Nachrichten | US-Studie: Höherer Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel mit geringerer Fruchtbarkeit bei Frauen verbunden; Vorteile der mediterranen Ernährung möglicherweise vom Körpergewicht beeinflusst
Eine auf einer repräsentativen US-Bevölkerung basierende Datenstudie zeigt: Je höher der Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel (UPF) in der Ernährung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen als "fruchtbar" eingestuft werden. Die mediterrane Ernährung zeigte in der vorläufigen Analyse einen positiven Effekt, der nach Berücksichtigung von Adipositas deutlich abgeschwächt war. Die Studie wurde in Nutrition and Health veröffentlicht.
Das Forschungsteam analysierte Daten der US National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) von 2013 bis 2018 und untersuchte 2,582 Frauen im Alter von 20 bis 45. Infertilität wurde anhand der selbst angegebenen "ausbleibenden Empfängnis nach 12 Monaten mit Kinderwunsch" definiert. Etwa 88% der Teilnehmerinnen wurden als fruchtbar eingestuft, während 12% über Fruchtbarkeitsprobleme berichteten.
Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel: deutlich mit geringerer Fruchtbarkeit verbunden
Etwa 27% der täglichen Energiezufuhr von Frauen stammten aus hochverarbeiteten Lebensmitteln; bei infertilen Frauen stieg der Anteil auf 31%. Mit jeder Zunahme des UPF-Anteils um 10% sank die Wahrscheinlichkeit, als fruchtbar eingestuft zu werden, deutlich. Der Zusammenhang blieb nach Anpassung an Energiezufuhr und Adipositas bestehen.
Dies deutet darauf hin, dass hochverarbeitete Lebensmittel die Fruchtbarkeit nicht nur über Körpergewicht oder Adipositas, sondern auch über komplexere metabolische und endokrine Mechanismen beeinflussen könnten.
Mediterrane Ernährung: Vorteile vorhanden, aber durch Adipositas "abgeschwächt"
Frauen mit mediterraner Ernährungsweise (reich an Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüssen und Fisch) hatten im vorläufigen Modell eine höhere Fruchtbarkeitswahrscheinlichkeit. Nach Berücksichtigung von Adipositas war der Zusammenhang jedoch statistisch nicht mehr signifikant.
Die Forschenden vermuteten, dass die Vorteile teilweise durch Verbesserungen von Körpergewicht und Stoffwechselgesundheit entstehen, statt vollständig unabhängig davon zu wirken.
Mögliche Mechanismen: von Nährstoffmangel bis zur Störung des Hormonsystems
Die Studie erklärte den Zusammenhang zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit auf mehreren Ebenen:
Nährstoffmangel: Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten meist wenig Ballaststoffe, Folat, Eisen und Antioxidanzien – wichtige Nährstoffe für Hormonhaushalt und Eierstockfunktion
Endokrine Disruptoren: Verarbeitung und Verpackung können Chemikalien wie Phthalate und Bisphenole einbringen, die nachweislich mit hormonellen Störungen und geringerer Fruchtbarkeit verbunden sind
Chronische Entzündung und Ungleichgewicht der Darmmikrobiota: Eine UPF-reiche Ernährung steht eng mit Entzündungsreaktionen und Darmdysbiose in Verbindung, die Eizellqualität, Embryonalentwicklung und Empfänglichkeit der Gebärmutterschleimhaut beeinflussen können
Gemeinsam bilden diese Mechanismen die biologische Grundlage dafür, wie Ernährung die reproduktive Gesundheit beeinflusst.
Bedeutung für die öffentliche Gesundheit: von "Was essen?" zu "Wie wird es verarbeitet?"
Die Studie betont, dass neben der Nährstoffzufuhr auch der "Grad der Lebensmittelverarbeitung" eine wichtige Dimension von Maßnahmen zur reproduktiven Gesundheit werden sollte. Die Reduktion hochverarbeiteter Lebensmittel und der vermehrte Verzehr natürlicher oder minimal verarbeiteter Lebensmittel könnten eine leichter umsetzbare Strategie sein als die bloße Berechnung von Kalorien- oder Nährstoffanteilen.
Außerdem könnten die Auswirkungen einer Ernährungsweise wie der mediterranen Ernährung vom Stoffwechselstatus, insbesondere vom Gewichtsmanagement, abhängen.
Einschränkungen der Studie und zukünftige Forschung
Die querschnittliche Studie kann keine Kausalität feststellen. Der Fruchtbarkeitsstatus beruht auf Selbstauskünften, wodurch klinische Infertilitätsfälle möglicherweise unterschätzt oder falsch klassifiziert werden. Langfristige Nachbeobachtungsstudien und mechanistische Forschung sind nötig, um die kausalen Wege zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit zu klären.
