Ratgeber | Darmendometriose: Eine verborgene Erkrankung mit Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit
Endometriose ist eine chronische, schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Betrifft sie den Darm, werden die Läsionen im Allgemeinen als oberflächlich (auf der Darmoberfläche) oder tief (in die Darmwand eindringend) eingestuft. Die Erkrankung kann sowohl die Gesundheit als auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Ursachen der Darmendometriose
Ärztinnen und Ärzte finden an der Darmwand meist kleine Gewebeläsionen. Diese wachsen langsam und können größer oder kleiner werden. Ihre Ursache wird noch untersucht, doch die Forschung bringt sie in Verbindung mit:
Genen und Stammzellen: Genetische Faktoren könnten bei Darmendometriose eine wichtige Rolle spielen.
Entzündung: Eine chronische Entzündung kann die Erkrankung verschlimmern.
Östrogenspiegel: Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Darmendometriose.
Symptome der Darmendometriose
Die Symptome variieren je nach Lage, Größe und Tiefe der Läsionen in der Darmwand. Nicht alle Betroffenen haben Beschwerden; häufige Symptome sind jedoch:
Beschwerden beim Stuhlgang oder Durchfall: Verstopfung oder Durchfall, besonders verstärkt um die Menstruation herum.
Schmerzen beim Stuhlgang: Der Stuhlgang kann starke Schmerzen verursachen.
Menstruationsbeschwerden: Die Symptome können sich vor und während der Menstruation verschlimmern.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Viele Patientinnen empfinden beim Sex Beschwerden.
Unfruchtbarkeit: Eine häufige Komplikation, wenn die Darmendometriose die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
Darmverschluss (selten): Läsionen können den Darm blockieren.
Die Symptome ähneln dem **Reizdarmsyndrom (IBS)**, es handelt sich jedoch um unterschiedliche Erkrankungen. Anders als beim Reizdarmsyndrom verschlimmern sich die Symptome der Darmendometriose meist um die Menstruation herum.
Diagnose der Darmendometriose
Endometriose tritt meist während der reproduktiven Jahre auf und betrifft etwa 10%-12% der Frauen. Die Diagnose wird häufig im Alter von etwa 30 gestellt.
Zunächst erfragt eine Ärztin oder ein Arzt die Symptome und Krankengeschichte und führt eine gynäkologische Untersuchung durch. Anschließend kann eine Bildgebung empfohlen werden, um Lage und Größe der Läsionen zu bestimmen, darunter:
Transvaginaler oder transrektaler Ultraschall: Eine Sonde sendet Schallwellen aus, um Bilder der Organe zu erzeugen. Damit lässt sich Endometriose nicht direkt diagnostizieren, aber es können größere dadurch verursachte Läsionen erkannt werden.
M Magnetresonanztomografie (MRT): Magnetfelder und Radiowellen erzeugen detaillierte Bilder von Organen und Gewebe.
Laparoskopie: Eine Chirurgin oder ein Chirurg setzt kleine Bauchschnitte und betrachtet die Beckenorgane mit einem Laparoskop. Dieses Verfahren wird häufig zur Entfernung von Läsionen eingesetzt.
Kontrasteinlauf: Nach der Verabreichung einer flüssigen Bariummischung werden Röntgenaufnahmen des Dickdarms angefertigt, um Veränderungen oder Defekte des Darms zu erkennen.
Behandlung der Darmendometriose
Die Behandlung wird auf Symptome und Krankengeschichte abgestimmt und berücksichtigt Alter und Kinderwunsch. Häufige Optionen sind:
Operation: Ziel ist es, möglichst viel erkranktes Gewebe zu entfernen und dabei Organe und die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Zu den Verfahren gehören:
Entfernung des betroffenen Darmabschnitts und Wiederverbinden der gesunden Abschnitte.
Ausschneiden des betroffenen Bereichs und Verschließen der verbleibenden Öffnung.
"Shaving" des betroffenen Bereichs, ohne einen Teil des Darms zu entfernen.
Hormontherapie: Hormonelle Medikamente steuern den Östrogenspiegel und können Beschwerden lindern sowie das Rückfallrisiko senken. Sie werden häufig zusammen mit Schmerzmitteln eingesetzt.
Psychotherapie: Als langfristige Erkrankung kann Darmendometriose die psychische ebenso wie die körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Viele Frauen erleben im Zusammenhang mit Beziehungen und Sexualität Angstzustände und Depressionen, die körperliche Schmerzen verstärken können. Eine Ärztin oder ein Arzt kann zur Unterstützung eine Psychotherapie empfehlen.
Bei manchen Frauen bessern sich die Beschwerden während der Menopause oder Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel sinkt.
Verlauf der Darmendometriose
Endometriose ist derzeit nicht heilbar, doch Operation und Hormontherapie können die Symptome kontrollieren. Die Beschwerden können zurückkehren, wenn Medikamente oder Behandlung beendet werden, insbesondere bei tiefen Läsionen.
Bis zur Menopause oder einer geplanten Schwangerschaft ist häufig eine langfristige Behandlung erforderlich. Ärztinnen und Ärzte können die Schwangerschaftsplanung mit einer Operation abstimmen, da Endometriose nach einer Operation erneut auftreten und Unfruchtbarkeit verursachen kann. Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass schwangere Frauen mit Endometriose in der Vorgeschichte Risiken ausgesetzt sein können, darunter:
Ratgeber | Darmendometriose: Eine verborgene Erkrankung mit Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit
Ratgeber | Darmendometriose: Eine verborgene Erkrankung mit Auswirkungen auf die weibliche Fruchtbarkeit
Endometriose ist eine chronische, schmerzhafte Erkrankung, bei der Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter wächst. Betrifft sie den Darm, werden die Läsionen im Allgemeinen als oberflächlich (auf der Darmoberfläche) oder tief (in die Darmwand eindringend) eingestuft. Die Erkrankung kann sowohl die Gesundheit als auch die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.
