Wissen | Können Männer eine postpartale Depression entwickeln? Das ist nicht ungewöhnlich
Wenn ein Baby zur Welt kommt, richtet sich die Aufmerksamkeit oft auf die Mutter. Sowohl die Öffentlichkeit als auch die medizinische Fachwelt konzentrieren sich meist auf das Risiko einer postpartalen Depression bei Frauen. Zunehmende Forschung zeigt, dass auch Väter vor oder nach der Geburt eines Kindes Depressionen erleben können.
Eine 2010 Studie ergab, dass 1 von 10 Männern vor oder nach der Geburt ihres Kindes eine Depression entwickelten – nur geringfügig weniger als Frauen. Eine im April 2024 veröffentlichte Studie zeigte außerdem, dass junge Väter in den ersten Jahren nach der Geburt weiterhin einem erhöhten Depressionsrisiko ausgesetzt waren.
Obwohl die medizinische Fachwelt die Erkrankung anerkennt, ist über ihre genauen Mechanismen wenig bekannt. „Die Forschung zur postpartalen Depression bei Männern hat erst in den vergangenen Jahren begonnen, doch das Thema ist in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen“, sagte Michael W. O'Hara, Professor für Psychologie an der University of Iowa.
Es ist weiterhin unklar, ob die postpartale Depression bei Männern direkt mit der Geburt zusammenhängt. Schlafmangel, veränderte familiäre Rollen und plötzlich übernommene große Verantwortung können wichtige Auslöser sein.
Anzeichen einer postpartalen Depression bei Männern: Diese Veränderungen nicht übersehen
Wenn Sie frischgebackener oder werdender Vater sind, achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen. Dies betrifft nicht nur Ihre psychische Gesundheit, sondern auch die Sicherheit Ihres Kindes. O’Hara wies darauf hin, dass Menschen mit Depressionen bei der Betreuung eines Säuglings oft Konzentrationsprobleme haben, was Sicherheitsrisiken schaffen kann.
Wichtige Anzeichen sind:
Gestörter Schlaf und verändertes Essverhalten: Leiden Sie häufig unter Schlaflosigkeit oder Essanfällen? Hat Ihre Energie merklich nachgelassen?
Interessenverlust: Erscheinen Ihnen Dinge, die Sie früher gern getan haben, jetzt uninteressant?
Stimmungsschwankungen: Wenn die niedergedrückte Stimmung länger als mehrere Wochen anhält, sollten Sie professionelle Hilfe in Betracht ziehen.
Bewältigungsstrategien: Schlaf, Kommunikation und Selbstwahrnehmung
O’Hara riet frischgebackenen Vätern, nach Möglichkeit einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu etablieren. Auch wenn das schwierig ist, sei es wichtig. Die Betreuung des Babys mit dem Partner abzuwechseln und kurze Nickerchen zu machen, kann die psychische Belastung verringern.
Auch eine offene Kommunikation ist wichtig. „Auch wenn es nicht leicht ist, versuchen Sie, sich Ihrem Partner zu öffnen und über Ihre Gefühle und Ihren Stress zu sprechen“, sagte er.
Expertenfragen: Wie können sich Männer mit einer Depressionsgeschichte vorbereiten?
Der 37-jährige Neurowissenschafts-Doktorand Brian Jones aus Portland, Oregon, fragte:
„Meine Frau und ich planen ein Kind, aber ich hatte bereits schwere Depressionen. Erhöht das mein Risiko, eine postpartale Depression zu entwickeln?“
Dr. Pamela S. Wiegartz, außerordentliche Professorin für Psychologie an der Harvard Medical School und Autorin von The Pregnancy and Postpartum Anxiety Workbook, antwortete:
„Ihre Depressionsgeschichte ist ein Grund, wachsam zu bleiben. Achten Sie nach der Geburt des Babys auf Veränderungen Ihrer Stimmung und Ihres Verhaltens und schaffen Sie ein unterstützendes Umfeld: Stärken Sie Ihr soziales Unterstützungsnetz, bauen Sie eine partnerschaftliche Beziehung zu Ihrem Partner auf und planen Sie Strategien zur Selbstfürsorge im Voraus.