Nachrichten | US-Studie: Höherer Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel mit geringerer weiblicher Fruchtbarkeit verbunden; Vorteile der Mittelmeerdiät möglicherweise gewichtsabhängig
Nachrichten | US-Studie: Höherer Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel mit geringerer Fruchtbarkeit bei Frauen verbunden; Vorteile der mediterranen Ernährung möglicherweise vom Körpergewicht beeinflusst
Eine auf einer repräsentativen US-Bevölkerung basierende Datenstudie zeigt: Je höher der Anteil hochverarbeiteter Lebensmittel (UPF) in der Ernährung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen als "fruchtbar" eingestuft werden. Die mediterrane Ernährung zeigte in der vorläufigen Analyse einen positiven Effekt, der nach Berücksichtigung von Adipositas deutlich abgeschwächt war. Die Studie wurde in Nutrition and Health veröffentlicht.
Das Forschungsteam analysierte Daten der US National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) von 2013 bis 2018 und untersuchte 2,582 Frauen im Alter von 20 bis 45. Infertilität wurde anhand der selbst angegebenen "ausbleibenden Empfängnis nach 12 Monaten mit Kinderwunsch" definiert. Etwa 88% der Teilnehmerinnen wurden als fruchtbar eingestuft, während 12% über Fruchtbarkeitsprobleme berichteten.
Verzehr hochverarbeiteter Lebensmittel: deutlich mit geringerer Fruchtbarkeit verbunden
Etwa 27% der täglichen Energiezufuhr von Frauen stammten aus hochverarbeiteten Lebensmitteln; bei infertilen Frauen stieg der Anteil auf 31%. Mit jeder Zunahme des UPF-Anteils um 10% sank die Wahrscheinlichkeit, als fruchtbar eingestuft zu werden, deutlich. Der Zusammenhang blieb nach Anpassung an Energiezufuhr und Adipositas bestehen.
Dies deutet darauf hin, dass hochverarbeitete Lebensmittel die Fruchtbarkeit nicht nur über Körpergewicht oder Adipositas, sondern auch über komplexere metabolische und endokrine Mechanismen beeinflussen könnten.
Mediterrane Ernährung: Vorteile vorhanden, aber durch Adipositas "abgeschwächt"
Frauen mit mediterraner Ernährungsweise (reich an Obst, Gemüse, Vollkorn, Nüssen und Fisch) hatten im vorläufigen Modell eine höhere Fruchtbarkeitswahrscheinlichkeit. Nach Berücksichtigung von Adipositas war der Zusammenhang jedoch statistisch nicht mehr signifikant.
Die Forschenden vermuteten, dass die Vorteile teilweise durch Verbesserungen von Körpergewicht und Stoffwechselgesundheit entstehen, statt vollständig unabhängig davon zu wirken.
Mögliche Mechanismen: von Nährstoffmangel bis zur Störung des Hormonsystems
Die Studie erklärte den Zusammenhang zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit auf mehreren Ebenen:
Nährstoffmangel: Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten meist wenig Ballaststoffe, Folat, Eisen und Antioxidanzien – wichtige Nährstoffe für Hormonhaushalt und Eierstockfunktion
Endokrine Disruptoren: Verarbeitung und Verpackung können Chemikalien wie Phthalate und Bisphenole einbringen, die nachweislich mit hormonellen Störungen und geringerer Fruchtbarkeit verbunden sind
Chronische Entzündung und Ungleichgewicht der Darmmikrobiota: Eine UPF-reiche Ernährung steht eng mit Entzündungsreaktionen und Darmdysbiose in Verbindung, die Eizellqualität, Embryonalentwicklung und Empfänglichkeit der Gebärmutterschleimhaut beeinflussen können
Gemeinsam bilden diese Mechanismen die biologische Grundlage dafür, wie Ernährung die reproduktive Gesundheit beeinflusst.
Bedeutung für die öffentliche Gesundheit: von "Was essen?" zu "Wie wird es verarbeitet?"
Die Studie betont, dass neben der Nährstoffzufuhr auch der "Grad der Lebensmittelverarbeitung" eine wichtige Dimension von Maßnahmen zur reproduktiven Gesundheit werden sollte. Die Reduktion hochverarbeiteter Lebensmittel und der vermehrte Verzehr natürlicher oder minimal verarbeiteter Lebensmittel könnten eine leichter umsetzbare Strategie sein als die bloße Berechnung von Kalorien- oder Nährstoffanteilen.
Außerdem könnten die Auswirkungen einer Ernährungsweise wie der mediterranen Ernährung vom Stoffwechselstatus, insbesondere vom Gewichtsmanagement, abhängen.
Einschränkungen der Studie und zukünftige Forschung
Die querschnittliche Studie kann keine Kausalität feststellen. Der Fruchtbarkeitsstatus beruht auf Selbstauskünften, wodurch klinische Infertilitätsfälle möglicherweise unterschätzt oder falsch klassifiziert werden. Langfristige Nachbeobachtungsstudien und mechanistische Forschung sind nötig, um die kausalen Wege zwischen Ernährung und Fruchtbarkeit zu klären.
Quelle:
Aus dem Internet zusammengetragen