Nachrichten | Aquablation zeigt Vorteile bei vergrößerter Prostata: Erhalt der Sexualfunktion und weniger Nebenwirkungen
Eine kürzlich auf dem 2025 Kongress der European Association of Urology (EAU) vorgestellte Studie ergab, dass Aquablation, ein Wasserstrahlverfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH), ebenso wirksam wie eine Laseroperation war und gleichzeitig Ejakulationsstörungen deutlich verringerte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine sicherere und bevorzugte Alternative sein könnte.
Aquablation ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein Hochdruck-Wasserstrahl, robotergestützte Navigation und Ultraschallführung eingesetzt werden, um überschüssiges Prostatagewebe präzise zu entfernen. Die WATER-III-Studie ist die erste, die Sicherheit und Wirksamkeit bei **großen Prostatadrüsen (80 bis 180 Milliliter)** bestätigt und das Verfahren mit herkömmlichen Laserverfahren (HoLEP oder ThuLEP) vergleicht.
Die von der Universität Bonn geleitete Studie umfasste mehrere medizinische Zentren in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Teilgenommen haben 202 Männer, die sich einer BPH-Operation unterzogen. Davon erhielten 98 eine Aquablation und 88 eine Laseroperation.
Bei der Nachuntersuchung nach drei Monaten untersuchten die Forschenden retrograde Ejakulation, Harninkontinenz und die Verbesserung der Harnsymptome anhand des International Prostate Symptom Score (IPSS). Die Ergebnisse zeigten:
Unter 89 sexuell aktiven Männern trat eine retrograde Ejakulation nur bei 15% der mit Aquablation behandelten Männer auf, verglichen mit 77% in der Laseroperationsgruppe
Harninkontinenz trat bei 9% der Aquablation-Gruppe und bei 20% der Laseroperationsgruppe auf
Beide Gruppen erzielten eine ähnliche Verbesserung der Harnsymptome und hatten ähnliche Raten postoperativer unerwünschter Ereignisse
Professor Manuel Ritter, Direktor der Urologie am Universitätsklinikum Bonn und leitender Prüfarzt, sagte: „Aquablation ist ein wichtiger Fortschritt für Männer, die ihre Sexualfunktion erhalten und gleichzeitig eine BPH behandeln lassen möchten. Viele Patientinnen und Patienten können nach der Operation außerdem auf eine langfristige medikamentöse Behandlung verzichten, was ihre Lebensqualität deutlich verbessert.“
Er ergänzte, dass Aquablation eine kürzere Lernkurve als die Laseroperation habe und breiter eingesetzt werden könne, sodass auch große Prostatadrüsen präzise und sicher entfernt werden könnten.
Die benigne Prostatahyperplasie gehört weltweit zu den häufigsten Prostataerkrankungen. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu und betrifft mehr als die Hälfte der Männer über 50 sowie mehr als 80% der Männer über 70. Obwohl die Erkrankung gutartig ist, verursacht sie häufigen Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und einen schwachen Harnstrahl und beeinträchtigt dadurch die Lebensqualität erheblich.
Zu den gängigen Operationsverfahren gehören die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) und die Laserenukleation. Beide verursachen jedoch häufig Nebenwirkungen wie retrograde Ejakulation und erektile Dysfunktion. Eine frühere Studie über fünf Jahre zeigte zudem, dass Aquablation die retrograde Ejakulation im Vergleich zur TURP deutlich verringerte.
Professor Cosimo De Nunzio, außerordentlicher Professor für Urologie an der Sapienza-Universität in Rom und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des EAU-Kongresses, kommentierte die Studie: „Die Erhaltung der sexuellen Lust und der Ejakulationsfunktion bei gleichzeitiger Verbesserung der Harnsymptome war bei der BPH-Behandlung immer eine Herausforderung. Aquablation bietet eine sehr ermutigende Lösung.“
Er wies darauf hin, dass die Nachbeobachtungszeit mit nur drei Monaten noch kurz sei. Künftige Studien sollten längerfristige Ergebnisse untersuchen und mehr Hochrisikopatienten einschließen, etwa Menschen mit chronischem Harnverhalt oder liegenden Kathetern. Auch Veränderungen des prostataspezifischen Antigens (PSA) und Verbesserungen des Harnflusses sollten bei weiterer Forschung im Mittelpunkt stehen.
Die WATER-III-Studie wurde von PROCEPT BioRobotics, dem Entwickler der Aquablationstechnologie, finanziert und von der Universität Bonn gesponsert.
