Nachrichten | Ist Sport für Frauen mit Kinderwunsch geeignet? Wissenschaftler erklären die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
Eine in F&S Reports veröffentlichte Studie untersuchte die verfügbare Literatur zu den Auswirkungen von Sport auf die Fruchtbarkeit. Obwohl die Bedeutung eines gesunden Lebensstils weithin anerkannt ist, bleibt unklar, wie Trainingsintensität und -häufigkeit die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ziel der Studie war es, gezieltere Empfehlungen für Frauen mit Kinderwunsch und Frauen mit Unfruchtbarkeit zu geben.
Hintergrund
Die American Society for Reproductive Medicine gibt klare Hinweise dazu, wie Ernährung, Alkohol und Rauchen die Fruchtbarkeit beeinflussen, macht jedoch kaum konkrete Angaben zu Trainingsintensität und -umfang. Da sich die Ausgangsgesundheit und unfruchtbarkeitsbezogene Erkrankungen bei Frauen mit Kinderwunsch unterscheiden, sind geeignete Empfehlungen zu Intensität und Häufigkeit wichtig, um eine fruchtbarkeitsfördernde körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten.
Methoden
Die Übersichtsarbeit umfasste anhand von Stichwortsuchen experimentelle und Beobachtungsstudien mit gesunden Frauen mit Kinderwunsch, Frauen in assistierter Reproduktion und Patientinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS). Eingeschlossen wurden Studien mit objektiven Fruchtbarkeitsmaßen wie Eisprung, Schwangerschaft sowie Progesteron- und Estradiolspiegeln. Studien, die ausschließlich auf indirekten Maßen wie Androgenspiegeln oder selbst berichteten unregelmäßigen Menstruationszyklen beruhten, wurden ausgeschlossen.
Ergebnisse
Hochintensives Training kann die Fruchtbarkeit gesunder Frauen mit Kinderwunsch beeinträchtigen, insbesondere die Progesteron- und Estradiolspiegel in der Lutealphase. Andere Studien weisen jedoch darauf hin, dass Frauen ihr gewohntes Training fortsetzen können, wenn sie ausreichend Energie aufnehmen.
Bei Patientinnen mit PCOS verbesserte moderates aerobes Training die Fruchtbarkeit nicht wesentlich, während Krafttraining und hochintensives aerobes Training fruchtbarkeitsbezogene Messwerte verbesserten. Moderates Training kann die reproduktive Gesundheit bei PCOS auch ohne merklichen Gewichtsverlust fördern.
Bei Frauen unter In-vitro-Fertilisation (IVF) hatte Sport keinen signifikanten Einfluss auf die Fruchtbarkeitsergebnisse. Medikamente der assistierten Reproduktion können die nachteiligen Auswirkungen anstrengenden Trainings auf den natürlichen Eisprungzyklus ausgleichen, sodass die Schwangerschaftsraten nicht beeinflusst werden.
Fazit
Insgesamt kann hochintensives Training die Fruchtbarkeit gesunder Frauen mit Kinderwunsch beeinträchtigen, bei ausreichender Energiezufuhr ist eine Fortsetzung jedoch möglich. Patientinnen mit PCOS können von hochintensivem Training profitieren, insbesondere in Kombination mit einer antiandrogenen Therapie. Bei Frauen, die sich einer IVF unterziehen, zeigte Sport vor oder nach der Behandlung keinen eindeutigen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.
Nachrichten | Ist Sport für Frauen mit Kinderwunsch geeignet? Wissenschaftler erklären die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
Nachrichten | Ist Sport für Frauen mit Kinderwunsch geeignet? Wissenschaftler erklären die Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit
Eine in F&S Reports veröffentlichte Studie untersuchte die verfügbare Literatur zu den Auswirkungen von Sport auf die Fruchtbarkeit. Obwohl die Bedeutung eines gesunden Lebensstils weithin anerkannt ist, bleibt unklar, wie Trainingsintensität und -häufigkeit die Fruchtbarkeit beeinflussen. Ziel der Studie war es, gezieltere Empfehlungen für Frauen mit Kinderwunsch und Frauen mit Unfruchtbarkeit zu geben.
Hintergrund
Die American Society for Reproductive Medicine gibt klare Hinweise dazu, wie Ernährung, Alkohol und Rauchen die Fruchtbarkeit beeinflussen, macht jedoch kaum konkrete Angaben zu Trainingsintensität und -umfang. Da sich die Ausgangsgesundheit und unfruchtbarkeitsbezogene Erkrankungen bei Frauen mit Kinderwunsch unterscheiden, sind geeignete Empfehlungen zu Intensität und Häufigkeit wichtig, um eine fruchtbarkeitsfördernde körperliche Aktivität aufrechtzuerhalten.
Methoden
Die Übersichtsarbeit umfasste anhand von Stichwortsuchen experimentelle und Beobachtungsstudien mit gesunden Frauen mit Kinderwunsch, Frauen in assistierter Reproduktion und Patientinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS). Eingeschlossen wurden Studien mit objektiven Fruchtbarkeitsmaßen wie Eisprung, Schwangerschaft sowie Progesteron- und Estradiolspiegeln. Studien, die ausschließlich auf indirekten Maßen wie Androgenspiegeln oder selbst berichteten unregelmäßigen Menstruationszyklen beruhten, wurden ausgeschlossen.
Ergebnisse
Hochintensives Training kann die Fruchtbarkeit gesunder Frauen mit Kinderwunsch beeinträchtigen, insbesondere die Progesteron- und Estradiolspiegel in der Lutealphase. Andere Studien weisen jedoch darauf hin, dass Frauen ihr gewohntes Training fortsetzen können, wenn sie ausreichend Energie aufnehmen.
Bei Patientinnen mit PCOS verbesserte moderates aerobes Training die Fruchtbarkeit nicht wesentlich, während Krafttraining und hochintensives aerobes Training fruchtbarkeitsbezogene Messwerte verbesserten. Moderates Training kann die reproduktive Gesundheit bei PCOS auch ohne merklichen Gewichtsverlust fördern.
Bei Frauen unter In-vitro-Fertilisation (IVF) hatte Sport keinen signifikanten Einfluss auf die Fruchtbarkeitsergebnisse. Medikamente der assistierten Reproduktion können die nachteiligen Auswirkungen anstrengenden Trainings auf den natürlichen Eisprungzyklus ausgleichen, sodass die Schwangerschaftsraten nicht beeinflusst werden.
Fazit
Insgesamt kann hochintensives Training die Fruchtbarkeit gesunder Frauen mit Kinderwunsch beeinträchtigen, bei ausreichender Energiezufuhr ist eine Fortsetzung jedoch möglich. Patientinnen mit PCOS können von hochintensivem Training profitieren, insbesondere in Kombination mit einer antiandrogenen Therapie. Bei Frauen, die sich einer IVF unterziehen, zeigte Sport vor oder nach der Behandlung keinen eindeutigen Einfluss auf die Fruchtbarkeit.
Quelle:
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