Nachrichten | „Wissen, was man essen sollte, es aber nicht umsetzen können“: Ernährungsprobleme während der Schwangerschaft
Obwohl viele Frauen die Bedeutung einer gesunden Ernährung während der Schwangerschaft verstehen, stehen sie vor großen praktischen Hindernissen. Eine im Journal of Human Nutrition and Dietetics veröffentlichte Studie der University of Hertfordshire und der University of Cambridge ergab, dass Müdigkeit, Schwangerschaftsbeschwerden und die hohen Kosten gesunder Lebensmittel große Lücken zwischen Ernährungsempfehlungen und tatsächlichem Verhalten verursachen. Die begrenzte personalisierte Ernährungsberatung verschärft das Problem.
Zwischen Februar und März 2022 führten die Forschenden eine qualitative Studie mit 19 Frauen aus dem Vereinigten Königreich in fünf Online-Fokusgruppen durch. Zu den Teilnehmerinnen gehörten 3 Frauen mit Kinderwunsch, 3 Schwangere und 15 Mütter, die weniger als 6 Monate nach der Geburt waren und zwischen 18 und 44 Jahre alt waren. Obwohl sie wussten, was sie essen sollten, erschwerte die alltägliche „Belastung der Mütter“ – die Erschöpfung durch Arbeit, die Betreuung kleiner Kinder und die Organisation des Haushalts – die Planung und Zubereitung von Mahlzeiten erheblich.
Auch „Körpersabotage“ war ein großes Hindernis. Übelkeit, Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel und Sodbrennen machten gesunde Lebensmittel wie Salate unattraktiv. Eine Mutter mehrerer Kinder erinnerte sich: „Gesunde Ernährung war während meiner zweiten Schwangerschaft schwieriger, weil ich Vollzeit arbeitete und ein einjähriges Kind betreute. Bei meiner dritten Schwangerschaft gab ich fast auf, weil ich so müde war.“
Auch äußere Faktoren spielten eine Rolle. Die Teilnehmerinnen berichteten, dass gesunde Zutaten mehr kosteten und schlechter verfügbar waren als fettreiche und zuckerreiche Lebensmittel. Öffentliche Ernährungsempfehlungen konzentrierten sich häufig auf Listen zu vermeidender Lebensmittel und enthielten keine auf die persönliche Ernährung, etwa Vegetarismus, oder die finanzielle Situation zugeschnittenen Hinweise.
Die Studie ermittelte auch hilfreiche Faktoren. Praktische Fähigkeiten zur Mahlzeitenplanung sowie Partner oder Familienmitglieder, die sich an Kochen und Haushaltsaufgaben beteiligen, könnten Ernährungsprobleme deutlich verringern. Die Autoren empfehlen eine stärkere Einbindung staatlich anerkannter Ernährungsfachkräfte und anderer Fachleute. Allgemeine und personalisierte Empfehlungen sollten mit praktischen, gemeinsam mit Frauen entwickelten Hilfsmitteln kombiniert werden, darunter einfache Rezepte, digitale Mahlzeitenplaner und kultursensible Materialien zur gesunden Ernährung.
Das Team forderte Regierungen auf, gesunde Ernährung erschwinglicher zu machen und bereits früh in der Schwangerschaft Informationen bereitzustellen, wenn die meisten Frauen ihre Ernährungsgewohnheiten am ehesten anpassen.
Nachrichten | „Wissen, was man essen sollte, es aber nicht umsetzen können“: Ernährungsprobleme während der Schwangerschaft
Nachrichten | „Wissen, was man essen sollte, es aber nicht umsetzen können“: Ernährungsprobleme während der Schwangerschaft
Obwohl viele Frauen die Bedeutung einer gesunden Ernährung während der Schwangerschaft verstehen, stehen sie vor großen praktischen Hindernissen. Eine im Journal of Human Nutrition and Dietetics veröffentlichte Studie der University of Hertfordshire und der University of Cambridge ergab, dass Müdigkeit, Schwangerschaftsbeschwerden und die hohen Kosten gesunder Lebensmittel große Lücken zwischen Ernährungsempfehlungen und tatsächlichem Verhalten verursachen. Die begrenzte personalisierte Ernährungsberatung verschärft das Problem.
Zwischen Februar und März 2022 führten die Forschenden eine qualitative Studie mit 19 Frauen aus dem Vereinigten Königreich in fünf Online-Fokusgruppen durch. Zu den Teilnehmerinnen gehörten 3 Frauen mit Kinderwunsch, 3 Schwangere und 15 Mütter, die weniger als 6 Monate nach der Geburt waren und zwischen 18 und 44 Jahre alt waren. Obwohl sie wussten, was sie essen sollten, erschwerte die alltägliche „Belastung der Mütter“ – die Erschöpfung durch Arbeit, die Betreuung kleiner Kinder und die Organisation des Haushalts – die Planung und Zubereitung von Mahlzeiten erheblich.
Auch „Körpersabotage“ war ein großes Hindernis. Übelkeit, Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel und Sodbrennen machten gesunde Lebensmittel wie Salate unattraktiv. Eine Mutter mehrerer Kinder erinnerte sich: „Gesunde Ernährung war während meiner zweiten Schwangerschaft schwieriger, weil ich Vollzeit arbeitete und ein einjähriges Kind betreute. Bei meiner dritten Schwangerschaft gab ich fast auf, weil ich so müde war.“
Auch äußere Faktoren spielten eine Rolle. Die Teilnehmerinnen berichteten, dass gesunde Zutaten mehr kosteten und schlechter verfügbar waren als fettreiche und zuckerreiche Lebensmittel. Öffentliche Ernährungsempfehlungen konzentrierten sich häufig auf Listen zu vermeidender Lebensmittel und enthielten keine auf die persönliche Ernährung, etwa Vegetarismus, oder die finanzielle Situation zugeschnittenen Hinweise.
Die Studie ermittelte auch hilfreiche Faktoren. Praktische Fähigkeiten zur Mahlzeitenplanung sowie Partner oder Familienmitglieder, die sich an Kochen und Haushaltsaufgaben beteiligen, könnten Ernährungsprobleme deutlich verringern. Die Autoren empfehlen eine stärkere Einbindung staatlich anerkannter Ernährungsfachkräfte und anderer Fachleute. Allgemeine und personalisierte Empfehlungen sollten mit praktischen, gemeinsam mit Frauen entwickelten Hilfsmitteln kombiniert werden, darunter einfache Rezepte, digitale Mahlzeitenplaner und kultursensible Materialien zur gesunden Ernährung.
Das Team forderte Regierungen auf, gesunde Ernährung erschwinglicher zu machen und bereits früh in der Schwangerschaft Informationen bereitzustellen, wenn die meisten Frauen ihre Ernährungsgewohnheiten am ehesten anpassen.
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Online zusammengetragen