Nachrichten | Aquablation zeigt Vorteile bei vergrößerter Prostata: Erhalt der Sexualfunktion und weniger Nebenwirkungen
Nachrichten | Aquablation zeigt Vorteile bei vergrößerter Prostata: Erhalt der Sexualfunktion und weniger Nebenwirkungen
Eine kürzlich auf dem 2025 Kongress der European Association of Urology (EAU) vorgestellte Studie ergab, dass Aquablation, ein Wasserstrahlverfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH), ebenso wirksam wie eine Laseroperation war und gleichzeitig Ejakulationsstörungen deutlich verringerte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es eine sicherere und bevorzugte Alternative sein könnte.
Aquablation ist ein minimalinvasives Verfahren, bei dem ein Hochdruck-Wasserstrahl, robotergestützte Navigation und Ultraschallführung eingesetzt werden, um überschüssiges Prostatagewebe präzise zu entfernen. Die WATER-III-Studie ist die erste, die Sicherheit und Wirksamkeit bei **großen Prostatadrüsen (80 bis 180 Milliliter)** bestätigt und das Verfahren mit herkömmlichen Laserverfahren (HoLEP oder ThuLEP) vergleicht.
Die von der Universität Bonn geleitete Studie umfasste mehrere medizinische Zentren in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Teilgenommen haben 202 Männer, die sich einer BPH-Operation unterzogen. Davon erhielten 98 eine Aquablation und 88 eine Laseroperation.
Bei der Nachuntersuchung nach drei Monaten untersuchten die Forschenden retrograde Ejakulation, Harninkontinenz und die Verbesserung der Harnsymptome anhand des International Prostate Symptom Score (IPSS). Die Ergebnisse zeigten:
Unter 89 sexuell aktiven Männern trat eine retrograde Ejakulation nur bei 15% der mit Aquablation behandelten Männer auf, verglichen mit 77% in der Laseroperationsgruppe
Harninkontinenz trat bei 9% der Aquablation-Gruppe und bei 20% der Laseroperationsgruppe auf
Beide Gruppen erzielten eine ähnliche Verbesserung der Harnsymptome und hatten ähnliche Raten postoperativer unerwünschter Ereignisse
Professor Manuel Ritter, Direktor der Urologie am Universitätsklinikum Bonn und leitender Prüfarzt, sagte: „Aquablation ist ein wichtiger Fortschritt für Männer, die ihre Sexualfunktion erhalten und gleichzeitig eine BPH behandeln lassen möchten. Viele Patientinnen und Patienten können nach der Operation außerdem auf eine langfristige medikamentöse Behandlung verzichten, was ihre Lebensqualität deutlich verbessert.“
Er ergänzte, dass Aquablation eine kürzere Lernkurve als die Laseroperation habe und breiter eingesetzt werden könne, sodass auch große Prostatadrüsen präzise und sicher entfernt werden könnten.
Die benigne Prostatahyperplasie gehört weltweit zu den häufigsten Prostataerkrankungen. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu und betrifft mehr als die Hälfte der Männer über 50 sowie mehr als 80% der Männer über 70. Obwohl die Erkrankung gutartig ist, verursacht sie häufigen Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und einen schwachen Harnstrahl und beeinträchtigt dadurch die Lebensqualität erheblich.
Zu den gängigen Operationsverfahren gehören die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) und die Laserenukleation. Beide verursachen jedoch häufig Nebenwirkungen wie retrograde Ejakulation und erektile Dysfunktion. Eine frühere Studie über fünf Jahre zeigte zudem, dass Aquablation die retrograde Ejakulation im Vergleich zur TURP deutlich verringerte.
Professor Cosimo De Nunzio, außerordentlicher Professor für Urologie an der Sapienza-Universität in Rom und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees des EAU-Kongresses, kommentierte die Studie: „Die Erhaltung der sexuellen Lust und der Ejakulationsfunktion bei gleichzeitiger Verbesserung der Harnsymptome war bei der BPH-Behandlung immer eine Herausforderung. Aquablation bietet eine sehr ermutigende Lösung.“
Er wies darauf hin, dass die Nachbeobachtungszeit mit nur drei Monaten noch kurz sei. Künftige Studien sollten längerfristige Ergebnisse untersuchen und mehr Hochrisikopatienten einschließen, etwa Menschen mit chronischem Harnverhalt oder liegenden Kathetern. Auch Veränderungen des prostataspezifischen Antigens (PSA) und Verbesserungen des Harnflusses sollten bei weiterer Forschung im Mittelpunkt stehen.
Die WATER-III-Studie wurde von PROCEPT BioRobotics, dem Entwickler der Aquablationstechnologie, finanziert und von der Universität Bonn gesponsert.
Quelle des Beitrags:
Online zusammengestellt