Ursachen der Darmendometriose
Ärztinnen und Ärzte finden an der Darmwand meist kleine Gewebeläsionen. Diese wachsen langsam und können größer oder kleiner werden. Ihre Ursache wird noch untersucht, doch die Forschung bringt sie in Verbindung mit:
Genen und Stammzellen: Genetische Faktoren könnten bei Darmendometriose eine wichtige Rolle spielen.
Entzündung: Eine chronische Entzündung kann die Erkrankung verschlimmern.
Östrogenspiegel: Östrogen spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten der Darmendometriose.
Symptome der Darmendometriose
Die Symptome variieren je nach Lage, Größe und Tiefe der Läsionen in der Darmwand. Nicht alle Betroffenen haben Beschwerden; häufige Symptome sind jedoch:
Beschwerden beim Stuhlgang oder Durchfall: Verstopfung oder Durchfall, besonders verstärkt um die Menstruation herum.
Schmerzen beim Stuhlgang: Der Stuhlgang kann starke Schmerzen verursachen.
Menstruationsbeschwerden: Die Symptome können sich vor und während der Menstruation verschlimmern.
Schmerzen beim Geschlechtsverkehr: Viele Patientinnen empfinden beim Sex Beschwerden.
Unfruchtbarkeit: Eine häufige Komplikation, wenn die Darmendometriose die Fruchtbarkeit beeinträchtigt.
Darmverschluss (selten): Läsionen können den Darm blockieren.
Die Symptome ähneln dem **Reizdarmsyndrom (IBS)**, es handelt sich jedoch um unterschiedliche Erkrankungen. Anders als beim Reizdarmsyndrom verschlimmern sich die Symptome der Darmendometriose meist um die Menstruation herum.
Diagnose der Darmendometriose
Endometriose tritt meist während der reproduktiven Jahre auf und betrifft etwa 10%-12% der Frauen. Die Diagnose wird häufig im Alter von etwa 30 gestellt.
Zunächst erfragt eine Ärztin oder ein Arzt die Symptome und Krankengeschichte und führt eine gynäkologische Untersuchung durch. Anschließend kann eine Bildgebung empfohlen werden, um Lage und Größe der Läsionen zu bestimmen, darunter:
Transvaginaler oder transrektaler Ultraschall: Eine Sonde sendet Schallwellen aus, um Bilder der Organe zu erzeugen. Damit lässt sich Endometriose nicht direkt diagnostizieren, aber es können größere dadurch verursachte Läsionen erkannt werden.
M Magnetresonanztomografie (MRT): Magnetfelder und Radiowellen erzeugen detaillierte Bilder von Organen und Gewebe.
Laparoskopie: Eine Chirurgin oder ein Chirurg setzt kleine Bauchschnitte und betrachtet die Beckenorgane mit einem Laparoskop. Dieses Verfahren wird häufig zur Entfernung von Läsionen eingesetzt.
Kontrasteinlauf: Nach der Verabreichung einer flüssigen Bariummischung werden Röntgenaufnahmen des Dickdarms angefertigt, um Veränderungen oder Defekte des Darms zu erkennen.
Behandlung der Darmendometriose
Die Behandlung wird auf Symptome und Krankengeschichte abgestimmt und berücksichtigt Alter und Kinderwunsch. Häufige Optionen sind:
Operation: Ziel ist es, möglichst viel erkranktes Gewebe zu entfernen und dabei Organe und die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Zu den Verfahren gehören:
Entfernung des betroffenen Darmabschnitts und Wiederverbinden der gesunden Abschnitte.
Ausschneiden des betroffenen Bereichs und Verschließen der verbleibenden Öffnung.
"Shaving" des betroffenen Bereichs, ohne einen Teil des Darms zu entfernen.
Hormontherapie: Hormonelle Medikamente steuern den Östrogenspiegel und können Beschwerden lindern sowie das Rückfallrisiko senken. Sie werden häufig zusammen mit Schmerzmitteln eingesetzt.
Psychotherapie: Als langfristige Erkrankung kann Darmendometriose die psychische ebenso wie die körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Viele Frauen erleben im Zusammenhang mit Beziehungen und Sexualität Angstzustände und Depressionen, die körperliche Schmerzen verstärken können. Eine Ärztin oder ein Arzt kann zur Unterstützung eine Psychotherapie empfehlen.
Bei manchen Frauen bessern sich die Beschwerden während der Menopause oder Schwangerschaft, wenn der Östrogenspiegel sinkt.
Verlauf der Darmendometriose
Endometriose ist derzeit nicht heilbar, doch Operation und Hormontherapie können die Symptome kontrollieren. Die Beschwerden können zurückkehren, wenn Medikamente oder Behandlung beendet werden, insbesondere bei tiefen Läsionen.
Bis zur Menopause oder einer geplanten Schwangerschaft ist häufig eine langfristige Behandlung erforderlich. Ärztinnen und Ärzte können die Schwangerschaftsplanung mit einer Operation abstimmen, da Endometriose nach einer Operation erneut auftreten und Unfruchtbarkeit verursachen kann. Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass schwangere Frauen mit Endometriose in der Vorgeschichte Risiken ausgesetzt sein können, darunter:
Bluthochdruck
Kaiserschnitt
Frühgeburt
Weitere Schwangerschaftskomplikationen
Quelle:
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