenhydraten, Proteinen und Fettsäuren.


Auswirkungen von Kohlenhydraten

Kohlenhydrate sind die wichtigste Energiequelle des Körpers und können die weibliche Fruchtbarkeit über den Glukosestoffwechsel und die insulinvermittelte Blutzuckerregulation beeinflussen. Ernährungsweisen mit einem hohen glykämischen Index (GI) und einer hohen glykämischen Last (GL) können die Eierstockfunktion beeinträchtigen. Komplexe Kohlenhydrate wie lösliche Ballaststoffe und Vollkornprodukte können dagegen die glykämische Last senken und die Schwangerschafts- und Lebendgeburtenraten verbessern.


Daten aus der Nurses' Health Study II zeigten, dass Frauen mit höherer Kohlenhydrataufnahme ein etwa 80% höheres Risiko für ovulatorisch bedingte Unfruchtbarkeit hatten als Frauen mit geringerer Aufnahme. Eine kalorienreduzierte Ernährung mit einem Kohlenhydratanteil unter 45% kann die Symptome des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS) verbessern, follikelstimulierendes Hormon (FSH) und Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG) erhöhen, Testosteron und Insulin senken und die Gewichtsabnahme bei übergewichtigen oder adipösen Patientinnen mit PCOS unterstützen.


Rolle der Proteine

Die Aufnahme tierischer Proteine war positiv mit Ovulationsstörungen verbunden, während pflanzliche Proteine mit einem geringeren Risiko einhergingen. Der Ersatz tierischer durch pflanzliche Proteine bei 5% der Energiezufuhr senkte das Risiko für Ovulationsstörungen um mehr als 50%.


Auch der Verzehr von Soja und Milchprodukten war mit besseren IVF-Ergebnissen verbunden. Soja enthält Phytoöstrogene, strukturell dem Östrogen ähnliche Isoflavone, die über Östrogenrezeptoren eine schwache östrogene Wirkung entfalten und die weibliche Fruchtbarkeit unterstützen können.


Auswirkungen von Fettsäuren

Omega-3- und Omega-6-mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFAs) sind häufige Nahrungsfette. Omega-3-PUFAs kommen hauptsächlich in Lachs, Makrelen, Sardinen, Thunfisch, Nüssen, Samen und Pflanzenölen vor; Omega-6-PUFAs finden sich häufig in Geflügel, Fisch, Eiern, Nüssen und Samen.


Obwohl die Erkenntnisse zu ihren Auswirkungen auf IVF nicht eindeutig sind, kann eine höhere Aufnahme von Omega-3-PUFAs mit einer höheren Schwangerschaftswahrscheinlichkeit verbunden sein. Einige Lebensmittel können zudem die Belastung durch persistente organische Schadstoffe erhöhen: Fisch kann Methylquecksilber oder Dioxine enthalten, während Obst und Gemüse Pestizidrückstände aufweisen können. Das Risiko kann von der Verzehrmenge, dem ethnischen Hintergrund und dem Hormonstatus abhängen.


Implikationen und künftige Forschung

Trotz Fortschritten in der Forschung zu Ernährung und weiblicher Fruchtbarkeit reichen die aktuellen Daten nicht für definitive klinische Ernährungsempfehlungen aus. Die Forschenden fordern weitere Untersuchungen zur Ernährung, zu endokrinen Disruptoren und deren Auswirkungen auf die Fortpflanzungsfunktion.


Die Ergebnisse liefern nützliche Hinweise zur Verbesserung der weiblichen Fruchtbarkeit, doch sind weitere Belege erforderlich, um Ernährungsempfehlungen für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch zu entwickeln.


Quelle des Beitrags:

Zusammengetragen aus Online-Quellen

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-01-03
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