Wissen | Darf man während der Schwangerschaft Erdnüsse essen? Neue Forschung stellt traditionelle Einschränkungen infrage



Wissen | Darf man während der Schwangerschaft Erdnüsse essen? Neue Forschung stellt traditionelle Einschränkungen infrage


Schon lange achten Menschen während der Schwangerschaft besonders auf ihre Ernährung, insbesondere auf Lebensmittel, die mit Allergien im Kindesalter in Verbindung gebracht werden. Erdnüsse, Milch, Eier und Fisch galten einst als „Lebensmittel mit hohem Risiko“, sodass viele werdende Mütter befürchteten, ein einziger falscher Bissen könnte das Immunsystem ihres Kindes beeinflussen. Neuere Forschungsergebnisse und Expertenmeinungen legen nahe, dass dieser Ansatz überdacht werden muss.


Petal material_Erdnüsse, Haselnussbaum, Natur, Hochformat, vegetarisch, Obst, keine Menschen, Nahaufnahme, Nüsse, 2015_8655475.jpg


Dr. Frank R. Greer, Professor für Pädiatrie an der University of Wisconsin, wies darauf hin, dass die American Academy of Pediatrics (AAP) in 2000 schwangeren Frauen mit einer Neigung zu Allergien empfohlen hatte, Erdnüsse und Nüsse zu meiden, um das spätere Risiko ihres Kindes für eine Lebensmittelallergie zu senken. Dieser Rat wurde später auf die Stillzeit ausgeweitet und auf häufige Allergene wie Milch, Eier und Fisch erweitert.


Mit zunehmender medizinischer Evidenz wird diese Vermeidungsstrategie jedoch infrage gestellt. „Die Empfehlung beruhte zunächst auf einer Schlussfolgerung, erwies sich aber als unwirksam“, sagte Dr. Greer.


Mehrere veröffentlichte Studien haben gezeigt, dass der Verzicht auf Allergene wie Milch, Eier und Erdnüsse während der Schwangerschaft das Allergierisiko von Säuglingen nicht deutlich senkt. Einige Forschungsergebnisse deuten stattdessen darauf hin, dass Kinder von Frauen ohne Allergien, die während der Schwangerschaft mehr als fünfmal pro Woche Erdnüsse oder Nüsse aßen, seltener Nussallergien entwickelten.


Diese kontraintuitive Erkenntnis hat zu einer neuen Theorie geführt: Eine frühe Exposition könnte dazu beitragen, eine Immuntoleranz aufzubauen. Mit anderen Worten: Ein angemessener Kontakt mit bestimmten potenziellen Allergenen während der fetalen Entwicklung oder frühen Kindheit könnte dem Immunsystem helfen, sich anzupassen und das spätere Allergierisiko zu senken.


Wenn eine schwangere Patientin oder ein nahes Familienmitglied wie ein Elternteil oder Geschwisterteil eine bestätigte Allergie in der Krankengeschichte hat, gilt das Kind als besonders gefährdet. Ob Erdnüsse oder ähnliche Lebensmittel verzehrt werden sollten, sollte dann sorgfältig mit einer Geburtshelferin, einem Geburtshelfer oder einer allergologischen Fachkraft besprochen werden.


Forscher untersuchen außerdem weitere Faktoren, die das Allergierisiko von Säuglingen beeinflussen können. Einige Studien deuten darauf hin, dass Probiotika, etwa die „guten Bakterien“ in Joghurt, während der späten Schwangerschaft und der Stillzeit dazu beitragen können, Allergien bei Säuglingen zu verringern. Die Evidenz reicht noch nicht aus, um Probiotika für jede schwangere Patientin zu empfehlen, aber eine moderate Einnahme nach ärztlicher Rücksprache birgt kein eindeutig bekanntes Risiko.


Dr. Nivin C.S. Todd, medizinische Beraterin von WebMD und Fachärztin für Geburtshilfe und Gynäkologie, berichtete: „Ich habe mich während der Schwangerschaft ausgewogen ernährt, einschließlich Milch, Eiern und Nüssen. Keines meiner Kinder hat derzeit Allergien. In meiner Familie gibt es jedoch keine nennenswerte Allergiegeschichte, was ein Faktor sein könnte.“


Dies deutet darauf hin, dass Listen mit Ernährungseinschränkungen in der Schwangerschaft anhand eines wissenschaftlicheren und individuelleren Ansatzes aktualisiert werden sollten. Unnötige Einschränkungen können unwirksam sein, die Aufnahme wertvoller Nährstoffe begrenzen und vermeidbare Ängste auslösen.


Quelle:

Online zusammengestellt

作者 LinkedIVF Team發布於 2025-07-30
本文使用 AI 輔助整理;LinkedIVF 尚未記錄本篇的編輯審核,不構成醫療建議。
本頁內容僅供資訊參考,不構成醫療建議;具體診療請諮詢執業醫師。 內容指南與編輯政策

Das könnte Ihnen auch gefallen

Wir werden Sie bald kontaktieren

Geben Sie Ihre Daten ein und wir kontaktieren Sie schnellstmöglich.
  • Präimplantationsdiagnostik und IVF
    IVF mit Eizell- oder Samenspende
    Informationen zur Reproduktion mit Dritten (vorbehaltlich örtlicher Gesetze)
    Sonstiges