Nachrichten | Nichthormonelles Verhütungsmittel für Männer war bei Mäusen zu 99% wirksam und hatte keine Nebenwirkungen



Nachrichten | Nichthormonelles Verhütungsmittel für Männer zeigt in Mäuseexperimenten eine Wirksamkeit von 99% ohne Nebenwirkungen


Auf der Frühjahrstagung der American Chemical Society (ACS) 2022 gab ein Forschungsteam der University of Minnesota bekannt, ein nichthormonelles orales Verhütungsmittel für Männer entwickelt zu haben. In Mäuseexperimenten zeigte es eine extrem hohe empfängnisverhütende Wirksamkeit (99%) ohne offensichtliche Nebenwirkungen. Der Erfolg könnte Männern eine reversible, sichere und hormonunabhängige neue Verhütungsoption bieten und die langfristige Verhütungsverantwortung von Frauen entlasten.


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Die derzeitigen Verhütungsmöglichkeiten für Männer sind begrenzt, und die Verantwortung ist ungleich verteilt

Während Frauen verschiedene Verhütungsmöglichkeiten wie orale Kontrazeptiva, Pflaster und Intrauterinpessare zur Verfügung stehen, beschränken sich die derzeitigen Optionen für Männer weiterhin auf Kondome und eine Vasektomie. Erstere birgt das Risiko von Anwendungsfehlern oder Versagen, letztere gilt als dauerhafte Sterilisation, die irreversibel ist oder nur äußerst selten rückgängig gemacht werden kann. Dieser Mangel an Optionen hat dazu geführt, dass Frauen langfristig die „alleinige Verantwortung“ für die Verhütung tragen.


Nichthormoneller Ansatz: neue Hoffnung zur Vermeidung von Nebenwirkungen

„Wissenschaftler versuchen seit Jahrzehnten, ein wirksames orales Verhütungsmittel für Männer zu entwickeln, doch bisher gibt es kein zugelassenes Produkt“, sagte Md Abdullah Al Noman, Doktorand am College of Pharmacy der University of Minnesota und einer der Projektleiter, auf der Tagung. Die meisten männlichen Verhütungsmittel, die derzeit in klinischen Studien geprüft werden, zielen auf Sexualhormone wie Testosteron ab. Diese Medikamente gehen jedoch häufig mit Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Depressionen und erhöhten LDL-Cholesterinwerten einher.


„Wir wollten ein nichthormonelles Verhütungsmittel für Männer entwickeln, um diese Nebenwirkungen zu vermeiden“, sagte Noman.


Gezielte Hemmung der Fruchtbarkeit über das RAR-alpha-Protein

Das Forschungsteam konzentrierte sich auf ein Protein namens Retinsäurerezeptor alpha (RAR-alpha). RAR-alpha ist einer von drei Retinsäurerezeptoren. Retinsäure, eine Form von Vitamin A, spielt eine wichtige Rolle beim Zellwachstum, bei der Differenzierung (einschließlich der Spermatogenese) und bei der Embryonalentwicklung. Frühere Studien haben gezeigt, dass die Ausschaltung des RAR-alpha-Gens bei männlichen Mäusen zu Unfruchtbarkeit, aber nicht zu offensichtlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt.


Das Team analysierte außerdem die Unterschiede in der Kristallstruktur, durch die RAR-alpha und seine verwandten Rezeptoren RAR-beta und RAR-gamma Retinsäure binden, und untersuchte sowie synthetisierte etwa 100 Kandidatenverbindungen. Schließlich identifizierte es eine Verbindung namens YCT529, die RAR-alpha nahezu 500-mal wirksamer hemmt als RAR-beta und RAR-gamma und damit eine äußerst hohe Selektivität zeigt.


Mäuseexperimente: Orale Gabe über 4 Wochen erreicht eine empfängnisverhütende Wirksamkeit von 99%

Nachdem männliche Mäuse in den Experimenten vier Wochen lang YCT529 oral erhalten hatten, sank ihre Spermienzahl deutlich, und in Paarungsversuchen wurde eine Verhütungsrate von 99% erreicht. Während des Behandlungszeitraums wurden keine sichtbaren Nebenwirkungen beobachtet. Noch wichtiger: 4 bis 6 Wochen nach dem Absetzen des Medikaments erlangten die Mäuse ihre Fruchtbarkeit vollständig zurück, was auf eine gute Reversibilität dieser Methode hindeutet.


Humanstudien sollen noch in diesem Jahr beginnen

Laut Dr. Gunda Georg vom College of Pharmacy der University of Minnesota, einer der Projektleiterinnen, soll YCT529 im dritten oder vierten Quartal des Jahres 2022 in klinische Studien am Menschen eintreten. „Obwohl die Ergebnisse der Tierversuche ermutigend sind, bleibt die Übertragbarkeit auf die Wirksamkeit beim Menschen unsicher“, sagte Georg. Daher untersucht das Team aktiv Wirkstoffkandidaten der nächsten Generation, indem es entweder die Strukturen bestehender Verbindungen optimiert oder völlig neue Gerüste entwickelt, um Wirksamkeit und Sicherheit weiter zu verbessern.


Das Forschungsteam hofft, mit seiner Arbeit die technischen Hürden zu überwinden, die die Verfügbarkeit oraler Verhütungsmittel für Männer auf dem Markt seit Langem behindern, und eine größere Gleichheit bei der weltweiten Verhütungsverantwortung zu fördern.


Quelle der Meldung:

Aus dem Internet zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-09-16
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