Wissen | Können Männer eine postpartale Depression entwickeln? Das ist nicht ungewöhnlich
Wissen | Können Männer eine postpartale Depression entwickeln? Das ist nicht ungewöhnlich
Wenn ein Baby zur Welt kommt, richtet sich die Aufmerksamkeit oft auf die Mutter. Sowohl die Öffentlichkeit als auch die medizinische Fachwelt konzentrieren sich meist auf das Risiko einer postpartalen Depression bei Frauen. Zunehmende Forschung zeigt, dass auch Väter vor oder nach der Geburt eines Kindes Depressionen erleben können.
Eine 2010 Studie ergab, dass 1 von 10 Männern vor oder nach der Geburt ihres Kindes eine Depression entwickelten – nur geringfügig weniger als Frauen. Eine im April 2024 veröffentlichte Studie zeigte außerdem, dass junge Väter in den ersten Jahren nach der Geburt weiterhin einem erhöhten Depressionsrisiko ausgesetzt waren.
Obwohl die medizinische Fachwelt die Erkrankung anerkennt, ist über ihre genauen Mechanismen wenig bekannt. „Die Forschung zur postpartalen Depression bei Männern hat erst in den vergangenen Jahren begonnen, doch das Thema ist in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen“, sagte Michael W. O'Hara, Professor für Psychologie an der University of Iowa.
Es ist weiterhin unklar, ob die postpartale Depression bei Männern direkt mit der Geburt zusammenhängt. Schlafmangel, veränderte familiäre Rollen und plötzlich übernommene große Verantwortung können wichtige Auslöser sein.
Anzeichen einer postpartalen Depression bei Männern: Diese Veränderungen nicht übersehen
Wenn Sie frischgebackener oder werdender Vater sind, achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen. Dies betrifft nicht nur Ihre psychische Gesundheit, sondern auch die Sicherheit Ihres Kindes. O’Hara wies darauf hin, dass Menschen mit Depressionen bei der Betreuung eines Säuglings oft Konzentrationsprobleme haben, was Sicherheitsrisiken schaffen kann.
Wichtige Anzeichen sind:
Gestörter Schlaf und verändertes Essverhalten: Leiden Sie häufig unter Schlaflosigkeit oder Essanfällen? Hat Ihre Energie merklich nachgelassen?
Interessenverlust: Erscheinen Ihnen Dinge, die Sie früher gern getan haben, jetzt uninteressant?
Stimmungsschwankungen: Wenn die niedergedrückte Stimmung länger als mehrere Wochen anhält, sollten Sie professionelle Hilfe in Betracht ziehen.
Bewältigungsstrategien: Schlaf, Kommunikation und Selbstwahrnehmung
O’Hara riet frischgebackenen Vätern, nach Möglichkeit einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu etablieren. Auch wenn das schwierig ist, sei es wichtig. Die Betreuung des Babys mit dem Partner abzuwechseln und kurze Nickerchen zu machen, kann die psychische Belastung verringern.
Auch eine offene Kommunikation ist wichtig. „Auch wenn es nicht leicht ist, versuchen Sie, sich Ihrem Partner zu öffnen und über Ihre Gefühle und Ihren Stress zu sprechen“, sagte er.
Expertenfragen: Wie können sich Männer mit einer Depressionsgeschichte vorbereiten?
Der 37-jährige Neurowissenschafts-Doktorand Brian Jones aus Portland, Oregon, fragte:
„Meine Frau und ich planen ein Kind, aber ich hatte bereits schwere Depressionen. Erhöht das mein Risiko, eine postpartale Depression zu entwickeln?“
Dr. Pamela S. Wiegartz, außerordentliche Professorin für Psychologie an der Harvard Medical School und Autorin von The Pregnancy and Postpartum Anxiety Workbook, antwortete:
„Ihre Depressionsgeschichte ist ein Grund, wachsam zu bleiben. Achten Sie nach der Geburt des Babys auf Veränderungen Ihrer Stimmung und Ihres Verhaltens und schaffen Sie ein unterstützendes Umfeld: Stärken Sie Ihr soziales Unterstützungsnetz, bauen Sie eine partnerschaftliche Beziehung zu Ihrem Partner auf und planen Sie Strategien zur Selbstfürsorge im Voraus.
Quelle des Beitrags:
Online zusammengestellt