Wissen | Stress und Schwangerschaft: Die Wissenschaft zeigt einen neuen Zusammenhang
Eine Studie deutet darauf hin, dass Stress die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beeinflussen kann, und eröffnet damit vielen Paaren mit Kinderwunsch eine neue Perspektive.
1. Der wissenschaftliche Zusammenhang zwischen Stress und Fruchtbarkeit
Urit Chaimovitz, eine Patientin in einer Kinderwunschklinik in Boston, versuchte zwei Jahre lang erfolglos, schwanger zu werden. Nach mehreren natürlichen Schwangerschaften und Versuchen mit In-vitro-Fertilisation (IVF) verlor sie jede Schwangerschaft im zweiten Trimester. Entmutigt bemerkte sie ein Plakat für einen Achtsamkeitsmeditationskurs, der die Empfängnis unterstützen sollte.
Chaimovitz meldete sich sofort zu einem von Dr. Alice Domar geleiteten Achtsamkeitskurs an. Der 10-wöchige Kurs umfasste Yoga, Meditation und Verhaltenstechniken zur Überwindung negativer Gedanken. Einige Monate später wurde sie schwanger und brachte 2018 ihre Tochter Romy zur Welt.
Mehrere Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem täglichen Stressniveau von Frauen und einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis festgestellt. Frauen mit hohen Speichelkonzentrationen von Alpha-Amylase, einem Stressmarker, benötigten beispielsweise durchschnittlich 29% länger bis zur Empfängnis als Frauen mit niedrigen Werten.
"Der Körper ist intelligent. Er weiß, dass stressige Zeiten kein guter Zeitpunkt für eine Schwangerschaft sind", sagte Domar. Ihr Forschungsteam stellte fest, dass eine Stressreduktion die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis erhöhen kann.
2. Umgang mit Stress
Jeder Mensch erlebt Stress, doch anhaltender Stress kann den Eisprung beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern. Nach Angaben der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben etwa 1 von 10 Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter Schwierigkeiten, schwanger zu werden oder zu bleiben.
Domars Mind-Body-Programm nutzt mehrere Ansätze zur Stressreduktion, darunter Gesprächstherapie, Yoga und Selbsthilfegruppen. Sie betont, dass eine Stressreduktion nicht nur die Fruchtbarkeit unterstützen, sondern Frauen auch dabei helfen kann, für ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden zu sorgen.
3. Weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen
Neben der Stressreduktion gibt es laut Forschung weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis zu erhöhen:
Moderate Bewegung: Eine bis 5 Stunden moderate Bewegung pro Woche, etwa in Form von Spaziergängen, kann die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis erhöhen. Übermäßig intensives Training kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hingegen verringern.
Ein gesundes Gewicht halten: Übergewicht oder Adipositas können eine Empfängnis erschweren. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen mit Adipositas größere Schwierigkeiten haben können, schwanger zu werden, als andere Frauen.
Gesunde Ernährung: Eine mediterrane Ernährungsweise mit vielen Vollkornprodukten, Omega-3-Fettsäuren, Fisch und Soja kann die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis unterstützen.
Insgesamt können Stressreduktion und ein gesunder Lebensstil die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen. Für Paare mit Kinderwunsch kann es wichtig sein, die möglichen Auswirkungen von Stress auf die Fruchtbarkeit zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu seinem Umgang zu ergreifen.
Ratgeber | Stress und Schwangerschaft: Forschung zeigt einen neuen Zusammenhang
Wissen | Stress und Schwangerschaft: Die Wissenschaft zeigt einen neuen Zusammenhang
Eine Studie deutet darauf hin, dass Stress die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft beeinflussen kann, und eröffnet damit vielen Paaren mit Kinderwunsch eine neue Perspektive.
1. Der wissenschaftliche Zusammenhang zwischen Stress und Fruchtbarkeit
Urit Chaimovitz, eine Patientin in einer Kinderwunschklinik in Boston, versuchte zwei Jahre lang erfolglos, schwanger zu werden. Nach mehreren natürlichen Schwangerschaften und Versuchen mit In-vitro-Fertilisation (IVF) verlor sie jede Schwangerschaft im zweiten Trimester. Entmutigt bemerkte sie ein Plakat für einen Achtsamkeitsmeditationskurs, der die Empfängnis unterstützen sollte.
Chaimovitz meldete sich sofort zu einem von Dr. Alice Domar geleiteten Achtsamkeitskurs an. Der 10-wöchige Kurs umfasste Yoga, Meditation und Verhaltenstechniken zur Überwindung negativer Gedanken. Einige Monate später wurde sie schwanger und brachte 2018 ihre Tochter Romy zur Welt.
Mehrere Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem täglichen Stressniveau von Frauen und einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis festgestellt. Frauen mit hohen Speichelkonzentrationen von Alpha-Amylase, einem Stressmarker, benötigten beispielsweise durchschnittlich 29% länger bis zur Empfängnis als Frauen mit niedrigen Werten.
"Der Körper ist intelligent. Er weiß, dass stressige Zeiten kein guter Zeitpunkt für eine Schwangerschaft sind", sagte Domar. Ihr Forschungsteam stellte fest, dass eine Stressreduktion die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis erhöhen kann.
2. Umgang mit Stress
Jeder Mensch erlebt Stress, doch anhaltender Stress kann den Eisprung beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern. Nach Angaben der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben etwa 1 von 10 Frauen im fortpflanzungsfähigen Alter Schwierigkeiten, schwanger zu werden oder zu bleiben.
Domars Mind-Body-Programm nutzt mehrere Ansätze zur Stressreduktion, darunter Gesprächstherapie, Yoga und Selbsthilfegruppen. Sie betont, dass eine Stressreduktion nicht nur die Fruchtbarkeit unterstützen, sondern Frauen auch dabei helfen kann, für ihr körperliches und emotionales Wohlbefinden zu sorgen.
3. Weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen
Neben der Stressreduktion gibt es laut Forschung weitere Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis zu erhöhen:
Moderate Bewegung: Eine bis 5 Stunden moderate Bewegung pro Woche, etwa in Form von Spaziergängen, kann die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis erhöhen. Übermäßig intensives Training kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hingegen verringern.
Ein gesundes Gewicht halten: Übergewicht oder Adipositas können eine Empfängnis erschweren. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen mit Adipositas größere Schwierigkeiten haben können, schwanger zu werden, als andere Frauen.
Gesunde Ernährung: Eine mediterrane Ernährungsweise mit vielen Vollkornprodukten, Omega-3-Fettsäuren, Fisch und Soja kann die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis unterstützen.
Insgesamt können Stressreduktion und ein gesunder Lebensstil die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft erhöhen. Für Paare mit Kinderwunsch kann es wichtig sein, die möglichen Auswirkungen von Stress auf die Fruchtbarkeit zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu seinem Umgang zu ergreifen.
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