Wissen | Schon 6 Monate vor der Schwangerschaft mit der Vorbereitung beginnen? Experten erläutern sieben wichtige Maßnahmen für die Gesundheit vor der Empfängnis
Wissenswertes | 6 Monate vor der Schwangerschaft beginnen? Experten nennen sieben wichtige Maßnahmen
Viele sehen die Schwangerschaft als etwas, das mit einem positiven Test beginnt. Experten empfehlen jedoch, bereits 6 Monate vor dem Kinderwunsch mit der Vorbereitung zu beginnen. Das kann Empfängnis und fetale Gesundheit beeinflussen.
„Für eine gesunde Schwangerschaft und ein gesundes Baby sollten Sie und Ihr Partner Ihren Lebensstil ändern“, betont Dr. Sherry Ross, Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie am Providence Saint John’s Health Center in Santa Monica, Kalifornien.
Diese Checkliste zur Gesundheit vor der Empfängnis fasst Empfehlungen mehrerer Fachärzte zusammen und richtet sich an alle mit Kinderwunsch.
1. So früh wie möglich mit dem Rauchen aufhören, auch mit E-Zigaretten
Rauchen senkt bei Männern und Frauen die Empfängniswahrscheinlichkeit.
Bei Männern kann es die Spermienzahl und -form beeinträchtigen. Bei Frauen erhöht es unter anderem das Risiko für Fehlgeburt, Frühgeburt, niedriges Geburtsgewicht und möglicherweise SIDS.
Nikotin aus E-Zigaretten kann die Entwicklung von Gehirn und Lunge des Fötus beeinträchtigen. „Das Aufhören erfordert oft mehrere Versuche – durchschnittlich 30 –, daher ist ein früher Beginn besser.“
2. Frühzeitig das Gewicht regulieren
Unter- oder Übergewicht vor der Schwangerschaft kann deren Wahrscheinlichkeit und Sicherheit beeinflussen. Dr. Randy Fiorentino vom St. Joseph Hospital erklärt:
Übergewicht kann Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und ein zu hohes Geburtsgewicht des Fötus begünstigen;
Untergewicht kann zu Frühgeburt oder einer Fehlentwicklung der fetalen Wirbelsäule führen.
Kennen Sie Ihren BMI und halten Sie ihn in einem geeigneten Bereich. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Eiweiß, fettarmen Milchprodukten und Vollkorn sind wichtig. Bei Bedarf hilft eine Ernährungsfachkraft.
3. Frühzeitig Vitamine einnehmen, besonders Folsäure
Heute gilt: Beginnen Sie bereits beim Kinderwunsch mit einem vorgeburtlichen Multivitaminpräparat mit 400 Mikrogramm Folsäure.
Folsäure hilft, Neuralrohrdefekte wie Spina bifida zu verhindern, und ist für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem des Fötus wichtig.
DHA ist eine wichtige Omega-3-Fettsäure. 200mg täglich unterstützen die Entwicklung des fetalen Gehirns. Da nicht jedes Präparat DHA enthält, fragen Sie Ihren Arzt nach einem Zusatz. Vitamin-D-Mangel kann ebenfalls die Empfängnis beeinflussen und sollte behandelt werden.
4. Familiengeschichte prüfen, auch seltene genetische Erkrankungen
Informieren Sie Ihren Arzt über Diabetes, Epilepsie, Entwicklungsverzögerungen oder Geburtsfehler in der Familie. Das beeinflusst empfohlene Gentests.
Die Tay-Sachs-Krankheit ist eine seltene erbliche neurologische Erkrankung, die bei Menschen osteuropäisch-jüdischer Abstammung häufiger ist. Ein Bluttest bestimmt den Trägerstatus und das Weitergaberisiko.
5. Drogen und Alkohol vermeiden, auch legales Cannabis
Auch legales Cannabis kann die Empfängnis beeinträchtigen.
Cannabis kann bei Männern die Spermienzahl und bei Frauen die Empfängniswahrscheinlichkeit senken. Illegale Drogen wie Kokain und Methamphetamin können den Fötus schwer schädigen und müssen vermieden werden.
Ob gelegentlicher Alkohol die Empfängnis beeinflusst, ist unklar. Experten empfehlen dennoch völligen Verzicht, da keine Alkoholmenge für den Fötus als sicher gilt.
6. Koffein auf weniger als zwei Tassen begrenzen
Mehr als 500mg Koffein täglich, etwa 3–4 Tassen Kaffee, kann Empfängniswahrscheinlichkeit und Fehlgeburtsrisiko beeinflussen.
„Eine Studie stellte bei Paaren mit mehr als zwei koffeinhaltigen Getränken täglich ein höheres Fehlgeburtsrisiko fest“, sagt Dr. Fiorentino. Besser ist der Verzicht; andernfalls empfiehlt er höchstens eine Tasse täglich.
7. Frühzeitig mit dem Arzt über die Gesundheit sprechen
Informieren Sie Ihren Arzt über chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes, damit die Behandlung angepasst und der Fötus geschützt werden kann.
Nennen Sie außerdem alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate. Ihr Arzt kann deren Sicherheit prüfen und Alternativen empfehlen.
Abschließender Rat: Verlassen Sie sich nicht auf „Dr. Google“
Die vielen Online-Informationen und persönlichen Erfahrungen in sozialen Medien können Menschen mit Kinderwunsch irreführen.
