Nachrichten | Schichtarbeit kann die natürliche Menopause verzögern – Studie deutet auf eine Rolle zirkadianer Rhythmen hin
Unregelmäßige Schichtpläne beeinträchtigen nachweislich den Alltag und die Schlafgewohnheiten erheblich und werden seit Langem mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Eine neue, in Menopause veröffentlichte Studie deutet zudem darauf hin, dass Schichtarbeit die natürliche Menopause bei Frauen verzögern kann, möglicherweise durch eine Störung des zirkadianen Rhythmus.
Die von der North American Menopause Society (NAMS) unterstützte und veröffentlichte Studie ergab, dass Frauen, die derzeit Schichtarbeit leisten, möglicherweise später in die natürliche Menopause kommen, insbesondere bei häufig wechselnden Schichten. Dieser Befund lenkt die Aufmerksamkeit auf einen neuen Problembereich der Frauengesundheit und liefert wichtige Hinweise auf den möglichen Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten und reproduktiver Gesundheit.
Schichtarbeit und Gesundheitsrisiken: neue Erkenntnisse zu einem lang bekannten Problem
Der Anteil der Menschen, die in Schichten arbeiten, ist in den vergangenen Jahren weltweit weiter gestiegen. In Nordamerika und Europa arbeiten etwa 20% der Erwerbsbevölkerung nach einem nicht traditionellen oder wechselnden Schichtplan. Obwohl solche Arbeitszeiten zu einer „wirtschaftlichen Notwendigkeit“ geworden sind, um die steigende Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu decken, dürfen ihre gesundheitlichen Risiken nicht übersehen werden. Frühere Studien haben gezeigt, dass Nachtarbeit das Risiko für koronare Herzkrankheit, Magengeschwüre, Typ-2-Diabetes und mehrere Krebsarten, darunter Prostata-, Darm- und Brustkrebs, deutlich erhöht.
Frühere Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit konzentrierten sich jedoch hauptsächlich auf jüngere und mittelalte Erwachsene. Im Vergleich dazu wurden ihre Auswirkungen auf physiologische Veränderungen bei älteren Frauen – insbesondere auf den Zeitpunkt der natürlichen Menopause – bislang kaum eingehend untersucht. Das Alter beim Eintritt der natürlichen Menopause gilt als wichtiger Gesundheitsindikator bei älteren Frauen; eine zu frühe oder zu späte Menopause kann mit einem erhöhten Erkrankungs- und Sterberisiko verbunden sein.
Störung des zirkadianen Rhythmus: Könnte eine beeinträchtigte innere Uhr der entscheidende Mechanismus sein?
Für diese Studie wurden Daten der Canadian Longitudinal Study on Aging (CLSA) sekundär analysiert. Die Daten umfassten nahezu 3,700 Frauen vor der Menopause und dienten dazu, den Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und dem Alter bei Eintritt der natürlichen Menopause zu untersuchen. Die Forschenden stellten fest, dass Frauen mit aktuell wechselnden Schichten deutlich später in die natürliche Menopause kamen als andere Frauen. Frauen in Nachtschichten zeigten hingegen eine Tendenz zu einer früheren Menopause.
Die Forschenden vermuten, dass eine durch Schichtarbeit verursachte Störung des zirkadianen Rhythmus diese Ergebnisse erklären könnte. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass eine langfristige Einwirkung von hellem künstlichem Licht während der Dunkelheit die Melatoninsekretion unterdrückt und die Aktivität der Eierstöcke beeinträchtigen kann. Veränderungen zirkadianer Rhythmen können außerdem die hormonelle Regulation durch den Hypothalamus beeinflussen und dadurch indirekt den Eisprung und die Fruchtbarkeit stören.
Weitere Forschung zu den gesundheitlichen Folgen von Arbeitszeiten erforderlich
Die Studie deutet zwar darauf hin, dass Schichtarbeit den Zeitpunkt der Menopause beeinflussen kann, doch die Forschenden betonten, dass unklar bleibt, ob dieser Effekt durch zirkadiane Veränderungen oder durch mit Schichtarbeit verbundene sozioökonomische Faktoren wie chronischen Stress, finanzielle Unsicherheit und Substanzmissbrauch verursacht wird. Dr. Stephanie Faubion, medizinische Direktorin der NAMS, erklärte: „Diese Studie zeigt den möglichen Einfluss der zirkadianen Regulation auf den Zeitpunkt der Menopause auf, doch die genauen Mechanismen müssen weiter untersucht werden.“
Die Studie mit dem Titel "The association between shift work exposure and the variations in age at natural menopause among adult Canadian workers: results from the Canadian Longitudinal Study on Aging (CLSA)" wurde online in Menopause veröffentlicht.