Dr. Fiorentino warnt: „Im Internet kursieren viele Fehlinformationen über Schwangerschaft und Vorsorge. Wiederholte Meinungen werden leicht mit wissenschaftlichen Belegen verwechselt. Konsultieren Sie vor jedem Handeln einen qualifizierten Arzt.“
Wissen | Schon 6 Monate vor der Schwangerschaft mit der Vorbereitung beginnen? Experten erläutern sieben wichtige Maßnahmen für die Gesundheit vor der Empfängnis
Wissenswertes | 6 Monate vor der Schwangerschaft beginnen? Experten nennen sieben wichtige Maßnahmen
Viele sehen die Schwangerschaft als etwas, das mit einem positiven Test beginnt. Experten empfehlen jedoch, bereits 6 Monate vor dem Kinderwunsch mit der Vorbereitung zu beginnen. Das kann Empfängnis und fetale Gesundheit beeinflussen.
„Für eine gesunde Schwangerschaft und ein gesundes Baby sollten Sie und Ihr Partner Ihren Lebensstil ändern“, betont Dr. Sherry Ross, Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie am Providence Saint John’s Health Center in Santa Monica, Kalifornien.
Diese Checkliste zur Gesundheit vor der Empfängnis fasst Empfehlungen mehrerer Fachärzte zusammen und richtet sich an alle mit Kinderwunsch.
1. So früh wie möglich mit dem Rauchen aufhören, auch mit E-Zigaretten
Rauchen senkt bei Männern und Frauen die Empfängniswahrscheinlichkeit.
Bei Männern kann es die Spermienzahl und -form beeinträchtigen. Bei Frauen erhöht es unter anderem das Risiko für Fehlgeburt, Frühgeburt, niedriges Geburtsgewicht und möglicherweise SIDS.
Nikotin aus E-Zigaretten kann die Entwicklung von Gehirn und Lunge des Fötus beeinträchtigen. „Das Aufhören erfordert oft mehrere Versuche – durchschnittlich 30 –, daher ist ein früher Beginn besser.“
2. Frühzeitig das Gewicht regulieren
Unter- oder Übergewicht vor der Schwangerschaft kann deren Wahrscheinlichkeit und Sicherheit beeinflussen. Dr. Randy Fiorentino vom St. Joseph Hospital erklärt:
Übergewicht kann Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck und ein zu hohes Geburtsgewicht des Fötus begünstigen;
Untergewicht kann zu Frühgeburt oder einer Fehlentwicklung der fetalen Wirbelsäule führen.
Kennen Sie Ihren BMI und halten Sie ihn in einem geeigneten Bereich. Bewegung und eine ausgewogene Ernährung mit Obst, Gemüse, Eiweiß, fettarmen Milchprodukten und Vollkorn sind wichtig. Bei Bedarf hilft eine Ernährungsfachkraft.
3. Frühzeitig Vitamine einnehmen, besonders Folsäure
Heute gilt: Beginnen Sie bereits beim Kinderwunsch mit einem vorgeburtlichen Multivitaminpräparat mit 400 Mikrogramm Folsäure.
Folsäure hilft, Neuralrohrdefekte wie Spina bifida zu verhindern, und ist für die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem des Fötus wichtig.
DHA ist eine wichtige Omega-3-Fettsäure. 200mg täglich unterstützen die Entwicklung des fetalen Gehirns. Da nicht jedes Präparat DHA enthält, fragen Sie Ihren Arzt nach einem Zusatz. Vitamin-D-Mangel kann ebenfalls die Empfängnis beeinflussen und sollte behandelt werden.
4. Familiengeschichte prüfen, auch seltene genetische Erkrankungen
Informieren Sie Ihren Arzt über Diabetes, Epilepsie, Entwicklungsverzögerungen oder Geburtsfehler in der Familie. Das beeinflusst empfohlene Gentests.
Die Tay-Sachs-Krankheit ist eine seltene erbliche neurologische Erkrankung, die bei Menschen osteuropäisch-jüdischer Abstammung häufiger ist. Ein Bluttest bestimmt den Trägerstatus und das Weitergaberisiko.
5. Drogen und Alkohol vermeiden, auch legales Cannabis
Auch legales Cannabis kann die Empfängnis beeinträchtigen.
Cannabis kann bei Männern die Spermienzahl und bei Frauen die Empfängniswahrscheinlichkeit senken. Illegale Drogen wie Kokain und Methamphetamin können den Fötus schwer schädigen und müssen vermieden werden.
Ob gelegentlicher Alkohol die Empfängnis beeinflusst, ist unklar. Experten empfehlen dennoch völligen Verzicht, da keine Alkoholmenge für den Fötus als sicher gilt.
6. Koffein auf weniger als zwei Tassen begrenzen
Mehr als 500mg Koffein täglich, etwa 3–4 Tassen Kaffee, kann Empfängniswahrscheinlichkeit und Fehlgeburtsrisiko beeinflussen.
„Eine Studie stellte bei Paaren mit mehr als zwei koffeinhaltigen Getränken täglich ein höheres Fehlgeburtsrisiko fest“, sagt Dr. Fiorentino. Besser ist der Verzicht; andernfalls empfiehlt er höchstens eine Tasse täglich.
7. Frühzeitig mit dem Arzt über die Gesundheit sprechen
Informieren Sie Ihren Arzt über chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes, damit die Behandlung angepasst und der Fötus geschützt werden kann.
Nennen Sie außerdem alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate. Ihr Arzt kann deren Sicherheit prüfen und Alternativen empfehlen.
Abschließender Rat: Verlassen Sie sich nicht auf „Dr. Google“
Die vielen Online-Informationen und persönlichen Erfahrungen in sozialen Medien können Menschen mit Kinderwunsch irreführen.
Dr. Fiorentino warnt: „Im Internet kursieren viele Fehlinformationen über Schwangerschaft und Vorsorge. Wiederholte Meinungen werden leicht mit wissenschaftlichen Belegen verwechselt. Konsultieren Sie vor jedem Handeln einen qualifizierten Arzt.“
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