Nachrichten | Schichtarbeit kann die natürliche Menopause verzögern – Studie weist auf mögliche zirkadiane Effekte hin
Nachrichten | Schichtarbeit kann die natürliche Menopause verzögern – Studie deutet auf eine Rolle zirkadianer Rhythmen hin
Unregelmäßige Schichtpläne beeinträchtigen nachweislich den Alltag und die Schlafgewohnheiten erheblich und werden seit Langem mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht. Eine neue, in Menopause veröffentlichte Studie deutet zudem darauf hin, dass Schichtarbeit die natürliche Menopause bei Frauen verzögern kann, möglicherweise durch eine Störung des zirkadianen Rhythmus.
Die von der North American Menopause Society (NAMS) unterstützte und veröffentlichte Studie ergab, dass Frauen, die derzeit Schichtarbeit leisten, möglicherweise später in die natürliche Menopause kommen, insbesondere bei häufig wechselnden Schichten. Dieser Befund lenkt die Aufmerksamkeit auf einen neuen Problembereich der Frauengesundheit und liefert wichtige Hinweise auf den möglichen Zusammenhang zwischen Arbeitszeiten und reproduktiver Gesundheit.
Schichtarbeit und Gesundheitsrisiken: neue Erkenntnisse zu einem lang bekannten Problem
Der Anteil der Menschen, die in Schichten arbeiten, ist in den vergangenen Jahren weltweit weiter gestiegen. In Nordamerika und Europa arbeiten etwa 20% der Erwerbsbevölkerung nach einem nicht traditionellen oder wechselnden Schichtplan. Obwohl solche Arbeitszeiten zu einer „wirtschaftlichen Notwendigkeit“ geworden sind, um die steigende Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu decken, dürfen ihre gesundheitlichen Risiken nicht übersehen werden. Frühere Studien haben gezeigt, dass Nachtarbeit das Risiko für koronare Herzkrankheit, Magengeschwüre, Typ-2-Diabetes und mehrere Krebsarten, darunter Prostata-, Darm- und Brustkrebs, deutlich erhöht.
Frühere Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schichtarbeit konzentrierten sich jedoch hauptsächlich auf jüngere und mittelalte Erwachsene. Im Vergleich dazu wurden ihre Auswirkungen auf physiologische Veränderungen bei älteren Frauen – insbesondere auf den Zeitpunkt der natürlichen Menopause – bislang kaum eingehend untersucht. Das Alter beim Eintritt der natürlichen Menopause gilt als wichtiger Gesundheitsindikator bei älteren Frauen; eine zu frühe oder zu späte Menopause kann mit einem erhöhten Erkrankungs- und Sterberisiko verbunden sein.
Störung des zirkadianen Rhythmus: Könnte eine beeinträchtigte innere Uhr der entscheidende Mechanismus sein?
Für diese Studie wurden Daten der Canadian Longitudinal Study on Aging (CLSA) sekundär analysiert. Die Daten umfassten nahezu 3,700 Frauen vor der Menopause und dienten dazu, den Zusammenhang zwischen Schichtarbeit und dem Alter bei Eintritt der natürlichen Menopause zu untersuchen. Die Forschenden stellten fest, dass Frauen mit aktuell wechselnden Schichten deutlich später in die natürliche Menopause kamen als andere Frauen. Frauen in Nachtschichten zeigten hingegen eine Tendenz zu einer früheren Menopause.
Die Forschenden vermuten, dass eine durch Schichtarbeit verursachte Störung des zirkadianen Rhythmus diese Ergebnisse erklären könnte. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass eine langfristige Einwirkung von hellem künstlichem Licht während der Dunkelheit die Melatoninsekretion unterdrückt und die Aktivität der Eierstöcke beeinträchtigen kann. Veränderungen zirkadianer Rhythmen können außerdem die hormonelle Regulation durch den Hypothalamus beeinflussen und dadurch indirekt den Eisprung und die Fruchtbarkeit stören.
Weitere Forschung zu den gesundheitlichen Folgen von Arbeitszeiten erforderlich
Die Studie deutet zwar darauf hin, dass Schichtarbeit den Zeitpunkt der Menopause beeinflussen kann, doch die Forschenden betonten, dass unklar bleibt, ob dieser Effekt durch zirkadiane Veränderungen oder durch mit Schichtarbeit verbundene sozioökonomische Faktoren wie chronischen Stress, finanzielle Unsicherheit und Substanzmissbrauch verursacht wird. Dr. Stephanie Faubion, medizinische Direktorin der NAMS, erklärte: „Diese Studie zeigt den möglichen Einfluss der zirkadianen Regulation auf den Zeitpunkt der Menopause auf, doch die genauen Mechanismen müssen weiter untersucht werden.“
Die Studie mit dem Titel "The association between shift work exposure and the variations in age at natural menopause among adult Canadian workers: results from the Canadian Longitudinal Study on Aging (CLSA)" wurde online in Menopause veröffentlicht.
Quelle:
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